Überlebenstraining

Annett Frankenbrger und Annegret Maneck.
Gotha: Diakonie | Oder was machen Eltern, wen ihre Kinder in die Pubertät kommen...|||


GOTHA. Pubertät – ist das nicht der Zeitabschnitt im Leben eines Kindes, in dem die Eltern komisch werden?„Ja, so in etwa“, sagt Annegret Maneck vom Beratungszentrum des Diakoniewerkes Gotha, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Annett Frankenberger einen Elternkurs zu diesem Thema leitet.Die Hormone fahren Achterbahn, der Körper verändert sich, Stimmungen schwanken, Beziehungen, ob zu den Eltern oder den Freunden, verändern sich. Wie reagiert man als Elternteil darauf richtig? Was geht und was nicht? Und wie überleben alle diesen Zeitabschnitt unbeschadet?„Diese und weitere Fragen werden bei unserem Kurs `Starke Eltern – starke Kinder´ behandelt. Wir bieten den Teilnehmern Hilfe zur Selbsthilfe und geben Denkanstöße“, erläutert Annett Frankenberger. Ziel ist es, das Selbstbewusstsein von Eltern und Kindern zu stärken, dazu beizutragen, den Familienalltag zu entlasten und das Miteinander zu verbessern.„Wir lernen hier aber auch Wege zu finden, um Konflikte zu bewältigen und zu lösen“, erzählt ein Teilnehmer, der genauso anonym bleiben möchte, wie die Muttis, die ebenfalls mit im Kreis sitzen.

Konzipiert vom Deutschen Kinderschutzbund e.V. bietet der Elternkurs Raum zum Nachdenken und zum Austausch mit anderen Müttern und Vätern. „Dadurch eröffnen sich für uns völlig neue Chancen, Freiräume für uns selbst zu schaffen und frische Kraft zu tanken“, berichtet eine Mutti von zwei Töchtern. Allgemeine Erziehungsthemen fließen dabei genauso in den Gesprächskreis mit ein wie Rechte von Kindern.„Bereits jetzt, nach fünf der zehn Treffen, habe ich schon eine deutliche Entspannung im Umgang mit meinem Sohn feststellen können“, sagt ein Teilnehmer. „Wir gehen gelassener miteinander um und wissen, dass wir die gleichen Bedürfnisse haben, nur nicht zur gleichen Zeit.“In lockerer Atmosphäre wird das „Abenteuer Pubertät“ analysiert und in Übungen und kleinen Gesprächsgruppen die Theorie mit der Praxis verknüpft. „Denn nur wer wirklich weiß wie sein Kind tickt, kann angemessen darauf reagieren“, sagt Annegret Maneck und will damit sagen: „Dass es kein Patentrezept gibt für die Phase von der Kindheit zum Erwachsenwerden.“ Vielmehr sollte man diese Entwicklung mit etwas Abstand, Humor und großem Interesse verfolgen und die Pubertät durchaus in der einen oder anderen Art zum Thema zu Hause gemeinsam mit dem Jugendlichen machen.

INFOKASTEN:
Ein neuer Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“ ist für den Herbst angedacht. Bereits jetzt kann man sich unter Tel.: 03621/305840 vormerken lassen.
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1 Kommentar
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Tobias Schindegger aus Gotha | 23.02.2012 | 11:24  
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