So ist das mit dem Nichtrauchen – Rauchen aus anderer Sicht

Der Eintrag „Ist Rauchen noch chic?“ (Steffen Weiß) veranlasste mich dazu, auch zum Rauchen Stellung zu nehmen.

In der Jugend sagte mir mein Vati, dass mehr Kraft und Mut dazu gehöre, nicht zu rauchen. In späteren Schulklassen, in der Armee, im Berufsleben habe ich das bestätigt gefunden.
Dabei habe ich freilich auch mal rauchen wollen. Dazu erbettelte ich mir zwei „Turf“-Zigaretten von meiner Schwester. Eine rauchte ich dann am Rande des Jenaer „Singerwaldes“. Eigentlich war’s nur eine Halbe, weil die andere Hälfte so vollgesabbert feucht war, dass ich sie wegwarf. Für die Andere stibitzte ich mir eine Zigarettenspitze meines Vati, rauchte sie ganz und fand wahrlich keinen Gefallen daran.

So beschloss ich, nicht zu rauchen.

Gesellig kann man ohne Rauchen ebenso sein wie ohne Alkohol. Darüber hinaus belästigt man keine anderen Menschen – vor allem Kindern tut das passive Mitrauchen wahrlich nicht gut – zumal sie sich nicht dagegen wehren können.
Als ich in einen Schachklub eingeladen wurde, weil dieser eine Jugendgruppe bilden wollte, da zog ich meinen Jugendweiheanzug an, um am Abend zum Test bei den Erwachsenen dadurch schon meine Achtung ihnen gegenüber zu zeigen.
Bei allen Spielen saßen mir Männer mit Zigarette oder gar Zigarre gegenüber, die meine Leistungen wohlwollend belächelten und mir dazu ständig den Rauch über das Brett ins Gesicht schenkten.
Mehrere Tage hin der Anzug stinkend im Fenster und ich wurde kein jugendliches Klubmitglied.

Unseren beiden Jungs sagte ich: Ihr könnt rauchen wo und wie viel ihr wollt – aber nich daheim und auf der Eltern Kosten.
Durch diese „Erlaubnis“ nahm ich ihnen den Reitz des heimlichen Rauchens.

Dann vereinbarten wir noch, das derjenige, welcher von uns Dreien zuerst rauchen würde, an die anderen beiden jeweils einen Kasten Sekt zu geben habe. (Diese Wette steht noch heute.)

Übrigens sind ehemalige Raucher die aggressivsten Nichtraucher, wie ich das bei meinem Vati bereits bald feststellen konnte
Als er das noch nicht war und uns kurz nach der Geburt des ersten Jungen besuchte, wollte er in der kleinen Wohnung rauchen. Das wippte mich fast vom Hocker. Schnell und ohne Widerspruch duldend sagte ich ihm: Du kannst im Treppenhaus, hinterm Haus oder auf der Straße rauchen aber in der Wohnung nicht!

Noch heute besitzen wir in der Wohnung keinen Aschenbecher (und würden auch nichts zu einem solchen umfunktionieren).

Noch relativ jung im Arbeitsleben, wollten einiger Raucher in einer Besprechung rauchen. Beim nächsten Mal holte ich eine Tafel Schokolade heraus, enthüllte sie und brach mir in kurzen Abständen kleine Stückchen ab, die ich genüsslich in den Mund schob. Entrüstung! Was mir einfiele! Den Hinweis auf die Raucher wollte man nicht gelten lassen. Also ging ich immer dann einfach raus, wenn einer zu rauchen begann. Relativ schnell gab es nur noch Besprechungen mit „ohne Rauchen“.

____________________________

Raucher bringen dem Staat viele Steuern, halten Krankenhäuser am Leben, sind ein großer wirtschaftlicher Faktor.
Reicht das, um dem Rauchen freien Raum zu geben?
Nein!


Abgesehen davon, dass Raucher oft die Augen schmerzverzerrt verschließen, wenn der Rauch ihnen selbst ins Gesicht steigt, nehmen sie zu selten Rücksicht auf ihre Gegenüber und auf jeden Fall nicht auf Kinder.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige