Wieder ans Rauchen erinnert

Für ein paar Tage bin ich wieder mal in Konstanz. Die Chefin des Hotels in Bankholzen (Nähe Bodensee) freute sich, dass ich nach Monaten wieder mal bei ihr "daheim" bin. All die Jahre bin ich im gleichen Hotel – schon fast mit familiärem Anschluss.

Im Gespräch kamen wir darauf, dass ich fragte, wie es denn angenommen würde, dass in den Gasträumen nicht mehr geraucht wird. Also ich fände es prima, da man nicht mehr im „Rauchermief“ sitzen muss.
Erstmals kommende Gäste schauen zwar noch etwas fragend. Aber sie wie auch vor allem die ständigen Gäste fänden es nun doch ganz gut und richten sich sehr danach, so dass es kaum Ermahnungen geben müsse, sagte sie mir stolz.

Da erinnerte ich mich daran, welche Rolle das Rauchen vor Jahren spielte, als ich in den siebziger Jahren (also nach dem Krieg und vor der Wende) in meiner ersten Anstellung war.
Die Kollegen fanden es eine gute Idee, Spielabende jeweils bei einem anderen Kollegen durchzuführen. Das Spielen von Rommee / "Mensch ärgere Dich nicht" und anderem war dabei nur der äußere Anlass. Im Grunde wurden es gemütliche Abende, lernte man sich gegenseitig besser und etwas privat kennen und hatte sogar noch viel Spaß dabei.

Schließlich war die Reihe an mir. Eigenartig empfand ich die Frage, ob es denn bei mir stattfinden könne? Da ich ein leidenschaftlicher Spieler bin, wunderte ich mich schon und bejahte fest!
Dann kamen sie auf das eigentliche Problem zu sprechen: Uwe, dann ist Dir doch klar, dass wir nach dem Abendessen erst einmal eine Zigarette rauchen wollen!
Also daran hatte ich nicht gedacht. Doch wie jedem anderen erwiderte ich ehrlich, dass dem nichts im Wege stünde, sie eben nur auf den Balkon, ins Treppenhaus oder auf die Straße gehen müssten. Bedeutungsvoll und dies erwartend guckte man sich an und meinte, dass es die Gastfreundschaft geböte, die Gäste rauchen zu lassen!
Auch das war mir bekannter Standard. So antwortete ich, dass man als Gast auch den Gastgeber in seinen bekannten Gepflogenheiten akzeptieren sollte - und bei uns wird in der Wohnung nicht geraucht!
Um das Zusammenkommen nicht ausfallen zu lassen, bot ich an, im Waschhaus eine tolle Party zu organisieren – da könnten sie auch nach Herzenslust rauchen. (Wer solche Party mal miterlebte, wird bestätigen, dass diese Abende wirklich eine Wucht sind.)
Doch die Kollegen lehnten naserümpfend ab.

So wurde ich schließlich der Grund dafür, dass wir uns nicht mehr zu solchen gemütlichen Abenden trafen. – Und eigentlich war es das Rauchen, welches die Ursache allen Übels darstellte!
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4 Kommentare
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Ulf Wirrbach aus Gotha | 17.11.2011 | 21:01  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 18.11.2011 | 09:54  
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Ulf Wirrbach aus Gotha | 18.11.2011 | 20:17  
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Ulf Wirrbach aus Gotha | 21.11.2011 | 20:19  
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