Bartsch auf dem Gothaer politischen Aschermittwoch der LINKEN – da musste ich hin

 
Dr. Birgit Klaubert / Dr. Dietmar Bartsch
(mit Videos)
Am 22. Februar fanden sich thüringenweit die LINKEN im Gothaer Theater-Café ein, um den politischen Aschermittwoch gemeinsam zu begehen. Viele bekannte wie freudige Gesichter, aufgekratzte Stimmung, weil man sich erhoffte, in dieser bewegten unwirschen Zeit ein paar klare Worte vom stellv. Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Bundestag, Dr. Dietmar Bartsch, zu hören.

Das Medieninteresse war so groß (Presse und Fernsehen), dass man sich allseitig viel von diesem Abend versprach. Zeitig genug gekommen, hatte ich dennoch bereits ein volles Café vorgefunden. Etwas spartanische Tischreihen und viele Sprüche ringsum ließen mich schmunzeln. Das Flair war gewohnt wie betont einfach. Offensichtlich stand das politische Wort im Mittelpunkt des Abends.
Linke Abgeordnete des Thüringer Landtags und der Parteiführung waren ebenso anwesend, wie Abgeordnete kommunaler Parlamente der LINKEN, und mischten sich unter die Gothaer und auch einige „nur Interessenten“.



So begann der Abend mit „Kalter Kaffee“! Die beiden Musiker habe ich schon einmal erleben dürfen und war gespannt auf ihre spitzen wie spritzigen Verse. Das Lied von der „gescheiterten Existenz“ hatte all das und war/ist ein wahrer Renner!

André Blechschmidt (Parlamentarischer Geschäftsführer und Medienpolitischer Sprecher) begrüßte die Anwesenden, freute sich darüber, dass die „Hütte voll“ war, und hatte auch ein paar passenden Worte für die Vertreter „der geheimen Zunft“.




Dann ging Dietmar Bartsch ans Rednerpult, bei dem man sich nicht nur in Worten nach vorn orientieren musste, um durch keinen noch so kleinsten Schritt nach hinten nicht „zu fallen“. Seine Rede teilte ich in vier Hauptkomplexe, wobei sie in sich harmonisch und inhaltlich wie in ihrer Art ohne jegliche Brüche vorgetragen wurde und bei den Anwesenden sehr gut ankam. Mehrmals war ein Applaus im Ansatz verstummt, damit kein vorgetragener Gedanke verpasst wurde.

(Nachfolgende 4 Bartsch-Videos jedes fast 10 Minuten!)
(Bartsch)-Video-1:
Humorvolle Gedanken zum Aschermittwoch auch vergleichend unterschiedlicher Veranstaltungen, amüsierte Worte zum Verfassungsschutz. Schließlich hob er hervor, dass nicht die Unterschiede von DDR und heutigem Deutschland ihn beunruhigen sondern deren Ähnlichkeiten!




(Bartsch)-Video-2:
Das unwürdige „Gezerre“ um den neuen Bundespräsidentenkandidaten nahm er aufs Korn und stellte die Haltung der LINKEN eindeutig klar. Arm und Reich wurde klar benannt, woraus sich notwendige Schritte ableiten lassen, eine bessere Politik zu machen. Es wird offiziell nur von Schuldnern gesprochen und nicht den Gläubigern und deren Gewinne!




(Bartsch)-Video-3:
Es muss endlich die Frage nach den Krisenverursachern gestellt werden! Notwendige Millionärssteuer anwenden!
Seine Analyse des Jahre 2011 als schlechtes Jahr für die LINKEN war ein Gesichtspunkt. Dass und wie daraus ein besseres Jahr 2012 werden kann, führte der Redner aber auch aus.




(Bartsch)-Video-4:
Deutliche Worte sprach Dietmar Bartsch zu den vielen Gedanken der LINKEN, die erst verteufelt und schließlich von anderen Parteien und auch den Gewerkschaften aufgenommen wurden. Darauf hinweisen, sei ganz in Ordnung. Aber letztlich muss man froh sein, wenn die richtigen Gedanken der LINKEN sich durchsetzen.




Als „parteiliches Kulturprogramm“ konnten nach Bartschs sehr guter Rede die „Linksblinker“ mit viel Lachen und gar Tränen in den Augen aufgenommen werden. (Das Video hier einzubauen, brächte meines Erachtens nicht allzu viel, weil von ihnen die Landtagsfraktion aufs Korn genommen wurde, die mitunter so nicht bekannt und erkennbar und gar zu belächeln sind.)
Später nahmen die „Linksblinker“ die einzelnen Parteien aufs Korn. (Wofür treten eigentlich die LINKEN ein? Ja wofür? Fragen wir doch mal den Verfassungsschutz!)

Humorvoll wie sachlich gut sowie hoffnungsvoll war die Vorstellung der Landratskandidatinnen für Altenburg, Michaele Sojka, und Nordhausen, Birgit Keller, durch Dr. Birgit Klaubert (Vizepräsidentin des Thüringer Landtages).

Nachdem noch etwas „Kalter Kaffee“ spielten, gab es eine begeisternde Tanzeinlage der Gruppe „Dancers For Gold“:




Den offiziellen Programmabschluss vor den Schlussworten André Blechschmidts bildeten die skurrilen Formulierungen, die aus Gesetzen, Verordnungen und anderen offiziellen Texten wiehernder Büroschimmel – vorgetragen vom Landtagsabgeordneten und Bürgermeisterkandidat für Arnstadt, Frank Kuschel.
Ein kleiner Auszug satirischer politischer Betrachtungen VOR den erwähnten Text-Lachern soll auch diesen Beitrag beenden:



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4 Kommentare
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D D aus Jena | 25.02.2012 | 18:56  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 25.02.2012 | 19:24  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 28.02.2012 | 16:41  
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 28.02.2012 | 19:25  
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