Marketing auf Vereinsebene: Tipps zur erfolgreichen Bewerbung kommender Vereinsfeste

In der kühleren Jahreszeit können Vereine wieder einige Festivitäten veranstalten. Ob es nun ein Herbst-, ein Sankt Martins- oder ein Weihnachtsfest ist, auf denen es neben wärmenden Getränken ein Unterhaltungsprogramm gibt. Verschiedene Werbemaßnahmen im On- und Offlinebereich sorgen dafür, dass die Vereinsveranstaltung überregional bekannt wird. (Foto: Fotolia.com)
 
Mit Werbemaßnahmen auf den sozialen Netzwerken wird vor allem die jüngere Zielgruppe erreicht. Diese teilen die Inhalte wiederum untereinander, so dass die Werbung für die Vereinsveranstaltung meist automatisch verbreitet wird. (Foto: Fotolia.com)
 
Ein weißes Plakat: Dies ist selbstverständlich nicht ansprechend, wird diesem jedoch ein zur Veranstaltung passendes Design verpasst, erreicht es etwa innerhalb einer Woche rund 90 Prozent einer Zielgruppe. (Foto: Fotolia.com)

Das nächste Vereinsjubiläum oder das Herbstfest des Vereins steht an? Dann heißt es, vorausschauend planen, damit das Fest ein Erfolg wird und die Ausgaben für die Gestaltung wieder reingeholt werden. Ein wichtiger Pfeiler bei der Planung ist in jedem Fall die Werbung, denn nur durch Aufmerksamkeit werden schließlich Besucher gewonnen. Doch welche Werbemaßnahmen können Vereine auf lokaler und regionaler Ebene für sich nutzen, um Besucher für das Oktoberfest oder die alljährliche Halloweenfeier zu begeistern?

Was ist bei der Planung zu beachten?


Bevor sich jedoch an den Designtisch begeben und Plakate und Flyer entworfen werden, ist es wichtig, die Ziele und vor allem die Zielgruppe der Vereinsveranstaltung zu bestimmen. Denn nur mit dem Wissen über die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe, sind Werbemaßnahmen von Erfolg gekrönt. Bei der Betrachtung sind vor allem Merkmale wie Alter, kultureller Hintergrund oder der Bildungsstand entscheidend. Meist geht mit der Festlegung des Zielpublikums auch die Art der Veranstaltung einher. Die Veranstaltungen können aus rein informativen Zusammenkünften, Festen mit organisierten Tanzdarbietungen oder unterhaltenden Feierlichkeiten zum Mitmachen wie einem thematisch ausgerichteten Festival bestehen. Ein Oktoberfest, das mittlerweile über die bayerischen Grenzen hinaus an Beliebtheit gewonnen hat, gehört unter anderem zu den alljährlichen Festivitäten, die in der Regel zielgruppenübergreifend sind.

Die einfache Verbreitung per „Flüsterpost“

Die Mund-zu-Mund-Propaganda, gehört zur ursprünglichen Form des Marketings. Sie ist nicht auf Werbemaßnahmen angewiesen, sondern ist sozusagen eine rein gesellschaftlich beeinflusste und nicht medial begründete Marketingform. Denn wie haben die Menschen auf dem Land früher von Veranstaltungen auf den Dörfern erfahren? Genau, über die mündliche Informationsweitergabe der Dorfbewohner, die sich ab und an für einen Ausflug oder den Besuch von Verwandten aufs Land begeben haben. Die „Flüsterpost“ ist aber auch im heutigen Marketingdschungel immer noch wichtig – mit dem Unterschied, dass sie meist mit der englischen Bezeichnung „Word-of-Mouth“ verwendet wird. Hat der Verein bereits durch vorangegangene Veranstaltungen einen positiven Eindruck hinterlassen, werden kommende Events von Teilnehmenden an den Bekanntenkreis weiterempfohlen oder diese zu den Feierlichkeiten eingeladen. Als besonders effektiv erweist sich außerdem die Weiterempfehlung über soziale Netzwerke. Je mehr Daumen ein Event erhält oder je mehr positive Kommentare, desto mehr Aufmerksamkeit erhält der Verein. Die Mundpropaganda läuft heute also immer mehr über die sozialen Medien ab.

Werbung in der digitalen Welt : Soziale Medien als kostenlose und weit vernetzte Werbeplattformen


Das Internet beziehungsweise die digitalen Medien werden immer mehr zu Mitmachnetzwerken, die für jeden erreichbar sind und in denen vor allem jeder das Recht auf Mitsprache hat. Online sind deshalb mittlerweile verschiedene Ziel- und Altersgruppen erreichbar. So können Vereine ihre Veranstaltungen unkompliziert auf einer kostenlosen Facebook-Präsenz platzieren und nicht nur die Eckdaten eingeben, sondern zudem einen entworfenen Flyer oder Bilder einstellen, die die Informationen zum einen grafisch aufbereiten und zum anderen ansprechender wirken und nicht nur über die Text-, sondern auch die Bildsprache Lust auf die Veranstaltung machen. Denn es heißt wohl nicht ohne Grund: „Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte.“ Die Verbreitung von Bildern auf sozialen Kanälen ist nicht nur aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und dem direkten Kontakt zu den Besuchern lohnenswert. Zudem sprechen die Nutzerzahlen für den Gebrauch sozialer Medien als Werbemittel. Denn Zahlen zur Nutzung von Social Networks zeigen, dass alleine Facebook pro Monat von etwa 1,7 Milliarden Menschen genutzt worden ist (Stand Juli 2016).

