Küsschen von Husky Greta

Turbo auf vier Pfoten. 100 bis 200 Kilometer pro Tag sind für einen Husky überhaupt kein Problem.
Tambach-Dietharz/Thüringer Wald: Huskyerlebnisse | Einen Hundeschlitten durch den Thüringer Wald zu lenken, ist gar nicht so schwer - findet Redakteurin Sibylle Reinhardt

"Go!" Bewegungshungrig preschen die Schlittenhunde los. Ich liege mit der Kamera im Schnee. Warte auf das perfekte Motiv. Ganz nah rennt der Hundetross vorbei - und ein Sibirian Husky mit ausgestreckter Zunge direkt auf mich zu. Schlapp, schlapp. Schon werde ich abgeschleckt. "Unsere Greta küsst sehr gerne", amüsiert sich Schlittenhundeführerin Julia Kraft. Na ja, wenigstens bin ich der Hündin nicht unsympathisch. Eine gute Voraussetzung für mein bevorstehendes Abenteuer als Musher.

Es bedarf keiner Polarexpedition, um selbst einmal einen Hundeschlitten zu lenken. Seit zwei Jahren bietet Familie Kraft aus Tambach-Dietharz dieses rasante Erlebnis mitten im Thüringer Wald für jedermann an. Julia Kraft und David König gehören zum Team. Auf dem Parkplatz unterhalb des Schneekopfes bitten sie mich und zwei weitere Laien zum Trockentraining. "Ohne klare Kommandos machen die Hunde, was sie wollen", führt uns David König vor Augen. Das will keiner. Also üben wir: "Go!" für los, "Haaalt!" für halt, "Easy!" für langsam, "Gee!" für rechts und "Haw!" für links. Das lässt sich merken. Ebenso die Grundstellung auf dem Tiefschneeschlitten. "Die Füße gehören auf die Kufen und beide Hände an den Handgriff. Wird‘s zu fix, einfach die Krallenbremse treten." Alles klar.

Mittels Bauchgurt und elastischer Leine am Schlitten fixiert, feure ich Minuten später die angeschirrten Hunde an. Vier Energiebündel, vier verschiedene Charaktere. Allen voran Anook, ein Sibirian Husky mit stechend blauen Augen und Leithund-Qualitäten. Für David König ist er der "Intelligenteste im Rudel, clever genug, um einem Streit mit den Größeren aus dem Weg zu gehen." Denn zum siebenköpfigen Rudel gehören auch zwei Alaskan Malamutes - Schlittenhunde, die locker 15 Kilogramm mehr als der Husky auf die Waage bringen.

Erst stehe ich wackelig auf den Kufen. Doch nach einem Kilometer habe ich die Kurventechnik raus. Es funktioniert wie beim Skifahren: einfach das Gewicht auf den Kufen verlagern. Immer flotter geht es auf der Piste voran und am Ende gibt‘s für den Spaß ein Musher-Diplom.

Und das habe ich außerdem gelernt:
- Huskys können ihre Pfotentemperatur auf 0 Grad absenken. So pappt der Schnee nicht an ihren Pfoten.
- Ein Husky wiegt im Durchschnitt 25 Kilogramm, ist aber in der Lage, das Neunfache des Körpergewichtes zu ziehen.
- Ein Grund für die enorme Leistungsfähigkeit der Huskys ist ihr erhöhter Hömoglobinwert, der für eine optimale Sauerstoffversorgung sorgt.
- Zweimal die gleiche Strecke zu laufen, darin sehen Huskys keinen Sinn. Das liegt wohl an ihren Wolfsgenen. Auch ein Wolf, der täglich ein großes Revier abläuft, wählt immer eine neue Strecke.

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Petra Seidel aus Weimar | 22.01.2012 | 09:50  
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Thomas Twarog aus Erfurt | 22.01.2012 | 11:13  
Axel Heyder aus Erfurt | 22.01.2012 | 20:35  
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