Gut gebettet in der Region

Gotha: Schloss Friedenstein | Der Landkreis Gotha ist und bleibt die Nummer 1 bei den Übernachtungszahlen in Thüringen:

GOTHA. „Im Schnitt blieben im vergangenen Jahr unsere 312 210 Gäste rund drei Tag bei uns. Damit sorgten sie für 909 557 Übernachtungen und dafür, dass der Landkreis Gotha wieder die Nummer 1 bei den Übernachtungszahlen in Thüringen ist“, kann Dr. Bettina Aschenbrenner, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land e.V., stolz berichten. Mit dem einfachen Satz „Danke, liebe Gäste“ zieht sie außerdem ein leises aber höchst positives Resümee ihrer Arbeit und die ihrer Mitarbeiter im Verband und dankt deutlich lauter allen, die direkt oder indirekt an diesem Erfolg mitgearbeitet haben.


So beispielsweise dem Hotel Rodebachmühle zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz. Hier geben sich die Touristen sprichwörtlich die Klinke in die Hand, besonders die aus Holland. Und das hat seine guten Gründe. „Denn wir sind mit unserem Haus seit drei Jahren sehr stark in den Benelux-Staaten vertreten und machen entsprechend Werbung. Zum Einen für unser Haus und zu Anderen für Thüringen, den Landkreis Gotha und die nähre Umgebung des Hotels“, erzählt Geschäftsführer Thomas Schnabelmaier, der sich über diese Resonanz natürlich riesig freut. Durch emsige Geschäftspartner in den Ländern und natürlich die Mund-zu-Mund-Propaganda seiner Gäste werden sein Haus und die Städte und Gemeinden entsprechend weiterempfohlen. Auf Empfehlung von Freunden kamen auch Familie Verhoekx und Familie van der Beek in die Residenzstadt.

„Wir haben schon oft in Deutschland Urlaub gemacht. Auch in Thüringen waren wir schon einmal. Aber noch nie in Gotha. Freunde haben in den höchsten Tönen von Schloss Friedenstein geschwärmt. Und nun wollen wir auch wissen, wo der Urahne unserer Königin herkommt. Deshalb haben wir ein Zimmer in Friedrichroda gebucht und erkunden nun die Gegend rund um den Thüringer Wald“, erzählen die van der Beek´s. Und damit sind sie in guter Gesellschaft. Denn im vergangenen Jahr besuchten allein 42.155 Holländer den Landkreis und blieben für 113.132 Übernachtungen hier. Weit abgeschlagen mit 38.100 Übernachtungen folgen die Schweizer, die ihre Landsleute, die Österreicher, mit 37.932 Übernachtungen auf den 3. Platz verwiesen.

„Und doch könnte hier noch ein wenig mehr gehen“, sagt Dr. Bettina Aschenbrenner mit Blick auf die Auslastungszahlen. Zwar sind die im Vergleich zu den 1990er Jahren um gut 10 Prozent auf 40,4 Prozent gestiegen, aber ein achter Platz im Ranking des Freistaates Thüringen ist verbesserungswürdig.

Interessant sind auch die Zahlen, wenn man sich anschaut wie lange die Touristen in der Region verweilen. Bezogen auf Gotha sind das seit Jahren annähernd gleich, 2,9 Tage. Deutlich länger verweilen die Gäste mit 5,8 Tagen im Wartburgkreis. „Hier muss man aber klar differenzieren“, resümiert die Chefin des Tourismusverbands „denn in diese Zahl fließen die vielen Kurgäste mit ein, die das Bild verfälschen.“ Am kürzesten verweilen die Besucher in Erfurt und Eisenach mit im Schnitt gerade einmal 1,7 Tagen. Die vielen Kurgäste sind es auch, die die Zahlen bezogen auf die Städte und Gemeinen prägen. Während Friedrichroda hier deutlich mit 377.246 Gästen das Rennen macht, folgen Tabarz mit 184.865 Übernachtungen und Gotha mit 145.866 Bettenbuchungen auf den Plätzen. Die Gemeinde Nesse-Apfelstädt (42.654) und Luisenthal (38.860) liegen auch noch gut im Kurs. Trauriges Schlusslicht ist Waltershausen. Waren es im Jahr 2003 noch 20.448 Übernachtungen, blieben 2011 viele Betten leer. Gerade einmal 8.861 Mal Touristen schliefen im vergangenen Jahr in der Puppenstadt.

Bessere Vermarktung der Region scheint hier das Schlüsselwort zu sein. „Ja und nein“, konstatiert Dr. Aschenbrenner. „Wir sind als Verband im Durchschnitt auf 15 Messen pro Jahr und machen den Besuchern unsere Region schmackhaft. Leider assoziieren viele Touristen den Freistaat noch immer nur über die Bratwurst. Das zu ändern ist unser Ziel. Deshalb wollen wir im Verband unserer Kräfte bündeln und nicht auf jedem Dorffest präsent sein.“

Neue Prospekte und Flyer machen Thüringen und den Landkreis Gotha bekannter im Hinblick auf Radfahren, Städtereisen oder Familienabgbote. Und wer weiß ob jetzt nicht, da es zum ersten Mal einen Messeplan mit allen 70 Standorten gibt, es mit gebündelten Kräften am Ende zu vermehrten Buchungszahlen kommt. Der Attraktivität des Landkreises Gotha mit all seinen Sehenswürdigkeiten und Beherbergungsbetrieben würde es nur allzu gut tun.
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2 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 04.07.2012 | 12:46  
Uwe-Jens Igel aus Gotha | 04.07.2012 | 16:10  
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