Plakatwerbung – Vom Design bis zur ausgewählten Platzierung


Ein weiteres Werbemittel, das sich bereits vor der Digitalisierung als probates Mittel zum Werben erwiesen hat, ist das Plakat. Dessen Entwurf kann in Absprache mit den Vereinsmitgliedern oder – je nach Budget – zusammen mit einer Werbeagentur designt werden. Beim Design sollte wiederum auf die Vorlieben der Zielgruppe eingegangen werden. Denn junge Menschen fühlen sich meist durch Gleichaltrige oder bunte Farben angesprochen, während ältere Semester oft eher auf ein dezentes Design achten. Generell erreicht Plakatwerbung jedoch innerhalb einer Woche etwa 90 Prozent der Menschen beziehungsweise der Zielgruppe. Über die gezielte Platzierung hinaus, ist es zudem wichtig, dass das Plakat eine gewisse Größe hat, damit dieses ins Auge sticht und möglichst zwischen anderen Werbeplakaten auffällt. Um die Vereinsveranstaltung zusätzlich zu bewerben, eignen sich Handflyer, die das Plakatdesign aufgreifen sollten, um eine Art „Corporate Design“ (einheitliches Design) herzustellen, welches die Veranstaltung in Groß- und Kleinformat einfacher in Erinnerung behalten lässt. Die kleinen Werbezettel können breit verteilt werden. Dazu bietet es sich an, regionale Stellen, ob nun Kindertageseinrichtungen, Rathäuser oder auch Tankstellen, anzufahren. Meist können die Flyer dort auf Nachfrage an der Kasse oder am Ein- beziehungsweise Ausgang in direkter Griffweite ausgelegt werden. Damit die Flyer in möglichst hoher Auflage und vor allem an mehreren Orten verteilt werden können, sollten diese ebenso wie die Plakate in großer Auflage gedruckt werden. Höhere Auflagen sind außerdem günstiger und somit nicht nur für die Vereinswerbung, sondern auch den Geldbeutel rentabler als kleine Stückzahlen von 50 Flyern/Plakaten. Damit das Design auf jedem einzelnen Werbeträger zur Geltung kommt, sollte die Übermittlung der Druckdateien im Farbmodus CMYK passieren und die Daten außerdem mit herunterladbaren ICC-Profilen für den Offsetdruck angelegt werden. So kann die Druckerei die Werbemittel unkompliziert und vor allem farb- und designgetreu im Offsetdruck abbilden, so dass die verschiedenen Farbnuancen von Flyern und Plakaten wie gewünscht auf die Betrachter einwirken.

Anzeigenschaltung im regionalen und überregionalen Bereich


Ähnlich wie Plakate und Flyer eignen sich Anzeigen für eine flächendeckende Veranstaltungswerbung – und zwar flächendeckend im Sinne von regionaler und überregionaler Verbreitung. Mit Anzeigen in Regional- oder Tagesblättern, die oft kostenfrei zweimal pro Woche in den Briefkästen der Anwohner landen, können Vereine ein breites Publikum erreichen. Besonders für die Zielgruppenansprache der Generation 50plus eignen sich Printmedien, obwohl diese meist bereits das Internet nutzen, werfen sie im Gegensatz zur jüngeren Generation wohl insgesamt doch häufiger einen Blick in die Printversion als auf die Onlinepräsenz einer Zeitung. Platziert werden sollte die Anzeige mit den Informationen zur Vereinsfeier bestenfalls im Lokalteil. Die Kosten für Werbeanzeigen hängen von der Größe, der Platzierung, der Zeichenzahl und oft vom Aufwand der grafischen Gestaltung ab. Um Kosten und Reichweite der Anzeigenschaltung kalkulieren zu können, sollte sich der Verein deshalb vorab mit Vorgehensweisen für effiziente Anzeigenplanung auseinandersetzen.

Alleinstellungsmerkmale schaffen: Rabatte oder Special Guests


Möglichst hohen Zulauf können Vereine aber nicht nur über grafische Werbemaßnahmen erreichen, die durch ein einheitliches Design auffallen und auf verschiedenen Kanälen, ob im Print- oder Onlinebereich, verbreitet werden. Auch Rabattcoupons für Getränke, die unter anderem mit den Flyern ausgegeben werden können oder Verlosungen, die mit Preisen locken, können Einfluss auf die Entscheidung für die Teilnahme an der Feierlichkeit haben. Oft gibt es außerdem regionale Bands, die bereits über einen gewissen Umkreis hinaus Bekanntheit erlangt haben. In der Regel verfügen diese im digitalen Zeitalter über eine eigene Onlinepräsenz, über die sie zu kontaktieren und zu buchen sind. Diese Art der musikalischen Live-Untermalung sorgt nicht nur für Stimmung, sondern ist ein weiteres effizientes Mittel, um für Veranstaltungen zu werben. Bekannte Bands können Musikinteressierte und bereits eingefleischte Fans für die Vereinsfeier gewinnen lassen und die Bands sehen regionale Veranstaltungen, die überregional beworben werden, meist als Möglichkeit zur Gewinnung von neuen Anhängern. Bei musikalischer Untermalung bietet sich zudem die zusätzliche Bekanntmachung und Bewerbung der Feier über ein Lokalradio an.


Bilder:

Abbildung 1: © Kzenon – fotolia.com (#72469137)
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