Schier unmöglich sind ein Interview mit Ufo-Jo, er selbst und sein immenses Engagement für den Frieden zu verstehen

Dieses Modell schenkte Ufo-Jo dankend seiner Frau, welche die Gaststätte "Hatestelle 5" am Gothaer Brühl führte
 
Ufo-Jo's erste Platte und nachhaltige Aktion für den Frieden zum Jahrtausendwechsel
 
In Boilstädt(Gotha) landete das Ufo und wurde von Ufo-Jo am 11.05.2005 für ununterbrochene 65 Tage bestiegen
Gehört hatte ich bereits viel über Ufo-Jo und auch von seiner Ufo-Aktion gelesen. Aber erst am Vortag des diesjährigen Weltfriedenstages erlebte ich ihn.
Nun wollte ich ihn interviewen, rief ihn an, sollte gestern 13 Uhr nochmal anrufen, erwischte ihn auch – und saß bereits 13:25 Uhr daheim bei ihm in „seiner Etage“.

Zuvor hatten wir uns an der Gartentür begrüßt, konnte ich seiner Frau die Frage stellen, ob ich sie zu diesem Energiebündel von Mann beglückwünschen könne oder eher das Gegenteil – Antwort ein vielsagendes Lächeln für mich und ein fröhliches Anlachen ihres Mannes.

Noch im Platznehmen am Tisch hatte ich mir eine Übersicht geschaffen, saßen wir umzingelt von Folien, Zeitungsartikeln, Alben mit kompletten Dokumentationen einzelner Zeitabschnitte, sah ich oben auf einem Dachquerbalken einige Modelle, stand schließlich auch das Flugzeug-Kombinations-Modell neben dem Tisch, welches ich bei seiner Demonstration auf dem Schlosshof gesehen hatte.

Als ich gerade den Mund zur ersten Frage aufmachen wollte, resümierte Ufo-Jo nochmal seinen jüngsten Friedensappell im Hof des Schloss Friedenstein, sprach begeistert über seine Frau und deren „Line Dance Ladies“, über die er durch meinen Bericht auf mich aufmerksam wurde und . . . jetzt freue er sich, dass ich ihn besuchen kam und über sein Wirken auch einen Bericht schreiben wolle.

Als ich auf ihn zu sprechen kommen wollte und nur fragte, ob die Aktion mit seinem Ufo der Beginn seiner Aktionen für den Frieden gewesen sei und die Flut seiner Ausstellungen in ganz Deutschland nach sich zog – da hatte ich zwar ein Stichwort gegeben, war mir aber bald klar, völlig verkehrt zu liegen!

Ja, sein Ufo-Bau 2004-2005 und seine Aktion als irdischer Außerirdischer zum 08. Mai 2005, für den Weltfrieden und gegen Terror einzutreten, das war sicher seine spektakulärste Sache, durch welche er / sein Ufo / der Standplatz in Boilstädt(Gotha) in aller Welt bekannt wurden und aus allen Ländern zahlreiche Bewunderungen und Bestätigungen der Wichtigkeit solcher Aktionen kamen.

60 Tage wollte er im Ufo eingeschlossen verbringen = 60 Jahre nach Ende des II.Weltkrieges. Weitere 5 Tage wolle er noch drin bleiben, weil er 65 Jahre alt war und weil er diese Tage seiner im Krieg umgekommenen Mutter widmen wollte. (Was macht es da aus, dass er statt am 08.05., dem Tag der Befreiung, erst am 11.05. seinen freiwilligen versiegelten Einschluss begann.)

Während er davon erzählte, zeigte er mir Fotos und Artikel über diesen spektakulären Einsatz und schob mir sein Büchlein zu, welches er mir zum Ende noch signieren würde. „UFO JOOE 65“ – Warum „JOOE“? Na „Joachim Oestreich“! Aber „JO“ sind ja auch die Anfangsbuchstaben und reichen aus, so dass auch gilt: „Ufo-Jo“

Der Leser wird ahnen, dass ich nicht nochmal fragen brauchte, bitte auf den Ursprung seine Aktionen zu kommen. Er hatte sich die Frage ja gemerkt und ging „sofort“ zur Aufklärung über:
Alles begann mit der kleinen Gaststätte „Haltestelle 5“ im Gothaer „Brühl“, welche von seiner Frau geführt wurde. Zum Jahrtausendwechsel wollt er ein Zeichen setzen. Während in der „Haltestelle 5“ gefeiert wurde, gestaltete er seine erste Tafel mit der Aufschrift „Allen Menschen Glück u. Frieden im neuen Millennium / 1.1.2000 0:00“ und zeigte sie den Feiernden. Ja, das waren eine große Geste und ein starkes Bekenntnis zum Frieden! Eine weitere Tafel entstand bald darauf ohne die Jahres/Uhrzeit-Angabe.
Eine solche Tafel wurde von ihm nun auf eine Weltscheibe gesetzt und am 31.08.2012 auf dem Schlosshof enthüllt.

