Reim dich, oder ich hau dich … das 18. Neujahrsmal in Gü-We

So wie manch durch Abwesenheit glänzender Honoratior des Landkreises, begrüßte Frank Ritter, Bürgermeister von Günthersleben-Wechmar, in bester Reimmanier, seine Gäste zum 18. Neujahrsmal. Gut gefüllt war der Saal, der sich kurz vor den Höhepunkten der Karnevalssaison, in seinem prächtigsten Kleid präsentierte. Die zahlreichen Gäste nutzten den Abend sich ehren zu lassen, um zu feiern, Gespräche zu führen und sich „zu vernetzen“, wie Gemeinderatsmitglied und Bürgermeister-Stellvertreter Felix Elflein in seinen Begrüßungsworten sagte.

Nötig und keineswegs uninteressant, das vergangene Jahr in einign Zahlen: Über 29 Geburten konnte sich Gü-We freuen. Warum fast alle Neubürger allerdings Neubürgerinnen waren, darüber schweigt die Statistik. 23 Damen warten in wenigen Jahren auf paarungswillige Günthersleben-Wechmarer. Bleibt zu hoffen, dass sich der Trend in den kommenden Jahren umkehrt. Zumindest über die hohe Zahl der neuen Erdenbürger unkte Frank Ritter: „Der Grund war sicher unser Begrüßungsgeld in Höhe von 100 Euro.“ Dass auch viele ältere Menschen sich in Günthersleben-Wechmar wohlfühlen, davon zeugen die Ehrungen zu runden Ehejubiläen. Sechs Golde Hochzeiten, neun Diamantene und sechs Eiserne Hochzeiten konnten 2015 gefeiert werden.

Vor, zwischen und nach den nicht vermeidbaren Reden wurde es laut, schräg und begeisternd mit dem Unbedingtmitklatscheffekt. Denn die Burgenlandkracher machten ihrem Namen alle Ehre und sorgten für die perfekte musikalische Umrahmung des 18. Neujahrsmals. Getreu dem Motto, wenn schon Frank Ritter nicht jeden Reim traf, so darf auch die Musik nicht ohne schräge Töne auskommen.

Und was wird alles 2016 geschehen?
Los geht es mit einem gültigen Flächennutzungsplan, denn wir wollen dringend bauen. „Das können wir aber nur und Geld ausgeben, wenn der Plan steht“, so Bürgermeister Frank Ritter. Er machte, immer noch reimend, auf eine große Sorge der Gemeinde aufmerksam: Die Gebietsreform. Sie bereitet allen Gemeinderatsmitgliedern Sorge. „Wir müssen wachsam sein, das ist unsere Pflicht, denn ein Stadtteil von Gotha zu sein, woll´n wir nicht“, so der erste Mann der Gemeinde in seiner Rede des Abends. Der von der Rot-Rot-Grünen Landesregierung angestrebte Zusammenschluss von Städten und Gemeinden zog sich wie ein Roter Faden durch den gesamten Abend, an dem natürlich auch wieder verdiente Mitbürger geehrt wurden.
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