Der jährliche Irrsinn angeblicher Mäuseplagen

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99423 W e i m a r

Gotha, den 01.09.2015




Leserbrief zur TLZ- Veröffentlichungen vom 01. 09.2015 unter der Überschrift "Mäuseplage auf vielen Feldern"



Sehr geehrte Frau Sommer,

aufgrund obiger Pressemeldung bitte ich Sie nachfolgenden Leserbrief zu veröffentlichen.

Leider muß ich wieder, wie bereits in meinem Leserbrief vom 13.04.2015, zu dem ja die TLZ-Thüringenredakteurin Sybille Göbel leider eine sehr hanebüchene Auffassung vertrat, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit schreiben, um überhaupt etwas zu erreichen.

Sollten Sie meinen, ich wäre zu direkt, vergessen Sie bitte nicht, daß die Wahrheit um den Abschuß der mäusefressenden Beutegreifer und das alljährliche, verbrecherische Ausbringen von seit 2008 europaweit verbotenen Giften nicht länger verschwiegen werden kann.
Und schließlich übernehme ich die Verantwortung für mein Schreiben.

Der jährliche Irrsinn von angeblicher "Mäuseplage auf vielen Feldern"!

Wie in der TLZ-Ausgabe vom 01.Sept. zu lesen, dürfen Bauern ab 1. September, wie jedes Jahr, wieder auf ihren Feldern und deren Randstreifen das seit 2008 europaweit verbotene Mäusegift ausstreuen. Diejenigen, die angeblich für das Wohl der Bevölkerung so besorgt sind, und an deren Führungsspitze der Bauernverbandspräsident Helmut Gumpert steht, sehen angeblich keine andere Möglichkeit, als mit Gift gegen die angebliche Mäuseplage vorzugehen. Nicht nur daß das Gift für diese armen Tiere einen unbeschreiblich grausamen Tod bedeutet, werden damit auch nützliche und strenggeschützte Arten und letztlich auch die Menschen vergiftet.

Und warum das alles, und jedes Jahr? Weil der Verstand von Entscheidungsträgern, die dafür sogar von unseren Steuergroschen noch gut bezahlt werden, nicht ausreicht, einer himmelschreienden Schizophrenie endlich mit Vernunft zu begegnen.

So werden nicht nur vom zuständigen Landwirtschaftsministerium des Bundes – sondern auch der Länder noch immer Jagdgesetze geduldet und favorisiert, die das Töten mäusefressender Prädatoren wie Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Marderhund, Waschbär, Mink, Rabenvögel – ja sogar Hauskatzen vorschreiben!

Erst wenn diese hanebüchene Schizophrenie beendet wird und die mäusefressenden Tiere nicht mehr von Jägern getötet werden dürfen, zeigt es sich, warum und wieso die Evolution die Reproduktionsrate der Mäuse so hoch angesetzt hat. Lediglich Sitzkrücken für Greife werden Probleme hoher Mäusenachwuchsperioden keinesfalls Herr werden – dazu bedarf es aller Mäusefresser!

Die jedoch werden vorsätzlich dezimiert, um wohl die Giftproduzenten am Leben zu erhalten!

Die Bevölkerung hat das anscheinend auch noch nicht begriffen – sie fördert mit ihrer Ignoranz sogar die Giftstoffe, die sie letztlich selbst auf dem Teller hat, denn verschwinden tut das ausgelegte Gift nicht!

Harald von Fehr, Gotha

Ich hatte mich sogar im Voraus für die Veröffentlichung bedankt,
doch der Leserbrief - geht es dabei ja "nur" um Tiere, die eines sehr qualvollen Todes sterben und dabei noch sehr viele sogar strenggeschützte Arten mitnehmen, wird wohl auch nach mehreren Anrufen nicht veröffentlicht!!!

Tiere sind nun mal bei Medien und Politik völlig nebensächlich!!!!

Im Namen der UT-UD mit freundlichen Grüßen Harald von Fehr
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2 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 27.09.2015 | 12:56  
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Irina Baumann aus Hermsdorf | 24.01.2016 | 19:12  
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