„Der Rote Bock 2011“ an einen feurigen, leidenschaftlichen, sympathischen „Vulkan“

Plakette des Preises mit Bildnis des Sozialdemokraten "Wilhelm Bock"
 
Preisträgerin Dr. Meglena Plugtschieva // Hintergrund Darstellung des Vereinigungsparteitages 1875 im Tivoli Gothas
Die Preisträgerin, Dr. Meglena Plugtschieva (Bulgarische Botschafterin in Deutschland a.D.) war einerseits überwältigt von den lobenden Worten zu ihrem engagierten Wirken im Ringen um die Mitgliedschaft Bulgariens in der EU und um die Mitwirkung in der internationalen Sozialdemokratie.

Andererseits hielt sie eine zündende Rede, in der sie die Höhen und Tiefen der jüngsten 20 Jahre Bulgariens aus ihrer Sicht und dem eigenen Erleben feurig, leidenschaftlich und total sympathisch vortrug, dass man spürte, wie alles aus ihrem Herzen kam und bei den Gästen der Feierstunde wiederum zu Herzen ging.

Ihr gewinnendes Lächeln, auch ihr ernstes aber nie verschlossenes Gesicht, das sprudelnde einwandfreie Deutsch, in welchem sie ihre Gedanken, Einschätzungen und persönlichen Berührungspunkte offen ausbreitete, zeigten eindrucksvoll, dass mit ihr eine würdige Preisträgerin bestimmt wurde!
Man spürte förmlich, dass man in Dr. Meglena Plugtschieva einer hartnäckigen wie leidenschaftlichen Kämpferin für Bulgarien, die Sozialdemokratie und die EU gegenüber steht.

Bereits vor ihrer Rede hatte der Landesvorsitzende der SPD, Christoph Matschie, die Bedeutung eines einheitlich auftretenden Europa und die Bedeutung der Sozialdemokratie herausgestellt.

Die 1.Botschafssekretärin Bulgariens, Dr. Violeta Karaivanova, zeichnete ein Bild der Preisträgerin, welches deutlich machte, welch hohe Leistungen diese für Bulgarien brachte und wie groß sie Anerkennung in ihrer Heimat genießt.

Der OB, Knut Kreuch, unterstrich in seiner unnachahmlich leidenschaftlichen Rede, dass und in welcher herausragenden Art und Wiese Dr. Meglena Plugtschieva würdig ist für die „Verleihung des Preises für sozialdemokratisches Engagement in Ost- und Mitteleuropa“.
[Der Name des Preises geht ehrend auf den Sozialdemokraten Wilhelm Bock zurück, der sich stark auch und gerade für den Vereinigungsparteitag im Gothaer Tivoli 1875 zur SAP (unmittelbarer Vorläufer der SPD) einsetzte und mitwirkte.]

Dass die Preisverleihung zu aller Freude gerade auf den Bulgarischen Nationalfeiertag „Tag der kyrillischen Schrift“ (24. Mai) fiel, gab dem Festakt eine weitere besondere Note. Dr. Meglena Plugtschieva erklärte dazu lächelnd, dass an diesem Tag in Bulgarien schulfrei sei, den Lehrern für ihre Mühen gedankt und der heiligen Brüder Kyrill und Method mit Kränzen gedacht wird.

Der Festakt wurde kulturell umrahmt von Musikschülern der Gothaer Musikschule „Louis Spohr“ und eingeleitet durch die herzliche Begrüßung der Gäste von der Vorsitzende des Förderverein Gothaer Tivoli e.V., Marlies Mikolajczak .

Wohltuend und (leider) gar nicht so üblich, sprachen die Frauen nicht nur die erwachsenen Gäste sondern auch direkt die Kinder an.
Da nimmt es nicht Wunder, dass die Preisträgerin sich abschließend gerade bei den Musikschülern persönlich bedankte. Gerührt war sie, dass die 7-jährige Clara Krombholz sogar ein bulgarisches Lied vorgetragen hatte.

Nach den üblichen Fotos der Preisträgerin mit/ohne Preis und mit/ohne honore Gäste hatten Frauen des Fördervereins ein Buffet erstellt, welches in seiner Vielfalt und Gestaltung ein liebvolles Dankeschön an die Gäste und an die Preisträgerin Dr. Meglena Plugtschieva darstellte.

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Ein Schmankerl soll nicht unerwähnt sein:
Die Rede des OB begann damit, dass er dem Wunsch nachgegeben habe, nicht frei zu reden, um nicht Gefahr zu laufen, dass man hinterher den Eindruck habe, Bulgarien gäbe es nur weil es Gotha gibt.

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Gerne räume ich ein, dass ich in den letzten 20 Jahren kaum Gedanken an Bulgarien verwendet hatte. Wie wichtig die EU für dieses Land – aber auch dieses Land für die EU – ist, wurde mir in dieser Festveranstaltung mehr als deutlich.
Man kann zur EU stehen wie man will, die Zukunft liegt nur in und mit ihr. Es kommt allein darauf an, sie zukunftssicher zu gestalten!
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