Gotha anders erfahren

Gotha: Innenstadt | Zunächst immer dienstags chauffiert ein Solar-Velotaxi die Besucher durch die Residenzstadt

GOTHA. So als ob es so sein muss, schien pünktlich zur Jungfernfahrt die Sonne und strahlte mit Torsten Kunz, Geschäftsführer der KulTourStadt Gotha, und Elmar Burgard, Geschäftsführer der Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH, um die Wette. Im Hintergrund speicherten die Batterien derweil kostenfrei Strom.Präsentiert wurde ein neues Fortbewegungsmittel für Touristen und Einheimische – das Solar-Velotaxi. Es pendelt, in der Erprobungsphase immer dienstags zwischen 10 und 17 Uhr, zwischen Innenstadt und Schloss Friedenstein.Velotaxis sind heute in modernen Innenstädten weit verbreitet. Allerdings zeichnet sich die Gothaer Variante durch zwei Besonderheiten aus. Denn zum Einen hat es Batterien, um den Fahrer die Arbeit zu erleichtern und zum Anderen ein Solarmodul auf dem Dach, um sauberen Strom für die Akkus zu liefern.„In Erfurt und Nürnberg inzwischen normal, freuen wir uns, dass es dieses umweltfreundlichen Elektrofahrrad-Rikscha nun auch in Gotha gibt“, sagt Antje Klauß-Vorreiter, vom Landesverband Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS). „Dank unseres Solarmoduls auf dem Dach des Velotaxis erhöht sich die Reichweite der Elektrofahrrad-Rikscha um bis zu 30 Prozent“, erzählt Tim Suchomel von der Firma maxx-solar & energie GmbH & Co. KG aus Waltershausen, die den Versuch unterstützt.„Die Grundidee, Touristen vom Schloss in die Innenstadt zu holen und zurück, spukt uns schon lange im Kopf herum“, sagt KulTourStadt-Chef Torsten Kunz, der anfänglich auch über Pferdekutschen nachgedacht hatte: „Wir ziehen aber die Velotaxis vor, die sind sauberer und einfacher zu händeln.“Apropos einfach. Dank des zuschaltbaren Elektroantriebs ist das Strampeln um Schloss kein Problem. „Da muss ich weniger treten“, scherzt Fahrer Martin Weidemann, der mit seinem Velotaxi gemächlich, maximal 16 Stundenkilometer gemütlich, die Besucher durch Erfurt, und nun auch durch Gotha chauffiert. Angeboten werden geführte Touren zum Schloss, bei dem die halbe Stunde 12 Euro kosten soll, inklusive Erläuterungen.Die Idee, den Gothaer Touristen damit ein weiteres, vor allem umweltfreundliches Bonbon anzubieten, kam Elmar Burgard bei einem Vortrag zum Thema Agenda 21. Gerade einmal sechs Wochen vergingen, bis die ersten Gäste in Gotha einsteigen konnten. Schon am ersten Tag weckte das neue Gefährt großes Interesse vor dem Gotha-Laden. Hier hat das Taxi nicht nur seine Ladestation, hier kann man auch Fahrten anmelden oder während der Wartezeiten viele tolle Sachen rund um Gotha kaufen.
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