Angeln - Tierquälerei als Freizeitvergnügen sogar für Kinder

Gotha, den 28.08.2013

Pressemeldung der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands zum Artikel in der Gothaer TLZ-Lokalredaktion vom 27.08.2013 unter der Überschrift:
„Knoten binden, Köder auswerfen und auf den großen Fang warten“


Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn obige Meldung im Lokalteil Gotha veröffentlicht wurde, haben wir dazu einige sehr wichtige Bemerkungen zu machen, die alle Leser in Thüringen sicher interessieren wird.
Dazu müssen wir gezielt fragen, wieso Journalisten Tierquälerei und Tiermord durch 10-Jährige mit Veröffentlichung solcher Artikel noch Vorschub leisten?
Wir bitten deshalb um zeitnahe Veröffentlichung unserer nachfolgenden Pressemeldung.

Angeln – Tierquälerei als Freizeitsport

Wie in der TLZ-Ausgabe vom 27.08.2013 unter der Überschrift „Knoten binden, Köder auswerfen und auf den großen Fang warten“ zu lesen war, soll der tierquälerische Angelsport bereits Kindern ab 10 Jahren als „sinnvolle“ Freizeitbeschäftigung schmackhaft gemacht werden. Sehr bildend, wenn die Angelfischerschule Thüringen Hintergrund- und Spezialwissen über Fische und Arten vermittelt und dabei auch Gewässerkunde, Fischkunde, Gerätekunde, Naturschutz und Gesetzeskunde lehrt.
Ganz sicher wird dabei vergessen, daß lt. § 1 Tierschutzgesetz der Mensch für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen hat und niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf! Auch daß nach § 4 (1) Tierschutzgesetz ein Wirbeltier – und dazu zählen auch Fische – nur töten darf, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat!
Besitzen Kinder mit 10 Jahren diese Notwendigkeit? Doch wohl eher nicht!
Angeln ist entspannend und spannend zugleich, wie Lehrgangsleiter Klaus-Dieter Müller Neumitgliedern suggeriert. Daß der Angelsport Spaß macht, sagt er vorsorglich nicht, da der nur am einen Ende der Schnur vorherrscht, die Fische am anderen Ende finden es überhaupt nicht spaßig, wenn sie mit einem Haken im Maul, aus ihrem Element in die Höhe gehoben werden! Doch solche Gedanken kommen bei Anglern nicht auf – und sie wollen auch nicht, daß unbedarfte Kinder darüber nachdenken. Dafür sorgen schon die Sportfischervereine. Freudig wurde in dem Artikel darüber berichtet, daß man wieder 6 Kinder davon überzeugen konnte, was der Angelsport doch für ein tolles Freizeitvergnügen sei. Daß es gerade Kinder sind, die man von klein an zu Mitgefühl für andere Lebewesen erziehen sollte, wissen gegenüber Tierleid abgestumpfte erwachsene Angler vermutlich nicht.
Sehr bedauerlich, daß dabei bereits Kindern die Scheußlichkeit des Quälens und Tötens beigebracht wird!

Im Namen der Tierschutz-Union
mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der UT-UD
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