Sieben auf einen Streich

Sabine Baumgarten, Jutta Vogel, Doris Krapf, Ingo Kästner, Anja Kramer, Sybille Zacharias und Heidelore Hall (v. l.) kommen zusammen auf 210 "Betriebsjahre" bei der Raiffeisenbank Gotha.
Gotha: Raiffeisenbank Gotha eG |

Betriebsjubiläen en gros: Sieben vom Team der Raiffeisenbank Gotha eG feierten dieser Tage Betriebsjubiläen. Dienstälteste ist Doris Krapf, die schon 45 Jahre dabei ist. Aber auch Jutta Vogel (40 Jahre) und Sabine Baumgarten (35 Jahre) bewiesen lange Treue. Heidelore Hall und Sybille Zacharias gehören seit 25 Jahren dazu. Bei Anja Kramer und Ingo Kästner sind es zwei Jahrzehnte. Für die Jubilare gab es Blumen, eine Prämie und der Vorstand lud zum Mittag.

210 Jahre geballte Berufserfahrung in Diensten der Gothaer Genossenschaftsbank. Ganz verschiedenen die Wege der Sieben dorthin. Doris Krapf (Jg. 1953), Jutta Vogel (Jg. 1959) und Sabine Baumgarten (Jg. 1963) lernten bei der „Bank für Land- und Nahrungswirtschaft“ Finanzkauffrau. Das war in den 1970er- bzw. den 1980er Jahren. Alle dreie wurden anschließend zum Studium der Finanzökonomie delegiert. Und das Trio wechselte nahezu zeitgleich 1990 zur neu- bzw. wiederbegründeten Raiffeisenbank Gotha.

Sybille Zacharias (Jg. 1953) begann 1968 bei der Sparkasse ihre Ausbildung, war anschließend 15 Jahre die Fachfrau für Baufinanzierungen. Dafür hatte sie ebenfalls Finanzökonomie studiert. Es schlossen sich vier Jahre im Gothaer Rathaus an: Die Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft und Finanzen verwaltete u. a. auch die Gelder für die städtischen Sportvereine. Als die frisch gestartete RaiBa Baufinanzierungs-Fachleute suchte, griff Sybille Zacharias zu.

Lang nicht so gradlinig war der Weg von Heidelore Hall (Jg. 1956). Sie lernte Bekleidungsfacharbeiterin ab 1972 und für drei Jahre im „Thüringer Kleiderwerk Alfred Platz“, das in der Gothaer Bürgeraue produzierte. Dort arbeitete Heidelore Hall fünf Jahre, um anschließend ein Jahrzehnt Heimarbeit für die Arnstädter Handschuhfabrik zu machen. Ab 1990 half sie gelegentlich ihrer Tante, die die Mühlberger RaiBa-Filiale leitete. Als die krank wurde, sprang die Nichte ein, bekam wenig später einen Arbeitsvertrag. Seither ist sie „das Gesicht der Raiffeisenbank“ in der ältesten Gemeinde Thüringens unter der Mühlburg, wie Vorstand Jürgen Hackethal sagte.

Auch Ingo Kästner – der einzige Mann in der Jubiläumsrunde – nahm Anlauf, um Banker zu werden. Gelernt hat der gebürtige Gothaer Instandhaltungsmechaniker im VEB Spanplattenwerk Gotha. Dort, am Ostbahnhof, arbeitete er bis zur Wende. Dann ging es dem 1969 Geborenen wie vielen – der Arbeitsplatz war weg. Kästner sattelte um. Absolvierte eine Umschulung zum Bankkaufmann. Machte in diesen zwei Jahren auch Praktikums-Bekanntschaft mit der Gothaer Genossenschaftsbank. Zunächst aber musste Kästner seinen Zivildienst ableisten. Er bekam einen Frischluftjob, arbeitete im Umweltamt des Landratsamtes. Das erforderte kriminalistischen Spürsinn. Er gehörte zum „Landschaftsüberwachungsdienst“, der jenen auf die Schliche kommen sollte, die ihren Müll Muttern Natur aufbürdeten. Zum Kindertag 1995 begann dann seine dritte Phase des Berufsleben – als Bankkaufmann bei der RaiBa. Zunächst war er als „Springer“ Vertretung in den Filialen der Bank. Dann qualifizierte er sich im berufsbegleitenden Studium zum „diplomierten Bankbetriebswirt". Seit 2009 ist er Firmenkundenbetreuer.

Und schließlich vervollständigte Anja Kramer das Septett: Die 1976 Geborene absolvierte eine Lehre zur Bankkauffrau bei der RaiBa ab 1995. Noch während des letzten Ausbildungsjahres stieg sie ins Rechnungswesen ein. Sie füllte die Lücke, die eine Mitarbeiterin hinterließ, die urplötzlich wieder in ihre alte Heimat und weg von Gotha wollte. Anja bewährte sich bestens und bekam dafür schon im Januar 1998 die Festanstellung. 2003 schloss sie als Bankfachwirtin ihr Studium an der Frankfurt School of Finance and Mangement ab.

Vorstandsvorsitzender Hackethal stellte vor allem heraus, dass das Septett mit „Energie, Kraft und großem Einsatz die Erfolgsgeschichte der Bank“ mitgeschrieben habe: „Für Ihre Leistungen, die Treue und die Loyalität gebührt Ihnen mein Respekt.“ Die große Berufserfahrung, die Flexibilität und auch die Stressresistenz der Jubilare hätten maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung, die die Bank in den Krisen-Jahre seit 2008 nehmen konnte. „In Zeiten des Wandels sind gerade Sie der Garant für Kontinuität und sie prägen und motivieren damit auch das gesamte Team unserer Bank“, schloss Hackethal seinen Dank.
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