"Wir handeln jetzt"

Ohrdruf: Schloss Ehrenstein | Ohrdruf beschließt Haushalt, eher als jede andere Kommune:


OHRDRUF. „Weil wir bereits jetzt die Bewilligung unserer beantragten Fördermittel haben, müssen wir unseren Haushalt beschließen“, sagt Ohrdrufs Bürgermeisterin Marion Hopf und ergänzt: „Schlüsselzuweisungen bekommen wie sowieso keine, dann können wir auch unseren Haushalt 2013 verabschieden. Außerdem müssen wir wegen der guten Steuereinnahmen im Jahr 2010 eine außer der Reihe zu zahlende Finanzumlage in Höhe von 292.000 Euro leisten und diese in den Haushalt einstellen. Wenn wir jetzt beschließen haben wir Planungssicherheit und können entspannt an die Arbeit gehen.“ Auch die zu erwartende deutliche Erhöhung der Kreisumlage ist in großen Teilen im neuen Haushalt der Stadt Ohrdruf bereits enthalten. Und so umfasst der Haushalt der Ohrastadt im Verwaltungshaushalt des Jahres 2013 8,887 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt 3,802 Millionen Euro. „Zwar sind das rund 1,9 Millionen Euro weniger als die Jahre davor“, sagt Kämmerin Martina Poschwald, die alle Ausgaben ohne eine Neuverschuldung stemmen will. Gegenwärtig liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Ohrdruf bei 492 Euro. Ende 2013 werden es nur noch 465 Euro sein. Weiter verspricht sie: „Wie werden auch bis 2016 keine neuen Schulden machen.“ Geld ist auch bei Bauamtsleiter Peter Meinung Dauerthema - aber eher in positiver Hinsicht. Denn bei dem ELER-Programm zur EU-Förderung des ländlichen Raums hat Ohrdruf richtig zugelangt. Von den in den Jahren 2007 bis 13 zu vergebenden 40 Millionen Euro fließen allein 10 Prozent in die Ohrastadt. „Das erfreut uns natürlich mächtig, können wir so unsere verbliebenen Bauabschnitte am Schloss in aller Ruhe abschließen“, so Meinung, und umreißt kurz die nächsten Arbeiten. Rund 1,5 Millionen Euro (60 Prozent gefördert) fließen in den 6. und 7. Bauabschnitt, also den Nordflügel des Parks, wo gegenwärtig noch in der früheren Geschichte gegraben wird. Für die Sanierung des Schlossturms verbaut die Stadt 790.000 Euro, ebenfalls mit 60-prozentiger Förderung.


“Aus Resten des Jahres 2012 und noch ein weinig von 2013 bekommt das ehemalige Amtsgericht neue Fenster und eine neue Fassade für 228.000 Euro“, so der Bauamtsleiter, der noch einmal die gute Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt hervorhebt. Noch einmal 335.000 Euro nimmt die Stadt in die Hand für den grundhaften Ausbau der Brückenstraße. „Zwar schrumpft durch die umfangreichen Bauarbeiten unsere Rücklage um 2 Millionen Euro“, resümiert Bürgermeisterin Hopf, die aber froh ist, dass danach die Arbeiten weniger werden und „dann wieder gespart wird.“
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