Vom Land in die Landgemeinde - warum ein Geschäftsführer auf dem Land Bürgermeister werden will

Heute noch Geschäftsführer der Thüringer Landgesellschaft-morgen vielleicht schon Bürgermeister? Ulf Schrön will mehr vor Ort arbeiten.
 
Ein richtiges Landei - jetzt will Ulf Schrön die Räder in der neuen Landgemeinde Hörsel in Bewegung setzen.
Ein Super-Wahljahr steht vor der Tür. An den Straßen strahlen in diesen Tagen die Kandidaten für Landrats-, Oberbürgermeister-und Bürgermeisterämter von den Wahlplakaten zuversichtlich an. Einer von ihnen, und doch ganz anders, ist Ulf Schrön. Der 48-jährige Lauchaer hat sich vom CDU-Ortsverband zum Kandidaten für die neue Landgemeinde aufstellen lassen. Einstimmig. Er tritt erstmalig zu einer Wahl als Bürgermeister an und steht den beiden eingesessenen Kandidaten Oppermann und Frühauf gegenüber.

„Vom Land in die Landgemeinde“ lautet sein Motto. Doch wer ist der Mensch, der hinter dem Bürgermeisterkandidaten steckt?
Seit dem Abschluss seines Studiums der Agrarwissenschaften an der UNI Halle ist er mit der Entwicklung der ländlichen Räume in seiner Thüringer Heimat vertraut. Angefangen als Beamter im damaligen Flurneuordnungsamt Gotha, wo er unter anderem für die Verwirklichung der großen Verkehrsprojekte (Autobahnen, Ortsumgehungen) verantwortlich war, hängte er vor neun Jahren seine sichere Laufbahn als Landesbeamter an den Nagel um neue Wege zu gehen.
Seit dem leitet er als Geschäftsführer der Thüringer Landgesellschaft GmbH die Geschicke eines großen Unternehmens, welches mit seinen über 100 Mitarbeitern weitreichende Projekte in Thüringen, vorrangig im Bau- und Planungsbereich für Dörfer, Landwirtschaft aber auch für den Naturschutz umsetzt.
Daher kennt er sich natürlich bestens mit all den Spielregeln von Ministerien und Ämtern, aber auch Banken und anderen Institutionen aus.
„Die Mühlen in Behörden mahlen mitunter sehr langsam – da ist Geduld gefragt und Fingerspitzengefühl. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, muss immer wieder hartnäckig nachbohren, an den Projekten dranbleiben, oft auch um die Ecke denken.“ Daran hat sich der Lauchaer im Laufe seiner Karriere gewöhnt.

Ideen hat er noch eine Menge. Projekte, die auf landesweiter Basis initiiert wurden, haben ihn inspiriert. Nach 20 Jahren im Land möchte Ulf Schrön wieder neue Wege gehen und etwas vor Ort bewegen. „Es macht Spaß, große Projekte in Thüringen anzupacken, aber es ist doch noch viel spannender, direkt vor Ort Räder in Bewegung zu setzen.“ Ehrenamtlich engagiert er sich bereits seit vielen Jahren im Gemeinderat, in der freiwilligen Feuerwehr, im Karnevalsclub und im Männerchor. „Ich bin ein richtiges Landei und freue mich sehr darauf, mich endlich wieder mehr auf die Arbeit vor Ort konzentrieren zu können“, so der Vater zweier fast erwachsener Kinder.

Am 22.April werden die Bewohner der neuen Landgemeinde Hörsel entscheiden, wer ihr neuer Bürgermeister werden soll. Schrön sucht derweil das direkte und persönliche Gespräch mit den Bürgern, um Maßstäbe und Prioritäten für die Vorhaben der nächsten Jahre setzen zu können. Er hofft auf eine rege Beteiligung am Wahltag.
Sein Ziel ist es, das Konzept der Landgemeinde umzusetzen, auszubauen und die Chancen, die sich durch die neuen Strukturen ergeben, für alle Orte der Landgemeinde optimal zu nutzen. Hier ist auch die Mitsprache der Bürger gefragt - daher wird es in den nächsten Wochen bis zur Wahl Veranstaltungen und Gesprächsrunden geben.
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