„Wunderbare Schweinerei“ und: Gotha liegt bei Friedrichswerth

  Samstag, den 09.07.2011, stand ich am Stand der Partnerstadt „Martin“(Slowakei), als ein Mann lachend auf mich zukam. Hatte ihn sofort erkannt und rief ihm entgegen: „Toll, da kommt die Schweinerei auf mich zu!“ Während Umstehende etwas eigenartige Gesichter machten, lachten wir beide und freuten uns über das Zusammentreffen. So richtig hatte ich den heutigen Bürgermeister von Friedrichswerth 2009 erstmals erlebt zu einer Jubiläumsfeier in seinem Ort. Diese und er hatten mir so gut gefallen, dass ich dazu einen Tagebucheintrag erstellte und ihm schenkte.
Im Umzug des 13.Thüringentages sah ich ihn wieder im Trachtenverein mitlaufen. Sein Akkordeonspiel, sein lachendes Gesicht, sein mit den Augen mir zuwinken – da dachte ich mir, dass es nicht schlecht wäre, meinen damaligen Tagebucheintrag hier einzustellen.
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(Tagebucheintrag 14.11.2009)
Samstag fuhr ich mit Vati nach Friedrichswerth, wo er in seiner Jugend viele Ferien verbrachte und nun gespannt war, ob er noch einen Bekannten treffen würde. Nun waren wir nicht zum ersten Mal in Friedrichswerth, aber dieser Samstag war ein besonderer!

150 Jahre Dr. Eduard Meyer = „Schweinemeyer“, dazu war vom Heimatverein eingeladen und gebeten worden, sich für die Feierstunde anzumelden. Da die etwa 100 Gekommenen die Möglichkeiten des „Waisenhauses“ sprengten, wurde ausgewichen in die Räumlichkeiten der ehemaligen Verkaufsstelle gleich nebenan.

Eine fröhliche, erwartungsvolle Atmosphäre, ebenso gelaunte Menschen, die nach ihrem Arbeitsleben sich hier wieder trafen und in die Arme fielen – ein stolzer Vorsitzender des Heimatvereins, Jörg Möller, über den Erfolg der Würdigung des Eduard Meyer bereits vor Veranstaltungsbeginn – all das war wunderbar mitzuerleben.

Nach dem Vortrag von Dr. Hochberg und ergänzenden Chronik-Lesungen Jörg Möllers war jedem klar, dass Gotha stolz darauf sein kann, so dicht bei Friedrichswerth zu liegen!

Eduard Meyer war hinsichtlich Züchtung im Tier- und Pflanzenbereich ein sehr erfolgreicher Avantgardist, der sowohl die Züchtungen, deren Vermarktungen aber auch die Belange der Mitarbeiter nicht aus dem Auge verlor und allseits auch an diesem Samstag beste Kritiken bekam.
Eine Zuganbindung, Elektrifizierung der Straßenbeleuchtung und Einrichtung einer Post waren ebenfalls eine große Leistung.
Sein anwesender Urenkel war ergriffen über den umfassenden wie sachlich guten wie anschaulichen Vortrag und die daran anschließenden Beiträge einzelner Gäste.

Der Besuch Friedrichswerths, die lebendige Chronik und freudvollen Erinnerungen an „ihren Schweinemeyer“, die kleine Ausstellung und nicht zuletzt die liebevolle Umsorgung bis hin zu Kaffee und Kuchen kann seitens des Heimatvereins als voller Erfolg gewertet werden.

Zum abschließenden Dia-Vortrag blieben Vati und ich nicht mehr. Leider hatte er nur den Neffen des damaligen Rittmeisters getroffen. Doch war dieser Ausflug auch für ihn ein herrliches Erlebnis.
Von Weingarten gekommen, fuhren wir heimwärts über Brüheim-Sonneborn, um noch einen Augenblick am Gedenkstein für „Schweinemeyer“ zu verweilen.

(Einige Bilder des Vortrages von Dr. Hochberg konnte ich fotografieren, beeindruckten mich sehr und habe ich hier einfließen lassen.)
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