Kleinste Fußballausstellung in Tabarz ist am kommenden Mittwoch im MDR zu sehen

Tabarz/Thüringer Wald: Zentrum | Wenn das Fernsehteam von „Außenseiter-Spitzenreiter“ zum Drehtermin kommt, dann muss es sich schon um etwas Besonderes handeln. Und genau das bescheinigt Hans-Joachim Wolfram der Ausstellung „Fußballzeitreise“ in der Tabarzer Lindenstraße. Bekannt geworden ist sie als kleinste Fußballausstellung. Es war mehr ein Attribut für die Größe der Ausstellungsfläche und entspricht absolut nicht der erstaunlichen Fülle an Informationen auf kleinstem Raum.

Die Sendung „Außenseiter-Spitzenreiter“ ist Kult. Es ist auch die älteste Sendung im deutschen Fernsehen und Moderator Hans-Joachim Wolfram eine Persönlichkeit. Um so überraschter war Marcel Wedow, als er die Drehanfrage vom MDR erhielt. Von einer schweren Krankheit kaum genesen und noch immer sichtlich gesundheitlich angeschlagen hatte er sich nach längerer Zeit dennoch überreden lassen, über seine Ausstellung und deren Anliegen vor der Kamera zu berichten. Wer ihn und die Ausstellung kennt weiß, weshalb er es tat, denn jegliche Einnahme des kleinen Fußballmuseums geht in soziale Projekte, und so wird es auch bleiben. Ihn persönlich würde es zusätzlich psychisch für den Kampf gegen die Krankheit stärken, meinte er.

Teamgeist und Fußball als Paradesport für kameradschaftlichen Zusammenhalt, gerade während früherer Zeiten, die Geschichte des Sportes und die Geschichten der Spieler stehen hier als einzige im Mittelpunkt. Je mehr Besucher dies interessiert, um so mehr klingelt es in den Kassen... anderer wohlgemerkt. Nämlich derer, die es wirklich benötigen, und das sind hier vor allem sozial bedürftige Kinder. „Das soziale Anliegen sei modern geworden, wird heute leider allzu gerne als Aushängeschild benutzt“, sagt auch Hans-Joachim Wolfram. Bei der „Fußballzeitreise“ in Tabarz ist es keine Modeerscheinung, sondern Motivation aller Mitwirkenden und Förderer von Beginn an. Davon durfte sich auch das Fernsehteam selbst überzeugen.

Marcel Wedow und sein Vater Karl-Heinz haben den Anfang gemacht. Ihre eigene Fußballleidenschaft wurde zur Grundlage für diese Idee. Ehefrau Silke zog im Hintergrund unterstützend mit, und so war sie entstanden – auf nur 16 qm Raum. Sie wuchs und wuchs in der Anerkennung von außen, weil da einer mit Begeisterung und Herz dabei ist und merkte, was er mit ihr alles bewegen und bewirken kann. Immer mehr Personen stießen hinzu, namhafte Fußballer stellten Einmaliges zur Verfügung.

Das steckte auch Ex-DDR-Liga­spieler Hans Ullrich Klemm an, und er schrieb ans Fernsehen. Weitere Briefe gaben den Ausschlag zum Dreh.
Mittlerweile hat die „Fußballzeitreise“ eine eigene Homepage mit zahlreichen Besuchern, entstanden mit Hilfe eines weiteren Fans der kleinen Ausstellung, Rechtsanwalt Christoph Scholze. Sogar Nicht-Fußballer Gustav-Adolph „Täve“ Schur schickte Marcel Wedow zum Drehtermin eine DVD mit persönlicher Widmung.

Bei allem, was schnell wächst, gar berühmt wird, gibt es eine Gefahr: Dass das Eigentliche und Ursprüngliche verlorengeht, oder andere auf den Zug aufspringen. Die Initiatoren sind daher äußerst vorsichtig, damit genau dies mit der Ausstellung nicht passiert. Sie wird auch weiterhin nicht Einzelne in den Vordergrund stellen, sondern den Fußballsport und seine Geschichte(n) in ihrer Gesamtheit. Sie wird „klein“ bleiben und Interessantes vermitteln, Gelder für Notleidende sammeln.

Es gibt eben immer auch „Außenseiter“ vom Trend, und das ist gut so, wie man sieht. Zu sehen sein wird der Beitrag in „Außenseiter-Spitzenreiter“ am 5. Oktober im MDR.
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Daniela Große aus Gotha | 18.10.2011 | 19:50  
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