15 Prozent mehr Unfälle - Immer öfter ist unangepasste Geschwindigkeit Unfallursache Nummer eins

Im Nebel viel zu schnell war dieser Motorradfahrer vor wenigen Tagen kurz vor Gotha.
Es kracht wieder öfter auf den Straßen, die in die Zuständigkeit der Verkehrspolizeidirektion Gotha fallen. Auf den beiden Bundesautobahnen (A 4/74 km und A 71/34 km), den 338 km Bundesstraßen (B4, B7, B7A, B19, B84, B87, B88, B247 und B250) sowie den 1176 km Land- und Kreisstraße ereigneten sich im vergangenen Jahr 1379 Unfälle, 182 mehr als im Jahr 2009. Insgesamt verloren drei Menschen ihr Leben, einer weniger als im Jahr zuvor. Während die Zahl der Schwerverletzten von 46 auf 53 stieg, nahm die Zahl der Leichtverletzten 137 im Jahr 2009 auf 93 im Jahr 2010 ab.

Betrachtet man die Unfallursachen, so fällt auf, dass die unangepasste Geschwindigkeit in 550 Fällen zu einem Unfall geführt hat. Das ist eine traurige Steigerung von über 64 Prozent. Gerade einmal in 12 Fällen war bei einem Verkehrsunfall Alkohol im Spiel. Hier blieb die Zahl mit 11 im zurückliegenden Jahr nahezu konstant.

Besorgniserregend die Veränderungen, wenn man sich die Ursachen bei LKW-Unfällen anschaut. Spielte im Jahr 2009 bei 32 Brummi-Unfällen Geschwindigkeit eine Rolle, so hat sich die Zahl der Unfälle durch unangepasste Geschwindigkeit mit 102 fast der dreifacht. Auch der zu geringe Abstand ist deutlich unfallursächlich bei LKWs. Um ein Drittel stieg die Häufigkeit von 44 im Jahr 2009 auf 66 im vergangenen Jahr. Hier stieg auch die Zahl der schwerverletzte Personen von 8 auf 22 drastisch an, ein Mensch starb, einer weniger als 2009.

Unfallschwerpunkt im Landkreis Gotha ist noch immer die Kurve der BAB 4 im Bereich Wandersleben. Hier ereigneten sich 16 Unfälle. Gemessene Geschwindigkeiten bei erlaubten 120 km/h von 152 bis 205 km/h sprechen leider eine deutliche Sprache.
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