Jagd auf Wildkaninchen in Zabo - Strafanzeige gg. GmbH, OA und Jäger

Unabhängige Tierschutz – Union Deutschlands
Allianz für Tierrechte – Rechtsdurchsetzungsorganisation für Tier und Natur
Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“ - zum Schutz von Natur und Umwelt
angeschlossen bundesweit tätige Tier- und Naturschutzorganisationen und Einzelpersonen deren Arbeitsgebiet im karitativen und politischen Wirken für Tiere, Natur und Umwelt liegt.
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Kooperationsleitung – Tüttleber Weg 13 – 99867 G o t h a U T – U D
Tel: (03621) 400766 u. 506610 # Fax (03621) 506611
# Mail: harald.von-fehr@tierschutz-union.de

Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth per Telefax an: (0911) 321 2466

Fürther Straße 112 per E-Mail an: poststelle@sta-nfue.bayern.de
90429 Nürnberg
Gotha, den 26.03.2014


Die Unabhängige Tierschutz –Union Deutschlands, vertreten durch deren Kooperationsleiter Harald von Fehr, wohnhaft Tüttleber Weg 13 in 99867 Gotha, erstattet hiermit

S t r a f a n z e i g e
gegen
Herrn Klaus Ladewig, Lichtenhof Immobilien Verwaltung GmbH, Mühlhofer Hauptstraße 9 in 90453 Nürnberg;
Robert Pollak stellv. Leiter des Ordnungsamtes, Innerer Laufer Platz 3 in 90403 Nürnberg;
Gert Hügel, Hobbyjäger, sogenannter “Stadtjäger” wohl von Stadtbediensteten von Nürnberg dazu auserkoren.

Den Beschuldigten werden nachfolgende kriminelle Straftatbestandsmerkmale zur Last gelegt:

Herr Klaus Ladewig wird beschuldigt als Auftraggeber und somit als Anstifter gemäß § 26 StGB den Hobbyjäger Gert Hügel widerrechtlich beauftragt zu haben, die im Wohngebiet der ehem. amerikanischen Siedlung in Nürnberg – Zabo handzahmen, den dortigen Anwohnern vertrauend, freilebenden Kaninchen, abzuschießen. Herr Klaus Ladewig hat sich somit nicht nur der Anstiftung schuldig gemacht, sonder damit auch gegen die §§ 1; 11 (1) Pkt.8e) Tierschutzgesetz (TierSchG) sowie Artikel 20a Grundgesetz (GG) wie auch gegen jegliche Ethik und Moral eklatant verstoßen.

Herr Robert Pollak als Behördenvertreter wird beschuldigt widerrechtlich Aufträge an einen Hobbyjäger zu vergeben, wenn ihn dazu die Lichtenhof Immobilien Verwaltung GmbH genötigt hat.
Seit wann ist es rechtens, daß von einer öffentlichen Behörde rechtswidrige Aufträge von einer GmbH angenommen, und da trotz rechts – und gesetzeswidrig, sogar noch ausgeführt werden?
Dieser Herr Pollak gibt öffentlich zu, daß das Ordnungsamt mit den Kaninchen keinerlei Probleme habe, jedoch eine große Wildkaninchenpopulation im Stadtgebiet für die Ausbreitung von typischen Kaninchenkrankheiten sorgen könne.
Unsere Auffassung, im Bezug auf Krankheiten, dürften folglich auch keine größeren Menschenansammlungen erlaubt sein!
Was die Beauftragung des Hobbyjägers Gert Hügel betrifft, hat sich Herr Pollak, genauso wie Herr Ladewig, der Anstiftung von Straftaten und weil er dessen Vorgehen noch verteidigt, sich demzufolge auch wegen Beihilfe gemäß § 27 StGB schuldig gemacht hat. Ebenfalls hat sich der stellv. Ordnungsamtsleiter Robert Pollak der Begünstigung gemäß 257 StGB strafbar gemacht, hat er doch dem Hobbyjäger Gert Hügel, der zweifellos mit dem irrsinnigem nächtlichen Abschuß von 28 Wildkaninchen eine rechtswidrige Tat begangen hat, in der Absicht Hilfe geleistet, indem er ihm Vorteile der Tat zusicherte. Wieso eigentlich ist die Stadt berechtigt einem Hobbyjäger eine Sondergenehmigung zu erteilen?


Ebenso ist dem Beschuldigten Pollak vorzuwerfen, daß er sich durch die öffentliche Bagatellisierung des nächtlichen Tötens von 28, vielen Bürgern von Zabo liebgewonnen handzahmen Wildkaninchen, gemäß §258a StGB durch Strafvereitelung im Amt mitschuldig gemacht hat.

Herr Gert Hügel, seines Zeichens „sogenannter Stadtjäger von Nürnberg“, hat sich mit dem nächtlichen Abschuß von 28 zahmen, von Menschen geliebten und im Vertrauen zu diesen nichtsahnenden Wildkaninchen, in der Nacht vom 21. zum 22.03.2014 mit einem mit Schalldämpfer versehenem Jagdgewehr, nicht nur ethisch und moralisch – nein auch gegen bestehendes Recht und gültiges Gesetz strafbar gemacht.
So hat der Hobbyjäger Hügel gegen die §§ 1; 11 Pkt.8e) und 17 Pkt.1 TierSchG; den Artikel 20a GG sowie gegen die §§ 1(1) u. (3); 3 (3); 4; 5; 6; 11 (7); 19 (1) Pkt. 5a); 20 (1); 22 (4) Bundesjagdgesetz (BJagdG) und gegen § 292 (2) 1.; 2.; und 3. StGB Jagdwilderei bei Nacht, mit schallgedämpfter Waffe in einem Wohngebiet verstoßen.
Ganz besonders ist seine perfide verachtenswerte Art und Weise, wie sich dieser Hobbyjäger gegenüber unserer Tierwelt verhält.

Sachverhalt und nicht hinnehmbare Kaltschnäuzigkeit des Jägers und der Beschuldigten kann einer von vielen Veröffentlichungen im Nachfolgenden entnommen werden.
Jäger ging mitten im Wohngebiet auf Kaninchenjagd
Nürnberger Nachrichten v. 21.03.2014
Anwohner entsetzt:
Waidmann schoss in Nürnberg 28 Tiere tot - 23.03.2014 06:00 Uhr
NÜRNBERG - Aufregung über den Abschuss von Wildkaninchen: In Zabo haben sich Karnickel angesiedelt - zur Freude der Anwohner. Jetzt wurden 28 Tiere bei einer nächtlichen Jagd getötet.

Gar nicht scheu: In vielen Großstädten, so auch in Nürnberg, sind Wildkaninchen inzwischen eine vertraute Erscheinung. © Frank Rumpenhorst/dpa
Der Jäger hatte in der Pastoriussiedlung ein leichtes Spiel: Die Wildkaninchen waren an Menschen
gewöhnt. „Wir haben sie gefüttert. Unsere friedlichen, fast schon zutraulichen Wildkaninchen hoppelten auf den Wiesen zwischen den Wohnblocks der ehemaligen amerikanischen Siedlung herum“, erzählt Anwohnerin Karin Liewald. Bis zur vergangenen Woche.
Die Hausverwaltung des Nachbarblocks hatte nach einer Eigentümerversammlung den Stadtjäger gerufen. Freitagnacht gegen 23 Uhr, als sich die Straßen leerten, zog er mit zwei Helfern los und streckte mit einer schallgedämpften, kleinkalibrigen Waffe nach eigenen Angaben 28 Tiere nieder - darunter auch mehrere trächtige Weibchen. Eine Anwohnerin alarmierte die Polizei.

Knapp vier Stunden dauerte die Kaninchenjagd. Jeder Schuss wurde sorgfältig geplant. „Lieber lass’ ich zehn Karnickel sausen, als einen Schuss abzugeben, der Schaden anrichtet“, sagt Stadtjäger Gert Hügel. „Wenn etwa in der Nähe ein Auto steht, hat sich die Sache schon erledigt“, fährt der 59-Jährige fort.
Die Jagd stieß auf Unverständnis. „Es war ein großes Idyll. Die Kaninchen saßen oft bei uns im Garten. Es ist nicht einzusehen, warum so brutal vorgegangen wurde“, empört sich Liewald. „Ich finde es nicht gut, dass hier nachts Jäger herummarschieren“, kritisiert Nachbar Lothar Vogel, der sich wie viele Anwohner über die „Nacht-und-Nebel-Aktion“ empört. „Wir sind hier doch nicht in Wald und Flur, sondern mitten in einer Wohnsiedlung“, ereifert er sich.
„Laut unseren Erkenntnissen war das Vorgehen rechtlich in Ordnung“, kommentiert Robert Pollack vom Ordnungsamt den Fall. „Aber es ist eben ein sehr sensibles Thema.“ Beim Stadtjäger handelt es sich übrigens um keinen städtischen Beschäftigten, sondern um einen Nürnberger Jäger.
Die Stadt hat Gert Hügel vor über zehn Jahren eine unbefristete Ausnahmegenehmigung erteilt. Mit dieser darf der 59-Jährige in befriedeten Bezirken - wo normalerweise die Jagd tabu ist - Marder, Füchse, Waschbären, Wildkaninchen und Rabenvögel abschießen. Der Stadtjäger macht sich vorher bei Tageslicht ein Bild von der Situation, berichtet Pollack. Ferner benötigt er auf Privatgrund die Einwilligung beziehungsweise den Auftrag des Eigentümers. Um unnötigen Ärger zu vermeiden, informiert der Stadtjäger im Vorfeld die Polizei über seine Einsätze.
Links zum Thema - Weitere Meldungen aus Nürnberg
Im Fall der Pastoriussiedlung hat eine der zuständigen Hausverwaltungen, die Lichtenhof Immobilien Verwaltung GmbH, den Stadtjäger beauftragt, die Kaninchenpopulation einzudämmen. Auf Nachfrage unserer Zeitung nach den genauen Gründen, lautet die knappe Antwort: „Das ist Sache der Eigentümergemeinschaft.“
Es gibt einige große Wildkaninchenpopulationen im Stadtgebiet, die eine Ausbreitung von typischen Kaninchenkrankheiten mit sich bringen können, berichtet Amtsvize Pollack, „aber ein Problem mit diesen Tieren haben wir nicht“. Das Bayerische Jagdgesetz sieht keine Schonzeit für Wildkaninchen vor, sie dürfen ganzjährig geschossen werden. Doch der Stadtjäger spricht bei seinem jüngsten Einsatz von einer Ausnahme: „Eigentlich schieße ich von März bis Ende Oktober nicht auf Wildkaninchen - wegen der Jungen.“
Seine Abschussbilanz für das im März endende Jagdjahr: rund 200 Wildkaninchen, knapp 30 Steinmarder und fünf Füchse. Hinzu kommen angefahrene und verletzte Rehe oder auch Wildschweine. Auf die Frage, warum er diese ehrenamtliche Arbeit ausübt, entgegnet Hügel: „Teils aus Passion, zum Teil, weil das ja jemand machen muss.“

Es gibt immer wieder Probleme mit dem Thema Jagen in Nürnberg, weiß Robert Pollack. „Zum einen sind die Ängste der Bürger verständlich, zum anderen braucht man eine Bejagung.“ Zuletzt sorgte ein Jäger im Dezember 2012 für Schlagzeilen, als er in Rehhof eine Hündin niederstreckte, die er angeblich mit einem Fuchs verwechselt hatte. Der Vierbeiner war nicht angeleint, sein Besitzer befand sich in nächster Nähe. Die Polizei ermittelte. Am Ende kassierte der Jagdpächter einen Strafbefehl und gab seinen Jagd- und Waffenschein ab.

Der Vorfall ereignete sich in einem der elf Nürnberger Jagdreviere. Es wurden damals Forderungen laut, die Jagd in der Nähe von Wohngebieten zu untersagen. Das Amt erklärte das Gelände in Rehhof, wo viele Menschen mit ihren Hunden Gassi gehen, schließlich zum befriedeten Bezirk.

Auf Nachfrage unserer Zeitung nach den genauen Gründen, lautet die knappe Antwort: „Das ist Sache der Eigentümergemeinschaft.“
Was sagt zu einer solchen Antwort die Staatsanwaltschaft????

Robert Pollack möchte diese beiden Fälle nicht miteinander vergleichen, da es sich um „völlig unterschiedliche Vorgehensweisen“ handle. Doch die Ängste der Anwohner sind die gleichen.

Karin Liewald, selbst Hundebesitzerin, kennt in der Pastoriussiedlung viele Leute, die um 23 Uhr noch mit ihrem Vierbeiner Gassi gehen. Und betont: „Es hinterlässt ein ungutes Gefühl, wenn hier nachts geschossen wird.“ CLAUDIA BEYER

Kritisieren die Abschussaktion: Karin Liewald (re.) und Lothar Vogel mit Nachbarinnen an einem verlassenen Kaninchenbau. © Michael Müller
Unabhängig der Verwerflichkeit des nächtlichen Vorgehens dieses Hobbyjägers bleibt die Frage offen:
Ist eine Hausverwaltung berechtigt einen Jäger die Erlaubnis zu erteilen in der Nacht in einem befriedeten Wohngebiet völlig „ohne vernünftigen Grund“ ,Tiere, die keinen Schaden angerichtet, von jedermann geliebt, friedlich in diesem Wohngebiet lebten, ohne Skrupel zu töten – und ein Ordnungsamt gibt zur Auskunft: „Laut unseren Erkenntnissen war das Vorgehen rechtlich in Ordnung“, kommentiert Robert Pollack vom Ordnungsamt den Fall.

Gerd Hügel hat als einziger seiner Kollegen die Lizenz zum Jagen im Nürnberger Stadtgebiet.
Frage: „Von wem hat er die Lizenz???“

Diesmal war er in Röthenbach bei Schweinau unterwegs. © Alexa von Busse
Daß ein solcher Mensch, bei so vielen Tiertötungen, die er offen zugibt, überhaupt noch ruhig schlafen kann, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Ein Gewissen scheint dieser Herr Hügel jedenfalls nicht zu haben.
Im Anhang noch eine Pressemeldung der Nürnberger Nachrichten vom 21.03.2014.

Mit der Bitte uns auf dem neuesten Ermittlungsstand auf dem laufenden zu halten und uns das Verfahrenskennzeichen mitzuteilen
Im Namen der Tierschutz-Union und aller Menschen,
denen unsere Natur, die Tiere und auch ihre Mitmenschen noch etwas bedeuten.
Mit freundlichen Grüßen


Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union E-Mail- Anlage: PM vom 21.03.2014
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