Unachtsam – Unrat – unverschämt (müssten nicht sein!)

In Anbetracht dessen, dass vom 08.-10.Juli der 13.Thüringentag in Gotha sein wird, schaut man schon mal genauer hin. Da krampft sich einem das Herz zusammen, wenn man die abrisswürdigen oder gar bereits zusammenfallenen Gebäude sieht, welche wahrlich keine Zier darstellen. Auch könnte man sich hier und dort noch einige Verschönerungen von Anlagen, Baulücken, Rasenstücken u.a.m. vorstellen.
Doch das sind Dinge, die mitunter eines größeren Aufwandes bedürfen und für die auch meist jemand beauftragt und bezahlt werden müsste.

Ganz anders, wenn es um vermeidbare menschliche Unachtsamkeiten geht.
So werden von Rauchern die Kippen einfach fallen gelassen, weggeschnippt oder ausgetreten. Sie "zieren" die Straßen und deuten darauf hin, wo oft oder mehrere Raucher gestanden haben. Einen einzigen älteren Herrn sah ich neulich, der ein kleines Blechkästchen für seine Rauchreste bei sich trug.
Das Fallenlassen von Papierresten ist eine weitere Unachtsamkeit. Darauf angesprochen sieht man meist in erstaunte „Ich?“ bis aggressive „Was fällt Ihnen ein, mir das zu unterstellen!“ Gesichter.
(Einem Autofahrer warf ich einmal die herausgeschmissene Zigarettenschachtel wieder ins Auto mit den Worten, dass sie ihm versehentlich wohl heraus gefallen sei. Gut, dass ich schnellen Schrittes davon kam, bevor sich sein zur Faust geballtes Gesicht in Aktivitäten umgewandelt hätte.)

Unterhalb des Gothaer Neumarktes befinden sich öffentliche Toiletten. Da standen bis vor kurzem Sträucher und umhüllten den sonderbarsten Unrat. Einer meinte erbost, dass dies die Ecken seien, die den OB nicht interessieren würden. Dem war offensichtlich nicht so, denn nun sind die Sträucher gestutzt und die Flächen (bis gestern) sauber.

Am Coburger Platz schaute ich denen zu, welche die Grünanlagen pflegten. Schnell stellte ich fest, dass sie dazu noch gar nicht kommen konnten, weil sie eine derartige Menge Unrat aus diesen erst einmal herausholten, dass es einen richtigen kleinen Unratberg ergab.

Unverschämt aber ist es, wenn Bier getrunken und die leeren Flaschen einfach fallen gelassen werden. Jauchzen und Jubel begleiten dies, wenn da eine Gruppe zusammen steht. „Na! Da sagste nichts!“ scheinen die „mutigen“ Gesichter auszudrücken.
Und es ist auch meist das Beste, nichts zu sagen. Fehlende Zivilcourage? Nein, klare Erkenntnis, dass man den Kürzeren zieht.
Unverschämt ist meines Erachtens auch, wenn Blumen aus den Beeten vor Wohnblöcken einfach abgeschnitten werden, wobei es oft nicht um eigene Verwendung sondern nur eben um das Abschneiden zu gehen scheint.
Jüngst hat mich die nebenstehende Pfingstrose angelacht. Nun wurde sie kurz unter der Blüte abgeschnitten – steht nur noch der in die Luft ragende leere Stängel.
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