Manuela Pollack und ihre Alpakas

  Gotha: Pollack | Kaum hat Manuela Pollack das Gitter hinter sich gelassen, ist sie von fünf langhalsigen Schmuse-Fellköpfen umringt. Sanft stupst Diego das Frauchen an, auch Alba, Bella, Clara und Eros fordern mit liebevollem Nachdruck ihren Anteil an den täglichen Streicheleinheiten. Vielleicht hat sie ja ein Leckerli dabei, ausnahmsweise. Jetzt hätte Manuela Pollack gern fünf Hände, besser noch zehn, um all ihre Lieblinge gleichzeitig zu knuddeln.

Zuerst zu den Lieblingen


An jedem Morgen, wenn sie das Betriebsgelände betritt, um den Arbeitstag in ihrer Firma zu beginnen, gilt ihr erster Gang den Tieren, ihren Alpakas. Vor vier Jahren angeschafft, sollten sie sich eigentlich nur darum kümmern, auf dem recht großen Gelände das Unkraut in Schach zu halten. Als Nutztiere. Heute sind sie mehr als nur lebendige Rasenmäher, viel mehr. „Sie gehören inzwischen zur Familie, ich kann mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen“, schwört Manuela Pollack, die eine innige Bindung zu den Tieren aufgebaut hat.

Erst waren es nur zwei


Mit Diego und Alba hat alles begonnen. Bella und Clara stellten sich schon bald als Nachwuchs der beiden ein, Hengst Eros wurde hinzugekauft. Im August kommt wieder Nachwuchs. Sie alle bestechen durch ihr liebevolles, sanftes Wesen. Den zutraulichen Alpakas gelingt es ohne Mühe, ihre innere Ruhe auf die Menschen zu übertragen. Immer häufiger werden die Leisetreter anderswo zu Therapiezwecken eingesetzt, man nennt sie auch Delphine der Wiesen. „Das könnte ich mir mit unseren Alpakas durchaus auch vorstellen, doch ich habe keine pädagogische Ausbildung, die das ermöglicht.“, sagt die Bauingenierin.

Ganz besondere Wirkung


Wunderbare Wirkung haben ihre Haustiere trotzdem. Immer wieder zieht es Erwachsene und Kinder auf das Firmengelände. Manche bringen Futter vorbei, an jedem dritten Samstag im Monat ist um 10.30 Uhr öffentliche Fütterung. Drei Mädchen vom Arnoldi-Gymnasium wollen ihre Seminarfacharbeit den Tieren widmen, ganze Kindergruppen wählen immer wieder den Alpaka-Hof zum Ziel für ihren Wandertag. Dafür nimmt sich Manuela Pollack dann ganz viel Zeit, erzählt von den Tieren und ihrer ursprünglichen Heimat, veranstaltet Quizrunden mit den kleinen Besuchern, lässt sie die Tiere füttern und streicheln. Manchmal sind es auch behinderte Kinder, die Kontakt zu den Sanftmütern suchen. „Wenn ich dann sehe, wie gut dieser Kontakt ihnen tut, dann geht es auch mir gut“, ist Manuela Pollack glücklich.

Wissenswertes


Alpakas stammen ursprünglich aus Chile und Peru, dem Anden-Gebiet. Die Tiere werden 20 bis 25 Jahre alt, die Schulterhöhe kann zwischen 80 und 100 Zentimetern betragen. Seit 1996 sind Alpakas, auch Neuweltkameliden genannt, in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt und dürfen von Privatleuten gehalten werden.

Alpakas zum Anfassen:


Beim Alpaka-Hoffest der Firma Pollack in der Gothaer Gallettistraße 38 lassen sich die Tiere näher kennenlernen, dazu gibt es ein unterhaltsames Programm: am Sonntag, 15. Juni, von 10 bis 17 Uhr. Hier ist an diesem Tag auch der Start und Eintrittskartenverkauf für den ebenfalls stattfindenden Tag der offenen Gärten. Weitere Informationen: www.gotha-alpakas.jimdo.com
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