"Hessliche" Treffen, die immer wieder Freude bereiten

Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich in Kassel arbeitete, dort viele Hessen kennen lernte, Freunde fand, gut aufgenommen wurde, mich wohl fühlte.
Die Firma ging in Insolvenz und jeder seiner Wege.

Doch mit drei Ehepaaren sind wir nach wie vor derart verbunden, dass wir miteinander telefonieren, wenn wir bei ihnen vorbeikommen sollten mindestens kurz zum „Guten Tag“-Verweilen gehen, uns jedes Jahr so um die Weihnachtszeit zu einem gemeinsamen gemütlichen Abend treffen.

Nun hatte das letztes Weihnachten nicht recht klappen wollen, so dass wir uns erst vor Tagen wieder zusammenfanden.

Die Vorfreude auf das Wiedersehen, die freudigen Begrüßungen und das tiefe Genießen des Zusammenseins waren so, als hätten wir uns erst vor wenigen Wochen getroffen und nicht nach vielen Monaten.
Dass wir Kollegen fachsimpelten und freilich gegenseitig wissen wollten, was und wie der aktuelle Stand des Lebens ist, wird niemanden verwundern.
Dass unsere Frauen sich viel zu erzählen hatten, konnte auch jeder sehen.
Wie stark dabei Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes aus den Zeiten gemeinsamer Arbeit in der Firma waren, stellten wir erst auf der Heimfahrt fest, als Heide und ich uns über den Verlauf des Abends austauschten!

Immer wieder gern erinnerten sich alle an den Lagerfeuerabend bei Günter, bei dem wir uns gegenseitig alle das DU anboten und gespannt darauf warteten, dass auch Wilfried sich dazu durchringen konnte.
Vor allem aber flossen Erinnerungen an unsere gemeinsamen Wanderungen mit all den Kollegen – wie ich den Hessen unseren Thüringer Wald und natürlich vor allem den Rennsteig zeigte, wie wir später um Hessens Edersee wanderten . . .
[ Davon schrieb ich bereits in einem Beitrag: Hier nachzulesen . ]

Vieles blieb unerwähnt, weil wir ja nur die wenigen Stunden zusammen im Restaurant „Zur Krone“ waren.
Als es ans Abschiednehmen ging, holte ich aus dem Auto die drei Rosen für die Frauen der Kollegen. Erstaunte Blicke!? Wie das?
Dann ein erkennendes Lächeln und „Aber der 8.März kommt doch erst noch!“
Mein „Naja, aber wir sehen uns doch bis dahin nicht nochmal und ich wollte doch wie früher Euch eine kleine Aufmerksamkeit schenken!“ wurde schmunzeln akzeptiert.
Ja, eine der Frauen erinnerte sich sogar noch, dass sie einmal aus dem Haus trat, in einem Kasten (m)eine stolz aufrecht stehende Nelke entdeckte und ihren Mann hinzurufend auf diese aufmerksam machte. Das führte zu seiner kurzen wie prägnanten Erklärung: Von mir ist die nicht!

Wenn alles gut geht und wir gesund bleiben, könnte es sein, dass wir uns bereits im Juni wieder treffen.

Einfach trefflich solche Treffen, möchte ich meinen!


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Hannelore Grünler aus Artern | 06.03.2013 | 03:18  
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