Mein Lebensgefühl Rockmusik...von Hartmut Helms

Wann? 08.07.2015 19:00 Uhr

Wo? Kunst Forum , Querstraße 13, 99867 Gotha DE
Gotha: Kunst Forum | Hartmut Helms, „Mein Lebensgefühl Rockmusik“,
Edition Bodoni, ISBN 978-3-940781-24-6

Man schrieb das Jahr 1964, als Hartmut Helms, nach sieben Jahren Unterricht in der Musikschule, seine Violine gegen eine Gitarre eintauschte, auf die er einen Tonabnehmer schraubte. Die Beatles hatten ihn mit „She Loves You“ hellhörig werden lassen, die Rolling Stones machten ihn mit „Satisfaction“ aufmüpfig und The Who brachen mit „My Generation“ in sein Herz ein. In den Folgejahren wurde er beim Hören von Rias II, insbesondere der Sendungen mit Barry Graves, sachkundig und nebenbei erlebte er alle frühen Stars der DDR-Beatmusik live beim Jugendtanz:
Theo Schumann, Uve Schikora, Berolina Singers, Sputniks, Fred Herfter, Klaus Renft Combo, Bürkholz Formation, Klosterbrüder, Puhdys und, und, und.
Mit Team 4 erlebte er den Aufbruch von Beatmusik in deutscher Sprache. Er hörte die Czerwone Gitary, Anawa und Czeslaw Niemen in polnisch singen sowie Omega, Illes und Locomotiv G.T. in ungarisch. Das slowakische Collegium Musicum und Fermata gehören bis heute zu seinen Favoriten.

Für Hartmut Helms gab und gibt es bis heute weder West- noch Ostmusik, sondern immer nur die Musik, die er mochte und mag – „ seine Musik“. Sie hat ihn emotional geprägt und über Grenzen hinaus denken und fühlen gelehrt. Seinem schottischen Freund verdankt er schon zu DDR-Zeiten eine umfangreiche Platten- und Musiksammlung von Künstlern, die ihm sonst verborgen geblieben wären: Nick Drake, Sandy Denny, Strawbs, Curved Air, Steeleye Span, Fairport Convention oder die Carthy Family.

Bis zum Ende der DDR hatte Hartmut Helms 20 Jahre „in der Kultur“ gearbeitet, Rock-Konzerte und Liedermacher-Abende organisiert und unvergessliche Erlebnisse gehabt. Vor zehn Jahren, nach dem Tod von Klaus Renft, ist er wieder tief in die Szene eingetaucht, um sie zu „scannen“ (Till Patzer) und von seinen Erlebnissen, Gedanken und Emotionen zu schreiben. Aus all dem ist vor Jahren sein Buch „Mein Lebensgefühl Rockmusik“ entstanden – „ein seltener Einblick in die musikalische Zeitgeschichte zwischen 1960 und 2010“ (Bodoni). Alles, was danach geschah, kann man auf seiner gleichnamigen Webseite www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de nachlesen.


Der Autor berichtet über eine Zeitreise durch ein aufregendes, wildes, aber auch nachdenkliches musikalisches (Er-)Leben, das er als zeitweiliger Konzertveranstalter und kompetenter Musikfreund niederschrieb. Hochinteressant sind seine Erfahrungen, die er in dieser Funktion mit verschiedenen Institutionen der DDR erlebte.

Die Tickets sind für 5 Euro an der Abendkasse in KunstForum erhältlich.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige