Azubi fordern Absicherung des Sportunterrichts

Engagiert: Die Berufsschüler Anja Denner und Samuel Schiel überreichten die Unterschriften für den Bau der Sporthalle in der Kindleber Straße an Gabi Reichstein, Kreistags-Franktionsvorsitzende der SPD-B90-Grüne, und Vera Fitzke, Kreistags-Franktionsvorsitzende der Linken., sowie an Michael Allin, der die Liste für die CDU-FDP-Fraktion entgegen nahm. (Foto: Foto: Landratsamt)
Gotha: Landratsamt | Unterschriftenliste an Fraktionschefs des Kreistags übergeben:

Ihrer Forderung, den Sportunterricht an den Gewerblich-Technischen Berufsbildenden Schulen in Gotha räumlich abzusichern, haben heute Vertreter der Schule gegenüber den Fraktionsvorsitzenden der im Kreistag präsenten Parteien und Vereinigungen Nachdruck verliehen. Die Schülerinnen und Schüler überreichten eine Unterschriftenliste, in der sich bislang rund 400 Unterzeichner für den Bau einer Schulsporthalle aussprechen. Hintergrund ist: Für die derzeit 1.560 Berufsschüler in 105 Klassen gibt es seit Jahresbeginn keinerlei Möglichkeit mehr, den Sportunterricht zu besuchen. Eine bis dato vom Landkreis angemietete Halle, die bereits den Ansprüchen an modernen Unterricht nicht genügen konnte, wurde vom Vermieter fristgerecht gekündigt. Damit steht dem Berufsschulzentrum als einziger Schule der Region keinerlei Raumkapazität für die normalerweise abzusichernden 78 Sportstunden pro Woche zur Verfügung.

Landrat Konrad Gießmann hat den Bau einer Sporthalle für die Gewerblich-Technische Berufsschule mit im Haushaltsplan für 2013 verankert – mit einer ersten Jahresscheibe von 350.000 Euro. Insgesamt würde ein Sporthallenneubau rund 3,5 Mio. Euro kosten und – bei Baubeginn noch in diesem Jahr – bis 2015 fertig gestellt sein. Für dieses Vorhaben wollen die Auszubildenden mit ihrer Unterschriftensammlung werben, denn: Der Haushaltsplan für 2013 ist aufgrund der Querelen um den Finanzausgleich noch nicht beschlossen. Auch die zweite Lesung, in denen die Kreistagsmitglieder Änderungen vorschlagen und beschließen, hat bislang noch nicht stattgefunden. Damit ist der Planansatz für den Sporthallenbau derzeit nur ein Vorschlag seitens der Verwaltung. Diesen Wirklichkeit werden zu lassen, ist die Bitte der Azubi und Lehrer der Berufsschule an die Kreistagsmitglieder.

Eine kurzfristige Erleichterung der Situation soll nach den Winterferien das Ausweichen auf die Sporthallen an der Regelschule Molschleben und der Grundschule Friemar erreichen. Rund ein Viertel der notwendigen Unterrichtsstunden kann so aufgefangen werden. Für diese Interimslösung müssen beide Schulen allerdings ebenfalls umorganisieren und eigene Interessen zurückstellen. Deshalb kann der Rückgriff auf die benachbarten Sporthallen nur eine zeitweilige Linderung bringen und stellt keinesfalls eine Dauerlösung dar.
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