Langer Donnerstag: Mehr als 60 Geschäfte beteiligen sich und öffnen ihre Läden bis 20 Uhr

Andreas Dötsch, MultiMedia-Store, und Manuela Seybt von Barrique wollen den langen Donnerstag in Gotha fest etablieren.
Gotha: Innenstadt | Was in großen Thüringer Städten Usus ist, soll nun auch in der Gothaer Innenstadt funktionieren – der lange Donnerstag.

Schon vor Wochen eilte deshalb der Ruf: „Geld bitte bis 20 Uhr in Gothas Altstadt ausgeben“ durch Geschäfte und Filialen. „Wir wollen, dass viele endlich gemeinsam an einem Strang ziehen und etwas für die Belebung unserer Innenstadt tun“, sagt Andreas Dötsch, vom MultiMedia-Store in der Mönchelsstraße, einer der Organisatoren der Aktion.

„Diesen Aufruf sich ab Ende August zukünftig an jedem Donnerstagabend an einer einheitlichen Ladenöffnung bis zwanzig Uhr zu beteiligen, haben wir an alle Geschäfte in der Innenstadt verschickt“, ergänzt Manuela Seybt vom Barrique Gotha in der Erfurter Straße.

Auch an die Chefetagen aller großen, zum Teil bundesweit agierenden Handelsunternehmen, die Filialen in der Gothaer Innenstadt betreiben, erging diese Bitte.

Inzwischen haben mehr als 60 Geschäfte im Internet unter www.einkaufen-in-gotha.de ihre Teilnahme angekündigt. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Manuela Seybt und Andreas Dötsch fügt hinzu: „Besonders freuen wir uns über die Zusagen der Filialisten. Von der Müller-Drogeriekette und von Ihr Platz erhielten wie sogar ein persönliches Zusage-Schreiben der Führungsspitze. Man ist dabei, neben den häufigen kulturellen Angeboten auch über den Handel wieder mehr Leben in die Gothaer Innenstadt zu bringen und gut eingeführte Namen sollen da nicht fehlen.“

Plakate und Flyer sind schon lange gedruckt und liegen in vielen Geschäften aus. Die Initiative der Beiden, die im Verein Händlerring Gotha, in dem sie ebenso führend mitwirken, viel Anklang findet, ist sie auch eine Antwort auf die Pläne zum Bau eines Einkaufszentrums zwischen Moßler- und Gartenstraße. „Es geht natürlich weit darüber hinaus“, argumentiert Andreas Dötsch im Gespräch.

Auch wenn über dessen Bau noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, so wollen sie doch, noch bevor der erste Kunde das im Volksmund „Glitzerpalast“ genannte Objekt betritt, den lngen Donnerstag zeitlich und örtlich als gute Einkaufsadresse über Gotha hinaus dauerhaft etablieren. „Nur wenn die Händler Stehvermögen beweisen und die Einheimischen auch daran denken, dass es für ihre Heimatstadt nützlich ist und sie attraktiver macht, wenn sie ihr Geld im Falle gleichwertiger Angebote lieber hier als auswärts ausgeben“ so Dötsch, „dann macht die ­Gothaer Innenstadt einen deut­lichen Schritt nach vorn.“

­Mit dem langen Donnerstag hätte Gotha ein Alleinstellungsmerkmal unter den Kleinstädten der Region. Das kann man sich einprägen. Darüber hinaus wird an die öffentliche Verwaltung von Stadt und Landkreis appelliert, sich mit Sprechzeiten am Donnerstag bis 20 Uhr an der Initiative zu beteiligen.
Gemeinsam mit der ­Kultourstadt GmbH strebt der Händlerring-Verein auch für die Samstage eine einheitliche Kernöffnungszeit von 10 bis 16 Uhr an. Ein konkreter Beschluss dazu steht noch aus, doch man will sich am heutigen Mittwoch, um 19.30 Uhr, im Theatercafé treffen und auch darüber noch ­einmal beraten.

Offen ist aus Sicht der Händler noch auch noch immer das Parkplatzproblem. Hier gibt es verschiedene Überlegungen, das Einkaufen auf originelle Weise mit kostenfreiem Parken zu verbinden.
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