Poesie aus Sand

Katrin Weißensee aus Crawinkel ist eine der bedeutendsten Sandmalerinnen:




CRAWINKEL. Wer kann schon von sich behaupten Nicki Lauda oder die Bundeskanzlerin Angela Merkel im Vorprogramm gehabt zu haben. Für Katrin Weißensee aus Crawinkel ist das nicht außergewöhnlich. Durch ihre Kunst ist sie bei großen und bedeutenden Veranstaltungen und Kongressen gern gesehen und oft gebucht.


Feiner Sand ist das Handwerkszeug von Katrin Weißensee. Mit ihm zaubert sie Bilder, die man in keiner Ausstellung findet. Ihre flinken Finger schaffen Kunstwerke von kurzer Lebensdauer. Die in Crawinkel aufgewachsene Diplom-Betriebswirtin ist eine der wenigen Sandmalerinnen und als solche sehr erfolgreich.


Geboren in Arnstadt fand sie bereits mit sechs Jahren Interesse an der Zauberei, erlernte Blockflöte, Klarinette und Saxophon. Sie malte für ihre Mitschüler und siegte bei einem Malwettbewerb zum Kinofilm „Teenage Mutant Hero Turtles“. Gemeinsam mit ihrem Bruder und dem Vater, einem Zauberkünstler, trat Katrin als Zauberkünstlerin und Jongleurin bei kleineren Veranstaltungen auf. Nach Abitur und Studium zog es die junge Frau nach Berlin. Der Kunst ist sie auch hier treu geblieben. Karikieren und Schnellzeichnen, dazu die Arbeit mit Schwarzlicht, war ihr Betätigungsfeld. Eine Präsentation der israelischen Künstlerin Ilana Yahava brachte Katrin Weißensee zur Sandmalerei und Sandanimation. „Die Sandmalerei macht es möglich ästhetische und lebendige Bilder zu schaffen und Geschichten zu erzählen. Die Motive fließen ineinander, so dass eine immer wieder neue, überraschende Szenerie entsteht“, beschreibt die heute 37-Jährige ihre Kunst, mit der sie ihre Zuschauer fesselt und dafür sorgt, dass es ganz still wird.


Technisch gesehen spielen die Finger der Künstlerin in feinem Sand auf der Glasscheibe in einem Lichtkasten. Im rhythmischen Einklang zur Musik entstehen dabei Bildergeschichten, die von einer Kamera gefilmt und in Echtzeit auf eine Leinwand oder LED-Screen übertragen werden. In nächtlicher Atmosphäre nimmt Katrin Weißensee ihr Publikum mit auf eine faszinierende Reise. Unter den Titel „Somewhere“, „Ocean Dreams“ oder „A Perfect Day“ erzählt sie rund 10-minütige Sandgeschichten. Darin modelliert sie Sandbilder, die fließend ineinander übergehen und am Ende einen Traum, eine Geschichte ergeben. „Es geht in ihnen um Reales wie Urlaub, Sonne oder Palmen aber auch die Elemente Wasser, Feuer und Luft. Welten, beispielsweise unter Wasser oder im Universum, entstehen und vergehen wieder. Genauso wie meine Bilder selbst, die ich in die Musik hineinchoreografiere“, erzählt die quirlige Künstlerin, die immer neue Ideen hat und die Inspirationen aus der Musik zieht: „Wenn ich ein Stück höre habe ich oft schon eine Idee im Kopf und forme daraus ein Sandbild. Das versuche ich dann umzusetzen.“
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