„Ich bin kein Oma-Typ!“

Lachen Sie nur! Natürlich kann ich das nicht sein. Aber beim MDR gibt es die Freitag-Sendung „Single-Time“, in der sich Single vorstellen oder durch das Verlesen Ihrer schriftlichen Darstellungen dem Hörer bekannt gemacht werden.

Wenn ich Freitag unterwegs bin, höre ich mir diese Sendung gerne an. Nicht, weil ich auf der Suche bin (ganz im Gegenteil!). Allein diese Vorstellungen interessieren mich im „was wird angegeben“ und vor allem „wie ist es verpackt“.

Und eben in dieser Sendung hatte ich schon einige Male gehört, dass Frauen – so etwa ab leicht über 60 – extra betonten, dass sie kein Oma-Typ seien.
Also rief ich den MDR an und fragte, was man denn für alte Vorstellungen von Omas habe. Dass man nur die Vorgaben wiedergäbe, stimmte mich dem MDR gegenüber wieder versöhnlich. Doch wer sagt denn so was und was will man damit erreichen!

Also wenn ich von meinem Omchen ausgehe, da traf noch viel zu von Omas, wie sie in Märchen geschildert wurden.
Als ich im jungen Mannesalter war und die erste Nacht komplett weg blieb, meine Eltern richtig schlussfolgerten, dass ich bei meiner späteren Verlobten / Frau gewesen sei, da wurde ich von meiner tränenüberströmten Mutti empfangen mit: Ach Junge, musst Du mich denn schon zur Oma machen?
Ich sah sie an, beschwichtigte, dass dem nicht so sei, und fragte, was denn daran gar schlimm oder beweinenswert sei?
Als sie es dann wurde, hatten unsere Kinder eine „zackige“ (nicht zickige) Oma, die mit ihnen viel machte und gar nicht der „Märchenoma“ entsprach.

„Oma-Typ“ – weshalb will man das nicht sein, weist das von sich?
Das kann doch nur damit zusammenhängen, dass man nicht alt oder gar auf dem Abstellgleis stehend erscheinen möchte. Doch Oma-Typ ist doch eher so zu verstehen, dass man mit den Enkeln noch viel unternehmen kann und will, dass man ein geliebten Anlaufpunkt der Enkel ist, dass man gerne mit den Enkeln zusammen ist.
Also kurz gesagt, ist „Oma-Typ“ doch eher eine Auszeichnung, ein gutes Charaktermerkmal!

Als sporadischer Zuhörer der „Sinle-Time“-Sendung des MDR würde ich mir eine „reifere Frau mit Oma-Typ-Betonung“ eher interessant und voll im Leben stehend vorstellen!
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