Warum wird unser „Inselsberg“ als Touristenmagnet kaputt gemacht ?

Einladender Bierkrug des "Berggasthof Stöhr" auf dem Inselsberg
 
Vollbeladener Wegweiser, weil es eben so viel zu sehen gibt oder als Ausflugshinweis dienen kann . . .
(mit Video)
Ich kenne dieses Ausflugsziel noch, da durfte man nicht mit dem Auto hochfahren, konnte aber mit einem „Inselsberg-Express“ sogar von Tabarz bis zum Gipfel und zurück fahren. Zum 25. Rennsteiglauf nutzte ich dies mit meinen eingeladenen Hessen. Da zeigte ich Ihnen uneingeschränkt die Sicht vom Gipfel nach Süden wie Norden, bevor wir zum Mittagessen nach Tabarz fuhren.

Nun darf man bis zum Gipfel mit dem Auto fahren. Dafür fährt seit ein paar Jahren der „Inselsberg-Express“ nicht mehr – wurde verkauft.

Am gestrigen Samstag waren wir wieder auf dem „Inselsberg“ und konnten erleben, was wir im Grunde aus der Presse bereits wussten aber derart nicht erwartet hatten:
Vom Norden des Gipfels kann man nicht mehr zum Süden gehen. Eine Kette verbietet das. Hier ist jetzt Privatweg für den gesamten Bereich des Restaurants „Stadt Gotha“, die Jugendherberge bis an den Gipfelweg, auf dessen südlicher Seite dem Touristen Gottseidank der "Berggasthof Stöhr“ bleibt! „Durchgang verboten“!
Da mutet die Einladung ins Restaurant „Stadt Gotha“ wie ein schlechter Witz an – zumal diese Gaststätte nicht geöffnet hatte. Selbst zum Fernrohr mit Münzeinwurf darf man nicht!

Touristen bietet man damit eine Besonderheit, auf die verzichtet werden kann und welche eher der Abschreckung dient!

Wie schlimm dumm oder zumindest unvernünftig müssen Menschen sein, die es soweit kommen lassen, die Gipfelbegehung des „Inselsberg“ derart einzuschränken, die das zu verantworten haben?!
Nein, das ist kein Schildbürgerstreich!

Mit uns schüttelten einige „Gipfelstürmer“ den Kopf, gingen dennoch den Weg hin wie her, überstiegen oder unterkrochen die Absperrkette und waren alle über die Gedankenlosigkeit der dafür Verantwortlichen verwundert.
Rollstuhlfahrer oder diejenigen, für welche die Kette ein unüberbrückbares Hindernis darstellt, müssen einen langen Umweg nehmen, um alle Aussichtseiten des Inselsberges genießen zu können. Ob das dann aber noch ein Genuss ist?

Allerdings nehme ich stark an, dass es an meinem mangelnden Verständnis liegen wird, diese Form einer „Touristenattraktion“ richtig zu erfassen und einem unerschließbaren Zeitgeist entsprechend zu würdigen.

Demgegenüber ist es eine Nichtigkeit, dass einem beim Sitzen im Biergarten des "Berggasthofes Stöhr“ das Geländer in seiner Höhe eigentlich die Sicht versperrt. Etwa zwanzig Zentimeter niedriger würde das nicht der Fall sein und dennoch ausreichenden Schutz bieten. Doch denke ich, dass dieser Möglichkeit gesetzlich festgelegte Gitterhöhen entgegenstehen werden, wie ich den „Laden“ (Deutschland) kenne.
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Es ist noch nicht lang her, da gab es am „Kleinen Inselsberg“ einen „Bratwurstkrieg“. Da kämpften zwei Bratwurstanbieter um ein Vorrecht. In diesem Fall hatten Touristen allerdings zwei Kaufmöglichkeiten.
Jetzt, oben auf dem „Großen Inselsberg“ wird aber etwas eingeschränkt. Das ist weder zum Schmunzeln noch attraktiv und erst Recht nicht zu verstehen!

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Gegenwärtig auf dem "Inselsberg" umgeschaut:


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