Bahnhof Neudietendorf wird umgebaut – und was passiert wo anderst?

Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass sich am Bahnhof in Neudietendorf in naher Zukunft einiges tut. Wer die Anblicke von Bahnhöfen öfters ertragen muss kann da nur zustimmen. So soll das Bahnhofsgebäude, ein Bau aus Zeiten der DDR, teils abgerissen werden und das gesamte Umfeld wird umgestaltet. Nicht nur um das Gebäude geht es, nein, auch das Gelände wird so aufgewertet besser genutzt. Grundlage war hier u.a. eine Verkehrszählung der Reisenden und alle Anforderungen an einen neuen freundlichen Bahnhof wurden zusammen getragen. Um die Mobilität zu erhalten und gleichzeitig Menschen vom Auto in den Zug zu bekommen ist neben Plätzen für Fahrräder ein PKW Parkplatz mit 100 Stellplätzen geplant. „Park and Ride“ wird so neu belebt, aus meiner Sicht ein ganz richtiger Weg. Die Rahmenbedingungen werden so spürbar verbessert, der Umstieg vom Auto in den Zug positiv und nachhaltig unterstützt. In diesem Zusammenhang ist es sicher erlaubt, den Blick auf andere Bahnhöfe zu richten. Wie freundlich geht es für die Reisenden (nicht nur optisch) am Bahnhof der Kreisstadt Gotha zu? Gibt es hier PRK Stellplätze und überhaupt, wann wurde eine Verkehrszählung durchgeführt, der wirkliche Bedarf ermittelt? Wenn immer wieder über Streckenschließung(-en) gesprochen wird haben auch diese weichen Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Annahme eines Verkehrsmittels. Fährt ein Mensch zum Bahnhof Gotha und suche ewig einen Parkplatz, um dann mit dem Zug weiter zu fahren ist das eine gute Lösung. Doch wenn man schon keinen Parkplatz findet wird der Zug ohne den Reisenden abfahren, wird er irgendwann gestrichen werden. Was danach kommt sehen wir ganz genau bei der Schließung der Ohratalbahn Gotha – Gräfenroda. Es gilt endlich für die Verantwortlichen umzudenken, zu handeln und die Einstellungen zu bestimmten Verkehrsmitteln zu überdenken. Jeder muss und darf nicht nur bis zur nächsten Wahl denken, es geht um die mobile Zukunft von uns allen einschließlich der Kinder. Die Zeit ist überfällig, Lösung für Pendler anzubieten zu finden – und das nicht nur in Gotha. Der Blick über den Gartenzaun hinaus ist nicht nur erlaubt, er ist gefordert.
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