Kleine Wissenschaftler am Werk - Schüler experimentieren in Erfurt mit neuen Energien

„Oh, das dreht sich ja wirklich!“ Schüler der Hasenklasse staunen über die Kraft der Sonne, die ihr kleines Rädchen in Bewegung setzt.
 
Antje Klauß-Vorreiter erklärt den jungen Forschern der Montessori-Integrationsschule Nohra „Theodor Hellbrügge“ die Funktionsweise von Solarenergie anhand eines Experimentierbaukastens.
Erfurt. Energie zum Anfassen - das klingt spannend, fanden auch Schüler aus Nohra und nutzten einen Schüler-Experimentier-Vormittag in Thüringens ersten Solarladen zum praktischen Lernen.


Mittwochmorgen auf der Langen Brücke in Erfurt. An der Tür schlägt dem Besucher Stimmengewirr entgegen. Gerade sind die Schüler der Montessori - Integrationsschule Nohra „Theodor-Hellbrügge“ eingetroffen. Antje Klauß-Vorreiter vom Landesverband Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie DGS e.V. begrüßt die kleinen Gäste und stellt den Ablauf des Schülervormittages vor. Schnell hat sie die volle Aufmerksamkeit der Sechs- bis Zehnjährigen.


„Fossile Energien sind schon sehr alt“, erklärt die Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen. „Steinkohle ist zum Beispiel schon über 260 Millionen Jahre alt.“ Tief beeindruckt tragen die Kinder in der Diskussion die verschiedenen fossilen Energieformen zusammen. Aber auch bei den erneuerbaren Energien wissen sie schon bestens Bescheid: Auf die Frage, welche Energieformen sie bereits kennen, nannten die jungen Forscher auch das neue Biomassekraftwerk in Nohra. Lehrerin Babett Weinschenk und Sonderpädagogin Regina Brockelt sind stolz auf das Wissen ihrer Schützlinge: „Die Kinder haben diesen Tagesausflug auf Initiative einer Mutter selbst vorgeschlagen! Hier gibt es heute Solartechnik zum Anfassen.“


Nach einer kurzen Einführung lernen die Schüler hier in kleinen Gruppen unter Anleitung von Antje Klauß-Vorreiter durch Ausprobieren die Funktionsweise der Photovoltaik kennen. Gemeinsam sollen in verschiedenen Experimenten mithilfe von Solarbaukästen kleine technische Objekte entstehen, die tatsächlich Strom produzieren und scheinbar „wie von Zauberhand“ funktionieren. Die Ergebnisse werden dokumentiert und dienen somit gleichzeitig als Lernstoff im naturwissenschaftlichen Unterricht. „Wir wollen als Verein dazu beitragen, Solarenergie bekannter und für jedermann verständlich zu machen“, erklärt die Vorsitzende. „Gerade die Kinder wachsen doch mit dieser Form der erneuerbaren Energie auf und sollten wissen, wie durch die Energie der Sonne Strom produziert wird.“


Dieter Ortmann, Geschäftsführer von maxx-solar & energie und Vorstandsmitglied des Thüringer Industrieverbandes SolarInput e.V. beobachtet das Geschehen aus dem Hintergrund. „Ich finde es wichtig, die Kinder schon heute an neue Formen der Energiegewinnung heranzuführen – sie sind schließlich keine Zukunftsmusik, sondern bereits Gegenwart.“


Während eine Gruppe mithilfe der Solarbaukästen die Technik erforscht, testet eine weitere Gruppe Solarspielzeug auf Herz und Nieren. Auch die Sonne spielt mit – vor dem Laden freuen sich die Kids über die aus Solarenergie eifrig rotierenden Ventilatoren, Fahrzeuge und Blumen. In einem sind sich die kleinen Wissenschaftler einig: wie kann Technik besser erklärt werden, als durch Ausprobieren? Die Schüler-Vormittage sind übrigens kostenlos. Interessierte Thüringer Schulen sind herzlich eingeladen, ebenfalls mit Klassen oder Lerngruppen an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Informationen gibt es unter www.solarladen-erfurt.de oder unter 03 61-55 04 99 55.
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