Gedanken zum Gothaer „Kinderfriedhof“

Gothas Hauptfriedhof hat einen Kinderfriedhof-Teil. Mehrfach bin ich schon daran vorüber gelaufen, habe auch mal die eine oder andere Grabstelle angesehen. Vor wenigen Tagen stand ich erneut davor und fragte mich, was ich eigentlich bei der sich mir bietende Trauerform denke, was ich davon halte.

Im Einzelnen habe ich gesehen, wie unterschiedlich in der Aussage doch im Anliegen überwiegend gleich der Verlust des jungen Lebens deutlich gemacht wird. Mir wird offenbar, wie die Eltern ihre Verbundenheit zum verstorbenen Kind deutlich machen möchten, dessen Freuden im Leben durch Grabbeistellungen als gedankliche Verbindung sehen möchten.

Wenn ich dann aber – wie in dem Foto – eine Gesamtansicht vor Augen habe, kommen mir Zweifel. Plötzlich kommen mir Gedanken, dass es eine Fülle von Übertreibungen ist, die sogar etwas abstoßend wirkt. Da scheinen mir die Grabstellen vor den Beigaben buntester Form in den Hintergrund zu treten. Verschwunden sind die Gedanken der Einzelbetrachtung.

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich da was falsch sehe, Äußerlichkeiten das Anliegen der Eltern unberechtigt in den Hintergrund stellen?
Meines Erachtens gilt auch hier: Weniger ist mehr! Das auch vor dem Hintergrund, dass Fremde das Leid der Eltern über die Beistellungen in der Masse nicht nachvollziehen können und der Schmerz eigentlich in einem ebenso lebt wie die bleibende Verbindung zum verstorbenen Kind.
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