Schüler bauen für Schüler

  Tabarz/Thüringer Wald: Grundschule | Die Grundschule Tabarz freut sich über einen neuen Barfußpfad, der im Rahmen einer Seminarfacharbeit von vier Zehnklässlern realisiert wurde:


TABARZ. Es tut sich was, auf dem Weg zur Kneipp-Schule. Etwas versteckt, unterhalb des Sportplatzes, entstehen im Gelände des Schulgartens die ersten Projekte, die einmal den Titel Kneipp-Schule rechtfertigen sollen. „Wir haben uns um den Titel beworben und arbeiten uns Stück für Stück heran. Hoffentlich ist es in zwei Jahren soweit“, sagt Frank Schmieder, Direktor der Grundschule in Tabarz.


Eins dieser Projekte ist ein vor wenigen Tagen eröffneter Barfußpfad, zu dem die Grundschule mehr oder weniger aus Zufall kam. „Weil keine andere Schule unser Projekt wollte, haben wir die Verbindung nach Tabarz gesucht. Hier stießen wir auf offene Ohren und großes Interesse“, sagt Maximilian Dahmen, der gemeinsam mit seinen Klassenkameraden Lukas Ritter, Lucas Lehmann und David Pause von der Kooperativer Gesamtschule Herzog Ernst aus Gotha den praktischen Teil ihrer Seminarfacharbeit in Tabarz realisierte und den Grundschülern stiftete. Die Idee, die Planung und die Bauausführung lagen fast ausschließlich in den Händen der Schüler aus Gotha.

Gesponsert wurden sie beim Bau des rund 20 Meter langen Pfads von ihren Eltern. Hausmeister Hendrik Schatt und der Papa von David Pause halfen bei der Bauausführung. Stroh, zwei Sorten Kieselsteine, Rindenmulch und Tannenzapfen können jetzt frei nach den Kneipp´schen Lehren von den Grundschülern in Tabarz genutzt werden. „Sebastian Kneipp sah das Barfußgehen als wichtiges Element der Gesundheitsvorsorge an. Es hat einen durchblutungsfördernden Abhärtungseffekt, stärkt den Kreislauf gestärkt und setzt vermehrt Körperwärme frei“, erzählt Direktor Schmieder den Schülern einer vierten Klasse seiner Schule bei der Eröffnung des Barfußpfads. Und weil die Großen mit gutem Beispiel voran gehen sollen, machte Frank Schmieder auch den barfüßigen Anfang. Schnell warfen seine Schüler Schuhe und Strümpfe auf einen Haufen und folgten ihrem Direx. „Das piekt ein bisschen, fühlt sich aber klasse an“, sagt Ximen Meister, der Runde um Runde über die unterschiedlichen Materialien läuft. „Eben waren meine Füße noch kalt, jetzt sind sie ganz warm“, stellt der kesse Rotschopf überrascht fest und bestätigt unbewusst die Kneipp´sche Theorie.

Die vier Schöpfer des Pfades stehen am Rande und beobachten amüsiert die Szenerie. „Für uns ist es schön zu sehen, dass unsere Arbeit angenommen wird und die Kinder Freude haben. So haben wir unseren Teil der Facharbeit erfüllt, und hoffen nun auf eine gute Note.“ „Vor mir würde es dafür eine glatte 1 geben“, sagt Direktor Frank Schmieder und erzählt, dass er neben dem jetzt eingeweihten Barfußpfad noch eine Möglichkeit zum Wassertreten einrichten und den Kräutergarten weiter ausbauen möchte. Hier bestehen schon Verbindungen zu Hotels in Tabarz, die dann die von den Schülern angebauten und geernteten Kräuter auch abnehmen und verarbeiten. Auch das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Kneipp-Schule, in der Stadt, in der so vieles an den berühmten Pfarrer erinnert.
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Lukas Ritter aus Gotha | 18.03.2013 | 10:40  
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