Habe gerade gelesen, was bei Wikipedia unter „Flirt“ steht, weil

. . . mir dies vorgehalten wurde und ich es nicht so sah.
Also das ist so: Es macht mir Freude Menschen anzusprechen, ihre Reaktionen aufzunehmen, dabei freundlich bis fröhlich aufzutreten und durch Scherz oder Wortspielereien auflockernd zu wirken.

Wenn in Gotha Menschen stehen bleiben und sich neugierig umschauen, die Häuser betrachten und das Flair der Stadt einzuatmen scheinen, spreche ich sie an, ob sie zu Besuch in Gotha sind, ob sie ein spezielles Ziel haben und ich ihnen dazu Hinweise geben darf. Mitunter entsteht dadurch ein Gespräch. Dabei kann es sich um Paare oder Einzelpersonen handeln. –
Kein Flirt, meine ich.

Wenn Kinder unterwegs sind mit ihrer Mutti oder ihrem Vati und etwas gelangweilt schauen oder sich ziehen lassen (müssen), versuche ich in Gesten einen wortlosen Kontakt herzustellen. Möglicherweise ergibt sich ein Ansprechen. Dabei kommt es meist auch zu freundlichen Wortwechseln mit den Erwachsenen. –
Kein Flirt, meine ich.

Verkäuferinnen oder Bedienungen in einem Restaurant sind mein beliebtes Ziel, über Sachlichkeiten einen Flachs oder eine aufmunternde Bemerkung fallen zu lassen. Sollten sie „anspringen“ kommt es mitunter zu einem Wortgeplänkel. Im Wiederholungsfall bei einem erneuten Restaurantbesuch freue ich mich, wenn die Freundlichkeit und Gesprächsbereitschaft bestehen blieb und gar weitergeführt werden kann. –
Flirt? Auch hier meine ich: Nein.

Wenn es Frauen gibt, die mir sympathisch sind in ihrer Art, übereinstimmenden Vorstellungen haben, in dem, was sie tun / wissen / können, dann bin ich besonders froh über Kontakte und Möglichkeiten gemeinsamer Zeit und auch Möglichkeiten, etwas für sie zu tun, ihnen in dieser Art etwas geben zu können. Was erwarte ich da? Nichts weiter, als die Freude darüber in den Augen zu lesen und mit meinem Tun das Richtige getroffen zu haben. Einen Dank mit oder durch eine „Gegengabe“ möchte ich nicht, würde mich gar „verletzen“, weil mein Tun einfach eine Zuwendung ausdrücken sollte.
Mitunter sage ich dann auch mal: „Für Sie gehe ich bis ans Wasser – aber keinen Schritt weiter.“ –
Flirt? Mag es auch so aussehen, so ist es doch keiner, weil die damit verbundene Absicht nicht gegeben ist.

Nur bei einer begehrlich liebenswerten Frau kann ich mir vorstellen, meinerseits das Vorgenannte in einen Flirt zu steigern, was dann freilich ganz anders aussehen und mich durchaus wortkarger sein lassen würde, um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen oder diejenige zu verprellen.
Die Voraussetzung meinerseits dafür müssten dann allerdings sein, dass es Defizite gibt, die zu einem Flirt veranlassen oder/und ich gar auf der Suche bin.
Hihihi – kein Grund vorhanden, möchte ich da kurz und schmerzlos wie ausreichend bemerken.

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Allerdings gab es da mal etwas derart wirken Könnendes: Mit der geliebten Frau im Restaurant am Tisch sitzend sprach ich die Serviererin an und verwickelte sie in einen Wortwechsel, so dass sich die Geliebte hintenan gesetzt fühlte – mit Recht – und mich flirtend einschätzte.
Da habe ich allerdings unbeabsichtigt aber auch ohne Fingerspitzengefühl etwas übertrieben, weil ich mich verhielt als wäre ich alleine. Konnte die Situation erklären und mich entschuldigen.
Heute lachen wir beide darüber. (Das wird auch weiter so sein, wenn ich nicht ein weiteres Mal derart übertreibend entgleise.)

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Hannelore Grünler aus Artern | 07.09.2013 | 13:01  
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