Johann Volkmar Sickler Teil1: Sickler der wissbegierige Bub, Schüler, Student und Freund

Wann? 26.02.2012 14:00 Uhr

Wo? Informationszentrum Wasserburganlage/Insel, An der Wasserburg, 99869 Günthersleben-Wechmar DE
Günthersleben-Wechmar: Informationszentrum Wasserburganlage/Insel | Am 19.01.1742 wurde Johann Volkmar Sickler, als Sohn eines Branntweinbrenners in Günthersleben geboren. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf.

Sein Lehrer Johann Volkmar Noth war dem kleinen Johann, der strebsam und eifrig war, angetan. „Der Bub begreift schnell und interessiert sich für alles“, soll er über seinen Schüler gesagt haben. Schon früh musste er nach dem Unterricht seinem Vater helfen.

Johann Volkmar Sickler studierte in Jena Theologie, die „Fachrichtung unbemittelter Söhne“. Die Alma Mater Jenensis war zum damaligen Zeitpunkt die ernestinische Landesuniversität mit der Dominanz des Geistes- und Naturwissenschaften. Herzog Ernst der Fromme hatte guten unbemittelten Schülern die Studiermöglichkeit gegeben. Auf Grund seiner schulischen Leistungen genoss Sickler eine Freistelle. Dadurch kam er auch in den Genuss einer täglichen warmen Suppe. Seine geringen finanziellen Mittel erlaubten ihm nicht die Teilnahme am „rohen, liederlichen und verschwenderischen Studentenleben“. Dennoch pflegte er den intellektuellen Austausch mit Gleichgesinnten. Eine tiefe, ein Leben lang andauernde Freundschaft verband ihn mit seinem Kommilitonen Friedrich Johann Justin Bertuch. Am Ende des Studiums war er jedoch nicht in der Lage das Prüfgeld von 5 Karolinen zu bezahlen. Er bat um Ermäßigung.

1769 war Sickler Hauslehrer beim Altenburger Oberamtshauptmann Carl Ludwig Alexander von Seebach. In seiner Altenburger Zeit pflegte er enge Kontakte „mit den in diesem Landstrichen lebenden geistigen Eliten“. Häufig war er Gast bei der Familie Bachoff von Echt. Als jene einen Hauslehrer suchten, vermittelte Sickler eine Begegnung mit Bertuch. Aus einem Eintrag im Bertuchs Stammbuch geht hervor, dass Sickler weiter im Haus Bachoff Gast war und seine Freundschaft zu Bertuch pflegte.

Wer mehr über den Pomologen und Begründer des Obstbaus "Fahner Höhe" wissen möchte, der Geschichtsverein Günthersleben e.V. öffnet am Sonntag, den 26. Februar sein Sonderausstellung im Informationszentrum für Geologie und Regionalgeschichte "Wasserburg" Günthersleben.
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3 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 14.02.2012 | 23:06  
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Karin Jordanland aus Artern | 15.02.2012 | 08:52  
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Hannelore Grünler aus Artern | 17.02.2012 | 03:37  
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