Gejagte Jäger - zwischen Naturliebe und Blutsport

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Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“ - zum Schutz von Natur und Umwelt
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MDR
Redaktion “Exakt” die Story per E-Mail an: exakt@mdr.de
z. Hd. des oder der Programmleiters/in
Leipzig Gotha, den 03.03.2014


Die Ausstrahlung vom 26.02.2014 – 20:45 Uhr - Exakt-die Story
„gejagte Jäger – Zwischen Naturliebe und Blutsport“

Ein Film von Peter Simonk,
Kamera: Stefan Simonk,
Schnitt: Christine Steinfeld,
Sprecherin Annette Gerhardt,
Vorspann Thomas Siegel und Björn Kowalewsky,
Produktionsleitung Michael Eckstein,
Redaktion Katrin Hartig und Uta Kroemer
als eine Simonk-Filmproduktion im Auftrag des MDR Sachsen-Anhalt


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26.02.2014 wurde, nachdem sie am 22.01.2014 angekündigt, doch überraschend schnell zurückgezogen, über den Fernsehsender MDR ab 20:45 Uhr die Sendung „Exakt“ Die Story ausgestrahlt.

Zu Beginn der Sendung glaubten die Zuschauer noch an eine wirklichkeitsnahe Sendung, in der endlich einmal die Wahrheit über die Grausamkeiten der Jagd und deren negative Beeinflussung auf unsere Natur zur Sprache kommen würde. Doch bereits nach wenigen Minuten mußten die Zuschauer erkennen, wohin die Reise geht.

Ein Schelm, der arges in der Verschiebung der Sendung vermutet!

Beeinflußte doch nicht etwa eine mordende Jägerschaft das öffentlich – rechtliche Fernsehen des MDR derart, daß die geplante Sendung zwar ihren Titel beibehielt, der Inhalt jedoch völlig tatsachenfern und jägerfreundlich verändert wurde.
Hatte man nun, Dank der Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt, jetzt über 4 Wochen Zeit den eigentlich geplanten Angriff auf eine mordende Horde perverser, blutrünstiger und tötungsgeiler Lustmörder, jägerfreundlich, der Wirklichkeit völlig entrückt, nach den Vorgaben von Grünröcken, umzugestalten.

Man fand sogar, was eigentlich mehr als unwahrscheinlich ist, einen jägerfreundlichem „Wildbiologen“, einen Herrn Professor Christoph Stubbe, der das Töten unschuldiger Tiere immens unterstützte, um der geplanten tatsachennahen Sendung die verdiente Schärfe zunehmen.
Ein „Wildbiologe“, der danach gefragt, ob er sich vorstellen könne, daß es keine Jagd mehr gäbe, mit den Worten erwiderte, daß dies furchtbar wäre, wenn z. B. Kinder ihr Zuhause verlassen wollten und
eine Rotte hungriger Wildschweine es auf ihre Frühstücksbrote abgesehen hätte.

Eigentlich aus dem Munde eines angeblichen Professors eine mehr als primitive Aussage.

So wurde aus einer wirklichen „Story“ eine Märchenstunde von halbstündiger Dauer zur Freude einer Mörderbande, deren einziges Trachten das Töten von Tieren ist.

Also folglich wieder eine jägerfreundliche Verdummung der Zuschauer, so wie man es von Rundfunk und Printmedien und zum Großteil auch von Fernsehsendern kennt!
Siehe dazu die MDR-Sendung „Exakt das Magazin vom 03.07.2013 zu Nutrias und Ratten an der Wipper in Hettstedt – wo Schädlingsbekämpfer und Tierfeinde ausreichend zu Wort kamen!

Weiter wurde am 26.02. davon gesprochen, daß Jagdgegner gern ausklammern würden, daß das Überleben der Bauern von der Jagd abhängen würde und die Jagd mittlerweile einen enormen Wirtschaftsfaktor darstelle, bei dem es um Umsatzzahlen von weit über einer Milliarde Euro ginge.

Es ist leider mehr als erbärmlich zu werten, daß der MDR mit Hilfe solcher Sendungen, einer ruchlosen Killerbrigade den Weg für immer weiteres Morden ebnet!
Es mag sich zwar brutal anhören, doch für das Treiben einer solch grünberockten Mörderbande muß man schon sehr deutliche Worte finden, denn was gerade diese Spezies in Natur und Umwelt anrichtet ist nicht länger stillschweigend hinzunehmen!!! Von „Naturliebe“ doch wohl keine Spur!!!

Der Titel der Sendung hieß zwar: „Gejagte Jäger – Zwischen Naturliebe und Blutsport“, nur vom wirklichen Blutsport der Lusttöter war kaum etwas zu sehen – geschweige im Kommentar zu hören.
So wurde weder erwähnt, daß jährlich über 5 Millionen Wildtiere und ca. 350 Tausend Haustiere sowie 40 Menschen getötet und 800 Menschen teilweise von Jägern zum Krüppel geschossen werden!

Auch wurde in dieser Märchensendung kaum nur ansatzweise erwähnt, daß von Jägern gestellte Fallen den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten, daß Schrotladungen z.B. die Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und „Deformationsgeschosse“ Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die „Nachsuche“ hinterlassen, die dann sogar öfters unterbleibt, daß etwa die Hälfte der Tiere nicht sofort tot ist und angeschossene Tiere noch stunden- oder gar tagelang Qualen leiden, daß die Behauptung der Jäger, diese grausamen Massaker seien notwendig, um die Tierbestände zu regulieren, längst widerlegt ist, daß die Jäger inzwischen offen zugeben, daß es bei der Jagd um die und geht, daß die überwiegende Mehrheit keine Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby und Freizeitvergnügen ausüben, daß nur etwa 0,3 % der Menschen in Deutschland Jäger sind und, daß laut repräsentativer Umfragen 80% der Bevölkerung diesen blutigen Freizeitsport ablehnen!

So wurde zwar ein Wildtier mit Lungendurchschuß präsentiert, kommentiert wurde jedoch nicht wie lange dieses Tier noch leiden mußte, bis es schließlich der „Gnädige Tod“ von seinen Qualen erlöste.
Der Jäger kommentierte sogar diesen Schuß noch als „guten“ Schuß!

Alles in Allem war diese Sendung mehr als Werbesendung für Jäger als eine Tatsachenbeschreibung wie brutal sich diese Lustmörder in unser aller Natur aufführen zu verstehen.

Der MDR möge sich zu diesen Vorwürfen äußern und darüber nachdenken, vielleicht bei der nächsten Sendung über die Jagd sich von sachkundigen Personen beraten lassen und weniger auf blutrünstiges Geschwafel von Lustmördern zu hören. Daß die Jagd keinesfalls mehr zeitgemäß ist sollte dabei sehr deutlich zum Ausdruck kommen.
Im Namen der Tierschutz-Union und aller Menschen,
denen unsere Natur, die Tiere und auch ihre Mitmenschen noch etwas bedeuten.

Mit freundlichen Grüßen
Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union
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