In den Jahren von 2000 bis zum Ufo 2005 gab es weitere Aktivtäten Ufo-Jo’s, die er in ganz Deutschland und oft in Ausstellungen realisierte. Begleitet wurde er von vielen Zeitungen (auch der BILD ab und zu) sowie dem Kameramann Ronald Hartung. Auch danach bis in die Gegenwart treibt es ihn um, seinen Friedenswillen und die Verachtung von Krieg und Hass demonstrativ allen Menschen zu zeigen.

Von den vielfältigen Friedensaktionen möchte ich hier nur kurz nennen:

1) „Einen Schuss Frieden“, wo aus einer riesigen Patrone Friedenstauben über die Erde geschossen werden. Dieses Modell stellte er zum Beispiel vor dem Reichstagsgebäude in Berlin auf.

2) Mit einem Antikriegsmodell war er sogar in Berlin auf der Siegessäule. Dort, so erzählte er, meinten englische Besucher, dass er sich nun nur noch mit einem Hubschrauber wegfliegen lassen brauche. – Das wurde die Geburtsstunde des Ufo-Projekts!

Doch nicht nur „Frieden“ ist Ufo-Jo’s Thema, wofür er stets Aktionen und Ausstellungen anstrebt. Er hat auch ein besonderes Gefühl für die aktuelle Zeitgeschichte.

So erstellte er eine Uhr, welche Deutschland zeigt und auf der DDR-Seite die Münzen der DDR zusammengestellt sind, während auf der BRD-Seite die Münzen zu sehen sind, die wir nach der „Deutschen Wiedervereinigung“ hatten.

Eine weitere Uhr von ihm stand bei der Umstellung auf den Euro in der Gothaer Kreis-Sparkasse. Das Zifferblatt wies D-Mark und Pfennige auf. Mit der Währungsumstellung wurden Uhrwerk und Zeiger andersherum eingesetzt, so dass seitdem die Uhr auf der anderen Seite läuft, wo 1-Euro- und 1-Eurocent-Münzen zu sehen sind.

Schließlich wollte mir Ufo-Jo total begeistert eine Münze zeigen, auf welcher die Rückseite stark verdreht zur Vorderseite ist. Um dies hier mit in die Fotos einzubauen, haben wir die Münze mit Spiegelbild der Rückseite fotografiert.

Der Leser wird sich vorstellen können, dass ich nach über einer Stunde mit so vielen Fakten angefüllt den Heimweg antrat, dass mir fast die Antwort auf eine meiner drei Fragen abhanden ging: Joachim F.(Friedrich) K.(Karl) Oestreich ist ausgebildeter Schmied, Schweißer, Ingenieur-Pädagoge, war Schweißingenieur an der „Trasse der Freundschaft“, und mit 18 Jahren jüngster Panzerfahrlehrer der DDR in seinen 10 Jahren bei der NVA(Nationalen Volksarmee der DDR). Seine Schweißfähigkeiten konnte er in vielen deutschen Städten beweisen und kommen ihm bei seiner selbstgesteckten Mission bestens zugute!
Wen wundert es da, dass die Mehrzahl seiner "Bilder" holzumrahmte Metallgestaltungen sind!

Strahlend verabschiedete er mich mit dem Gedanken: Wenn Du meinst das ich nächstens zur „Documenta“ nach Kassel mit dem Modell vom 31.08. auf dem Schlosshof fahre, dann hast Du Dich getäuscht! Da habe ich freilich schon einen anderen Gedanken! Es wird deutlich zu erkennen sein, was der Name „K . . .“
Also das verrate ich nun aber wirklich nicht! Er: Ich sag Dir Bescheid, wenn es fertig ist!
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Den Versuch eines Interviews mit diesem Urgestein hatte ich bereits nach 10 Minuten aufgegeben. Was und wie ich das Erlebte niederschreiben können sollte, weiß ich auch noch nicht. Bin erst beim „Wiederkäuen“ des Gehörten, wie man ja lesen konnte.
Sicher müsste man das ganz anders angehen! Vielleicht fällt mir dazu noch etwas ein . . .

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Die Aktion Ufo-Jo's am Vortag des Weltfriedenstages:
Engagiert für den Frieden ist Gothas „Ufo-Jo“: „Friedenstein von Gotha“ - Aktion 2012

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2 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 05.09.2012 | 13:19  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 05.09.2012 | 14:21  
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