Die wirklichen Interessen der Führungselite im Thüringer Umweltministerium

Pressemeldung der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands vom 31.01.2014
Die wirklichen Interessen einer Führungselite im Thüringer Umweltministerium

Wie wir heute mit Entsetzen aus der Tagespresse erfahren konnten, verbringt der seit 2010 als Leiter der Zentralabteilung im Thüringer Umweltministerium, das für den Artenschutz zuständig ist, Herr Udo Wedekind, bereits seit Jahren mit der, im höchsten Grade zu verachtenden, Freizeitbeschäftigung der Großwildjagd.

Daß es überhaupt Menschen gibt, die Freude und Befriedigung dabei empfinden, wenn sie unschuldige Tiere töten, ist schon nicht zu begreifen. Wenn dies dann noch der Leiter der Zentralabteilung im Thüringer Umweltministerium, das für den Artenschutz zuständig ist, mit seinem Gewissen vereinbaren kann, selbst auf geschützte Großtiere Jagd zu machen, ist für einen normaldenkenden Bürger unseres Landes unerklärlich.
Unerklärlich ist ebenfalls, wie ein solcher Mensch überhaupt ein solches Amt begleiten kann und wer ihn eigentlich in eine solche Stellung gehoben hat.
Wir möchten hier keine Spekulationen anstellen – aber das können doch nur Politiker gewesen sein, die ein ebensolches Denkvermögen besitzen wie dieser Leiter, der Herr Udo Wedekind – die sich also weder für eine intakte Natur, noch für den Schutz einer in dieser lebenden Tierwelt einsetzen.
Daß das Thüringer Umweltministerium wenig, oder besser gesagt, kein Interesse an unser aller Tier – und Umwelt hat, belegen die unfaßbaren Aussagen der Ministeriumsmitglieder samt seinem Minister Jürgen Reinholz zur Freizeitbeschäftigung des Herrn Udo Wedekind.
Wie also kann ein solches Ministerium sich ernsthaft für den Schutz unserer Umwelt, der Tierwelt und somit der gesamten Natur einsetzen, wenn die dort beschäftigten Mitarbeiter eine solche Einstellung an den Tag legen.
Eine völlige Neubesetzung dieses Ministeriums wäre hier sehr zu empfehlen, können doch solche Mitarbeiter nie und nimmer ehrliche Arbeit leisten, wenn deren Freizeitbeschäftigung sich genau am Gegenteil orientiert!
Der Deutsche Jagdverband (das Wort „schutz“ hat man mittlerweile daraus entfernt) ist zwar der Ansicht, daß die Trophäenjagd in der Bundesrepublik keine Rolle mehr darstellt, wird jedoch sicher nicht erklären können, warum sogar führende Ministeriumsmitarbeiter im Ausland auf Trophäenjagd gehen und dort geschützte Wildtiere töten – im gleichen Atemzug jedoch großartig für den Artenschutz im eigenen Land werben.
Alljährlich reisen Tausende bundesdeutscher Jäger ins Ausland, um dort eine Jagdtrophäe zu erbeuten.
Reiseveranstalter werben noch immer mit Abschußgarantien für Eisbär, Puma, Löwe, Wolf, Fuchs, Leopard, Elefant, Krokodil oder Nashorn!
Für „eilige“ Jäger wird jetzt sogar Hubschrauberservice angeboten.
Den Jagdtouristen, wozu folglich auch Umwelt-Ministeriumsmitarbeiter gehören, stört es offenbar nicht einmal, wenn die ihnen anvisierten Beutetiere zu den weltweit bedrohten und damit besonders schützenswerten Arten zählen!

Ganz im Gegenteil – je seltener die Trophäe, um so begehrter schein sie zu sein!
Nirgendwo stellt sich so eindringlich wie hier die Frage, wo der Hegeanspruch bleibt.
Eindeutig stehen das Töten und die Trophäe im Vordergrund, was hier wieder ganz offen führende Umwelt-Ministeriumsmitglieder einheimischen Jagdbesessenen vorexerziert haben!
Die Thüringer Landesregierung sollte eigentlich langsam erkennen, wir hatten sie bereits in der Vergangenheit auf jagdbesessene Ministeriumsmitglieder hingewiesen, daß es an der Zeit ist, eben dieses Umwelt-Ministerium mit neuen Leuten zu besetzen, die nicht nur öffentlich Natur-, Tier- und Umweltschutz vertreten, sondern auch innerlich zu diesen Themen stehen.

Harald von Fehr, Gotha, Kooperationsleiter
der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands

mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der UT-UD
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