Gedanken zu Konflikt

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, das wenn man sich in die persönlichen Feindbilder eines anderen Menschen mit hineinziehen lässt, dadurch neue Kriege entstehen.Wenn ein Freund aus falsch verstandener Loyalität einem Freund gegenüber, andere Menschen ausgrenzt, anfeindet,ignoriert oder blockiert, dann ist wohl das Wort " Freund" nicht zutreffend. Freund, Loyalität, Integrität, sind dehnbare Begriffe geworden, die jedermanns Hure werden können. Ich schätze neutrale, ehrliche Freunde, die mir ihre Wahrheit sagen, ohne sie mir aufzuzwingen, oder etwas von mir zu erwarten, oder mich zu verletzen.Umgekehrt genauso.Ich schätze Freunde, die nicht andere Menschen anfeinden, nur weil ich einen Konflikt habe. Konflikte sind da, um miteinander zu lernen.
Es ist ein Entwicklungsprozess, solche, bei uns üblichen, Verhaltensmuster zu erkennen. Bei den Naturvölkern wird innerhalb der Gemeinschaft, mit allen Konfliktparteien gesprochen. Jeder darf alles sagen. Alle suchen im gemeinsamen Gespräch, nach neuen Möglichkeiten, bis das Problem beigelegt ist. Jemand, der in einen Konflikt verwickelt ist, hat auch etwas damit zu tun. Es ist nötig das alle Konfliktparteien daran arbeiten, um den Frieden wiederherzustellen. Eine Konfliktpartei, die nicht bereit ist den Konflikt beizulegen, wird bei den Naturvölkern von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Und zwar solange, bis sie bereit ist für Frieden. Dann wird die Gemeinschaft diesen Menschen wieder aufnehmen. Schuldvorstellungen, wie in unseren Kulturkreisen, gibt es nicht. Ist ein Konflikt bereinigt, wird darüber nicht mehr gesprochen. Der Konflikt wird nie wieder aufgewärmt. Davon können sich unsere sogenannten zivilisierten Menschen eine Scheibe abschneiden.
Das Wort " Streitkultur", in der der Verstand den Vorsitz hat, der immer wieder neue Varianten findet, um Recht zu bekommen, darauf kann man doch verzichten? Den Verstand kann man dazu verwenden, um entwicklungsbringende, neue Möglichkeiten zu forcieren.Oder?Wer sich in den illusionären Vorstellungen von Schuld gefangennehmen lässt, ist selbst veranwortlich dafür. Wer Konflikte mit verursacht hat und sie nicht mit bereinigt , ist ebenso mitverantwortlich. Bei den Hawaiianern heisst die Methode, um Konflikte aufzulösen: Ho’oponopono
Eine Erinnerung vom 22.08.2015

Diese Erinnerung ist sehr wertvoll für mich. Meine Gedanken dazu im jetzigen Moment:
Konflikte sind wichtig für Entwicklung. Es benötigt eine gewisse Reife und tiefes Verständnis für das Konflikt Gegenüber und alle Beteiligten, um die beste Variante zu finden, den Konflikt zu bereinigen. Wenn man sich der Emotionen und Gedanken bewusst wird, die das mächtige Ego füttern, wird man fündig für Lösungsmöglichkeiten. Das Ego möchte nicht verhungern, somit schürt es und weitet Konflikt aus. Es gilt in der Selbstmeisterung, nur bei sich selbst, die Wahrheit zu finden.
Konflikt ist ein evolutionärer Katalysator. Möge man weise und fruchtbringend damit umgehen. Um dahin zu kommen, das zu erkennen, geht man durch Schattenanteile seines Selbst. Auch diese sind wichtig liebenswert und kein Grund zur Panik :-)

Ich glaube Weisheit ist die Fähigkeit, die Macht der Schatten anzuerkennen und in die Neutralität von Liebe zu bringen.
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1 Kommentar
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Joachim Kerst aus Erfurt | 22.08.2016 | 11:50  
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