Meine Ferien als Indianer

Dustin (hintere Mitte) mit seinen Freunden und den Betreuern des Indianercamps am Kinder- und Jugendzentrum Big Palais in Gotha.
Gotha: Innenstadt | Wenn neun Kinder zwischen sieben und elf Jahren einen Stammesrat abhalten, sich mit „Rote Feder“, „Heller Blitz“ und „Listiger Lurch“ anreden, eigene Waffen oder Indianerkleidung herstellen und tragen, dann ist es Zeit für das Indianercamp im Big Palais Gotha. Eine Woche lebten fünf Indianer, vier Squaw und drei Betreuer das Leben der amerikanischen Ureinwohner.
Der 11-jährige „Große Adler“ Dustin erzählt begeistert von seiner Ferienwoche:

„In den fünf Tagen haben wir viel erlebt, so dass keine Langeweile oder Heimweh aufkamen. Nur mein Handy fehlte mir manchmal. Wir stellten unsere Kleidung selber her, bastelten Schuhe und Schmuck und kochten selber unser Essen, welches wir vorher im Supermarkt gejagt haben. Jeden Morgen hielten wir den Stammesrat ab und planten unseren Tag. Es wurden die Tagesaufgaben verteilt: Zeltaufbau, Essens- und Aufräumdienst, Lagerfeuerglut halten und einen Kamerazuständigen gab es auch, um die Woche in Bildern festzuhalten.

Geduscht wurde im Freien unter einer Solardusche. Eigentlich sollte die Sonne das Wasser erwärmen, aber die schien dafür nicht oft genug.
Oft unterhielten wir uns über das Leben der Indianer. Wir erfuhren, wie sie mit den Bleichgesichtern handelten und tauschten und wie es dazu kam, dass das Indianerland eingenommen wurde. Besonders interessant war für mich, dass die Indianer Speerspitzen aus Bratpfannen herstellen konnten und eine ganze Familie zusammen in einem Tipi schlief. Indianer konnte sich anschleichen ohne Spuren zu hinterlassen und vergruben manchmal ihre Nahrung, damit sie länger haltbar bleibt und geschützt ist. Meine Freunde und ich dachten uns eine eigene Zeichensprache aus, sangen und trommelten und hatten viel Spaß am Lagerfeuer. Am Donnerstag war der Sonnentag. Die Sonne sollte endlich wieder scheinen und dafür opferten wir unseren Häuptling „Stiller Fels“ und banden ihn an den Marterpfahl, mit Erfolg, denn die Sonne kam zwischen den Wolken hervor.

Ein Ausflug auf den Reiterhof Luisenthal begeisterte mich: Wir durften die Pferde striegeln und führen. Natürlich sind wir auch geritten. Ich war besonders mutig, kniete mich auf das Pferd und streckte die Arme in die Höhe.
Manchmal fühlte sich ein Tag an wie drei Tage. Wir erlebten so viel und wenn abends Nachtruhe war, schliefen wir um zehn noch lange nicht, sondern quatschten heimlich auch mal bis ein Uhr.

Mir haben diese Tage richtig gut gefallen und beim nächsten Mal bin ich sicher wieder dabei.“

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Uwe Zerbst aus Gotha | 27.07.2011 | 19:07  
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