Tinkturen und Essenze

Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Koeltz
Bad Langensalza: Haus Rosenthal | Der Aufbau des teilweise 400 Jahre alten Apothekenschatzes aus Eschwege zu einer Ausstellung beginnt im Haus Rosenthal in Bad Langensalza|||

BAD LANGENSALZA. Ganz so alt wir das Haus Rosenthal in Bad Langensalza ist der Schatz, der hier gerade ausgepackt wird, freilich noch nicht. Während das Haus, es kann auf das Jahr 1515 datiert werden, schon deutlich mehr Lenze auf dem Buckel hat, stammt der Großteil der Erbstücke aus dem Nachlass der Familie Dörries aus dem 18. Jahrhundert. „Deshalb sind die Stücke aber nicht minder wertvoll“, sagt die Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Koeltz, die die wertvollen Stücke vor Wochen in Eschwege vorsichtig in Kisten verpackt hat. „Bald können wir sie hier auspacken und ab Jahresende unseren Buchern zeigen“, freut sich die engagierte junge Frau. Hintergrund: Zehn Jahre lang hatte das Ehepaar Gotlind und Dr. Alexander Dörries aus Eschwege vergeblich versucht, in ihrer Heimatstadt passende Räumlichkeiten zu finden, in denen die Ausstellung der über 400 Jahre lang gesammelten Stücke aus ihrer Löwenapotheke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Auch die dortige Stadtverwaltung konnte nicht helfen. Vor zwei Jahren dann beendeten Döries ihre Suche in Eschwege und kamen auf die Stadt Bad Langensalza zu.


„Hier hatte uns sehr gefallen, wie man in der Wiegleb-Ausstellung im Stadtmuseum den wertvollen Nachlass des berühmten Apothekers aufbereitet hat und ihn der Allgemeinheit zeigt“, sagt Dr. Alexander Dörries und freut sich, dass auch Bürgermeister Bernhard Schönau sich sofort offen zeigte für den Vorschlag einer Schenkung. Zumal, da es in Bad Langensalza ohnehin ein historisches Ensemble gibt, das noch nach einem entgültigen Nutzungskonzept suchte: das Haus Rosenthal. Und so fügte sich beides zu einem Ganzen. „Komplett ist das Ganze aber erst, wenn auch die Wiegleb-Ausstellung, die jetzt noch im Stadtmuseum auf ihren Umzug wartet, im Haus Rosenthal integriert ist“, erzählt Kunsthistorikerin Koeltz weiter. Dann werden die Besucher hier etwas Einmaliges sehen: Denn die besondere Kombination aus eben dieser Schenkung und der besehenden Ausstellung, die durch wertvolle Stücke aus einer Privatsammlung aus Bad Langensalza ergänzt werden gibt es so nicht noch einmal. Über viele Monate wurde an einem der ältesten Häuser der Stadt gebaut, saniert und restauriert. Jetzt erfolgt durch den Aufbau der Ausstellung der Feinschliff. Im unteren Bereich des Hauses wird der KunstWestThüringer e.V. Ausstellungsräume erhalten. Der engagierte Verein regionaler Künstler hat seinen aktuellen Sitz im Schloss Dryburg. Für das Grundstück hinter dem Haus Rosenthal ist ein Apothekergarten geplant. In ihm werden nicht nur Heilkräuter angebaut und gezeigt, sondern im Haus bei Sondervorführungen zu Medikamenten verarbeitet.
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