Werbung zum Anschlecken

Die Wachsenburg, die Mühlburg und die Burg Gleichen sind jetzt auch auf einer Briefmarke brüderlich vereint:




DREI GLEICHEN. „Endlich gibt es die drei Burgen, deren Name unserer Gemeinde trägt, auch auf diesen kleinen gezackten Papierchen“, freut sich Jens Leffler, der Bürgermeister der Gemeinde Drei Gleichen. „Jetzt können wir das Konterfei unserer Heimat ganz bequem in die weite Welt schicken.“ Genau. Abreißen, anlecken, aufkleben. Und schon kann man für nur 55 Cent drei Burgen mit Geschichte um den Globus befördern. Was jetzt schlicht und ergreifend „nur“ eine Briefmarke ist, hat eine lange Entstehungsgeschichte. „Denn ehe man die fertige Briefmarke in der Hand halten kann, bedarf es vieler Schritte“, erzählt Dr. Eckart Bergmann, Vorsitzender des Landesverband Thüringer Philatelisten, und plaudert aus dem Nähkästchen, oder besser gesagt aus Tiefen des Bundesfinanzministeriums. „Denn die Wiege aller Briefmarken liegt genau hier, weil nämlich die kleinen Quadrate einen Geldwert darstellen. Hier werden die jährlich etwa 300 eingehenden Vorschläge und Wünsche gesammelt, gesichtet und auf etwa 55 reduziert. Das ist dann das Sonderpostwertzeichen-Jahresprogramm, in dem 17 davon als Zuschlagsmarken für gemeinnützige Interessen (Jugend, Sport & Wohlfahrt) aufgelegt werden.“ Ein Gremium aus Bundestagsabgeordneten, Post, Handel und Philatelie trifft die Auswahl, freischaffende Künstler reichen Vorschläge ein und der Kunstbeirat empfiehlt dem Bundesminister der Finanzen den ausgewählten Entwurf.


“So war das auch im Falle der Drei-Gleichen-Marken“, plaudert Philatelist Bergmann weiter und erzählt, dass „der erste Entwurf in Farbe war. Weil aber auf dem Bild, da als Vorlage dienen sollte die Sonne im Westen aufgeht und die Urheberrechte nicht geklärt sind, haben wir dagegen unser Veto eingelegt.“ Stattdessen wurde die stilistische Darstellung der drei Burgen in der grafischen Gestaltung von Prof. Anna Berkenbusch in der Illustration von Christoph Gralingen als endgültiges Motiv auf die 44,2 x 26,2 mm großen Marken gedruckt.


Zeitgleich mit der Marke „Helmut Kohl, Kanzler der Deutschen Einheit“ erschien am 11. Oktober die Marke Drei Gleichen. Aus diesem Anlass wurde am Freitag und Samstag der vergangenen Woche in der Kulturscheune in Mühlberg ein Sonderpostamt eingerichtet. Hier haben sich bereits zahlreiche Neugierige und Sammler mit „ihrer“ neuen Marke eingedeckt. „Offiziell wird das Sonderpostwertzeichen, auch Briefmarke genannt, am kommenden Dienstag vorgestellt“, sagt Ulrike Schneider vom Erlebnis Briefmarke Team der Deutschen Post, und verkauft mal eben 100 dieser kleinen Papierchen am Stück. „Damit frankieren wir unsere Gemeindepost und bekunden die Verbundenheit mit unseren Burgen“, bestätigt Hand Ullrich, Bürgermeister der Wachsenburggemeinde. Recht hat er, denn so preiswert sind die Drei Gleichen nie wieder zu haben …
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige