Bauern üben Kritik an Tierschützervideo

Unabhängige Tierschutz – Union Deutschlands
Allianz für Tierrechte – Rechtsdurchsetzungsorganisation für Tier und Natur
Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“ - zum Schutz von Natur und Umwelt
angeschlossen bundesweit tätige Tier- und Naturschutzorganisationen und Einzelpersonen
deren Arbeitsgebiet im karitativen und politischen Wirken für Tiere, Natur und Umwelt liegt.
Ansprechpartner im Netzwerk bundesweiter Tierschutz-Notruf 0700 – 58585810
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# Mail: harald.von-fehr@tierschutz-union.de

An den Thüringer Bauernverband per E-Mail an: tbv@tbv-erfurt.de
z. Hd. des Präsidenten Herrn Helmut Gumpert

Alfred-Hess-Straße 8 per Telefax an: (0361) 2625 3225
99094 E r f u r t
Gotha, den 12.12.2013


Sehr geehrter Herr Gumpert,

wir gehen doch sicher richtig in der Annahme, daß Sie der Präsident des Thüringer Bauernverbandes sind?
Folglich ist es doch sicher auch so, daß alles, worüber sich der Thüringer Bauernverband in der Öffent-lichkeit äußert, Ihre persönliche Zustimmung findet?
Folge dessen fragen wir Sie unverblümt, wie Sie zu nachfolgender Pressemeldung unter der Überschrift: "Bauern üben Kritik an Tierschützervideo" stehen.

Es kann doch, sollte das auch Ihre Auffassung sein, sich kein Bauernverband über Tierschützer so herablassend äußern, wenn seine Mitglieder – Bauern sind es keineswegs, die ihre Tiere so barbarisch tierquälerisch halten, so steht es geschrieben, , entstanden ist.
Sollte das folglich auch Ihre Meinung als Präsident des Thüringer Bauernverbandes sein, Sie demzufolge das Vorgehen der Tierschützer verurteilen, gehören nicht nur die Betreiber von Gut Thiemendorf,
sondern der gesamte Thüringer Bauernverband hinter Schloß und Riegel.
Dies schon allein deshalb, da er dann ja öffentlich, wie diese Pressemeldung belegt, hinter den Betreibern dieser Sauenhaltung steht und somit zwangsläufig deren kriminelles Verhalten – entgegen den Vorgaben des Tierschutz- und Grundgesetzes, billigt.

Wenn in dieser Pressemeldung davon geschrieben steht, daß zuständige Amtsveterinäre und keine „selbsternannten Gutmenschen“ die Kontrolle über derartige landwirtschaftliche Tierqual-Industriebertriebe durchführen müßten, fragen wir uns mehr als entrüstet, wieso sich bezüglich der unhaltbaren Zustände in diesem Tierqual-Gut Thiemendorf bisher noch nichts in Punkto Tierschutz ereignet hat.

In den Videos, die man Dank der Presse, auf der Internetseite vom www.ariwa.org abrufen kann, sind Tierqualen belegt, die – wie bereits gesagt – die Betreiber von Gut Thiemendorf eindeutig kriminalisieren und folge dessen sofort hinter Schloß und Riegel gehörten, würde in unserem „Rechtsstaat“ das Verbrechen – und hier handelt es sich zweifelsfrei um ein solches – von der BRD-Justiz auch als solches geahndet werden.

Wer sich etwas näher mit der Problematik „Veterinärämter“ beschäftigt hat, muß ebenfalls leider auch gestehen, daß die meisten gravierenden Tierschutzfälle nicht von Amtsveterinären sondern von Tierschützern aufgedeckt wurden!
Dem Thüringer Bauernverband stände folglich besser zu Gesichte, mehr auf die landwirtschaftlichen Industrie – Tierhaltungsbetriebe ein Auge zu werfen, als sich über Menschen – keine „Gutmenschen“ sondern „Tierschützer“ – zu ereifern, die sich in lobenswerter Weise in ihrer Freizeit engagiert und ehrenamtlich um Leid und Qual unserer Mitgeschöpfe sorgen, während Diejenigen, die dafür schönes Gehalt kassieren, mehr weg – als hinschauern!

Am Abend des 10.12.2013 gegen 21:45 Uhr wurde auf ARD in der die Sendung „Report Mainz“ ebenfalls in aller Deutlichkeit gezeigt, wie in Schweine-Massentierställen mit den armen Tieren umgegangen wird! Es wurde auch gezeigt, was natürlich bei den nächtlichen Aufnahmen der Sauenhaltung auf Gut Thiemendorf nicht zu sehen war, wie überzählige gesunde Ferkel von Beschäftigten erschlagen werden! Die Boxen mit toten Ferkeln wurden bei den nächtlichen Aufnahmen ebenfalls gefilmt – also wird auch in Thiemendorf so mit Tieren umgegangen!
Wie wir erfahren mußten, wird diese Praxis in der Schweinezuchtanlage Alkersleben von den Betreibern ebenfalls wohl ganz legitim angewandt!
Also ebenfalls ein Fall für die Staatsanwaltschaft!
Denn daß dabei, wie folglich in allen Schweinezuchtanlagen, wohl auch in anderen Bundesländern, die Tiere so barbarisch gequält und getötet werden, ist mit dem Wissen der Bauernverbände anscheinend gängige Praxis.
Wenn sich dann solche Leute auch noch über Tierschützer ereifern, die ihre Freizeit dazu nutzen, solche Sauereien aufzudecken, kann doch in einem solchen Staat etwas nicht in Ordnung sein!

Sie sollten deshalb solchen Tierschützern eher dankbar sein, statt sie zu beschimpfen, denn nur durch sie werden die „Schwarzen Schafe“, wie Sie so naiv meinen, herausgefunden und bestraft!

Im Namen der Tierschutz-Union und aller Menschen, denen unsere Natur, die Tiere und auch ihre Mitmenschen noch etwas bedeuten, einer Stellungnahme entgegensehend,
mit freundlichen Grüßen


Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union
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