Im Weißer Bogen wird scharf geschossen - Veröffentlichung im Kölner Stadtanzeiger

  Unabhängige Tierschutz – Union Deutschlands
Allianz für Tierrechte – Rechtsdurchsetzungsorganisation für Tier und Natur
Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“ - zum Schutz von Natur und Umwelt
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Willy-Brandt-Platz 2
50679 K ö l n Gotha, den 02.08.2014



Stellungnahme zum unsinnigen Tiermord, wie er im Kölner Stadt-Anzeiger vom 29.07.2014 unter „Im Weißer Bogen wird scharf geschossen“ veröffentlicht wurde


Sehr geehrte Damen und Herren,

als deutschlandweit tätige Tier- und Naturschutzorganisation bitten wir Sie hiermit nachfolgende Stellungnahme zur Diskussion zu stellen und uns über deren Ergebnis zu informieren.

Das Treiben der Jäger in unserer Umwelt
Unter kaum zu unterdrückender Empörung erhielten wir Dank dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 29.07.2014 Kenntnis, was sich im Kölner Naherholungsgebiet „Weißer Bogen“, vermutlich unter der Schirmherrschaft der Kölner Unteren Jagdbehörde, Jäger, wie ein Herr Eddie Schicke, aufgrund ihrer perversen Tötungslust und Beutegier erlauben dürfen.

Eine Jägerschaft, die gerade einmal 0,3 % der Gesamtbevölkerung ausmacht, nimmt sich aufgrund der Unterstützung selbstjagender „Volksvertreter“, Freiheiten heraus, die keinesfalls länger vom übrigen Teil der Menschen akzeptiert werden müssen.
Wenn hier eine Stadtverwaltung von „grundsätzlich verantwortungsbewußt, zuverlässig und gut ausgebildet“ spricht meint sie ganz sicher keine Jäger, denn für diese Spezies treffen diese Eigenschaften nicht zu! Verantwortungsbewußte und zuverlässige Menschen töten nicht zum Spaß – wie Jäger es tun!

Ca. 380.000 Hobbyjäger haben deutschlandweit einen Mordsspaß bei der jährlichen Tötung von 5 bis 6 Millionen Wildtieren. Nur ein Bruchteil der erlegten Tiere werden dabei überhaupt verwertet, die meisten landen in der Abdeckerei.

So wurde geschrieben, daß „was für den einen ein notwendiger, ungefährlicher und behutsamer Eingriff in die Fauna ist, stört die anderen, verunsichert Spaziergänger und ärgert Jagdgegner“.
Die Schizophrenie kann gar nicht größer sein, wenn hier von notwendig, ungefährlich und behutsam die Rede ist. An das nur aus Spaß genommene Leben unschuldiger Tiere denkt dabei keiner!

Die Jagd auf Tiere ist keinesfalls notwendig, die Natur versucht stets ein Gleichgewicht herzustellen, was Jäger immer wieder verhindern – ungefährlich und behutsam doch nicht für das Leben der Tiere!

Und was hat ein Eddie Schnicke und andere Lusttöter auf Kaninchen, Füchse, Enten, Tauben und Gänse zu schießen? Er hält das für unverzichtbar und ungefährlich – doch sicher nicht für diese Tiere???

Jäger müssen keinesfalls eingreifen, weil es keine Bären, Wölfe und Luchse mehr gibt, abgesehen davon, daß es Jäger waren, die diese Tiere ausrotteten, sind sie nicht in der Lage, deren Funktion zu übernehmen.
Wenn dieser Jäger Schnicke es als abwegige Unterstellung bezeichnet, daß Jäger auf freilaufende Katzen und Hunde schießen, muß es wohl eine Mär sein, daß allein im Jagdjahr 2011/2012 allein in NRW 128 Hunde und 11.385 Katzen von Jägern erschossen wurden!

Die Tatsache, daß das Töten von Haustieren im Bundesjagdgesetz unter „Jagdschutz“ aufgeführt ist, zeigt, daß es den Jägern und dem Gesetzgeber nicht um Wild-, Arten- oder Tierschutz geht, sondern ausschließlich um den Schutz der Jagd, also darum, der Lust am Jagen ungestört nachgehen zu können.

Wie pervers gerade Jäger Schnicke ist, belegt sein am Ende der Pressemeldung verkündeter Satz, daß er gerne den fetten, glucksenden, wohl einzigen Auerhahn im Weißen Bogen, erwischen würde.
Jäger sind nun mal Menschen, denen aus gutem Grund eine deformierte Persönlichkeitsstruktur unterstellt werden kann.
Wer das Töten von Tieren als sein Hobby bezeichnet, einen Kult dabei zelebriert und sich hierbei mit zahlreichen Devotionalien umringt, dem kann durchaus ein psychopathischer Fanatismus unterstellt werden, den sich nur Personen mit deformierter Moral zu eigen machen können.
Als Bestätigung schaue man sich einmal Bilder von Jagdreisen ins Ausland – besonders gern nach Afrika – an; der Ekel über die Akteure ist grenzenlos.

So stellt jeder einzelne Jäger innerhalb unserer Gesellschaft für andere Mitmenschen eine Gefahr da. Denn eine gewisse Gewaltbereitschaft und Rohheit kann jedem unterstellt werden, der sich einer solchen Passion hingibt. „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt“ konstatiert dazu Tolstoi.

Die etwa 90.000 Jäger in NRW müssen sich jedoch auf härtere Zeiten einstellen. Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) will den Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz vorlegen.
In der Novelle soll der Natur- und Tierschutzgedanke stärker als bisher berücksichtigt werden.
Es steht auch zu erwarten, daß zahlreiche Arten in Zukunft überhaupt nicht mehr bejagt werden dürfen.

Immer wieder ringen Tierfreunde darum, irgendwo etwas ein bißchen besser zu machen, hier und da das Tierleid ein wenig zu mildern. Kleinste Veränderungen, die eine Welt mit ein bißchen weniger Tierleid in Aussicht stellen, werden - irgendwo ja auch zu Recht - gefeiert.
Kann dies die Vorgehensweise, das Ziel für die Zukunft sein? - Eigentlich nicht!

Und vielleicht wird dabei auch die irrsinnige Jagd einiger Lusttöter im Weißer Bogen von Köln, ist sie doch nachweisbar unnötig, bald der Vergangenheit angehören.

Es kann nur ein Ziel geben: Die Abschaffung der Jagd! Wir brauchen keine Jäger!

Im Namen der Tierschutz-Union und aller Menschen,
denen unsere Natur, die Tiere und auch ihre Mitmenschen noch etwas bedeuten.

Mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union

Zur Kenntnisnahme:
info@koelner-jaegerschaft.de ; oberbuergermeister@stadt-koeln.de

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