So hält sich die Post Behinderte vom Leibe !

Reisegruppe mit Stadtführerin Helga Franck am "Lucas Cranach Haus" (am Gothaer Oberen Hauptmarkt) . . .
Gotha: Hauptpost | Als ich zu Jahresende am Gothaer Oberen Hauptmarkt unterhalb der Wasserkunst mit dort vorgeschriebenen 20km/h vorbeizischen will, sehe ich die Stadtführerin Helga Franck ( franck & frei ) in mittelalterlichem Kostüm vor dem „Lucas Cranach Haus“ mit einer Gruppe stehen, welche sie auf ihre charmante nette Art ernsthaft aber humorvoll gerade informiert.

Zack, mache ich einen „Schlenker“ und halte neben der Bordsteinkante vor diesem Haus an, steige aus, zücke mein Handy und habe alles „im Kasten“, ehe, außer Frau Franck, jemand richtig mitbekam, was da passierte.
Mit „Tschüs“ wollte ich mich wieder davon machen.

Doch da unterbrach Frau Franck die Erklärungen, sagte kurz, das ich der Herr Zerbst sei (wodurch allerdings keine Aufhellung der erstaunten Gesichter erzielt wurde), kam zu mir mit den Worten an die Runde, dass sie den Zerbst erst einmal drücken wolle, und an mich gewandt, dass ich bitte auf ihre Haare aufpassen möge.

Nach der Umarmung – das machen wir (fast) immer so – meinte sie nach der Erklärung, mir nur schnell was sagen zu müssen wollen, dass bei der Hauptpost Behinderte nicht mehr rein können, weil die dafür mal benutzbare Rampe defekt sei – und das schon monatelang!
Wenn jemand – von einem Behinderten gebeten – den Postmitarbeitern sagt, dass da jemand vor dem Eingang stehen und etwas erledigt haben wolle, dann kommt jemand raus und nimmt sich dieser Sache an. Das mag ja mal so gehen aber doch nicht DIE Lösung sein.

Da die Zukunft des Gebäudes der Hauptpost wohl nicht geklärt ist, wird die Post notwendige Arbeiten für wieder einen Behindertenzugang wohl nicht mehr machen wollen. Zwar einerseits verständlich aber für entsprechend Behinderte auf Dauer unzumutbar!

Mit der Zusicherung, darüber wenigstens zu schreiben, verabschiedeten wir uns und war ich genauso schnell wieder weg, wie ich gekommen war. Den Beginn der Erklärung von Frau Franck, was das eben für eine Unterbrechung war und wer ich sei, konnte ich noch mit hören. Schmunzelnd sah ich allerdings, dass sich die verdutzt-erstaunten Gesichter der Reisegruppe noch nicht entspannt hatten.

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Mein Versprechen habe ich mit diesem Beitrag eingehalten - nach dem Motto:
Wenns nichts hilft - schaden tuts nicht!


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Birgit Baier aus Gotha | 06.01.2013 | 15:07  
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