Durch(ge)triebene Spritpreise – Scharlatanerie

Fast völlig erstaunt hat der ADAC verkündet, dass die Spritpreise in Absprachen der anbietenden Unternehmen und dazu so steigen, dass es nicht zumutbar sei.
Ja, sie steigen um mehrere Cent, um dann ein paar zurückzugehen und dann wieder anzusteigen. Nachdem Diesel kurz mal über 1,50 stieg und dann wieder 1,48, ist er nun „stabil“ über 1,52, wobei vor wenigen Tagen die letzte Tankstelle in Gotha Richtung Erfurt 1,54 hatte, während man bei der „ega“ mit 1,50 begrüßt wurde. Auf der Rückfahrt war es fast umgekehrt.

In Abständen kommt der Aufschrei des ADAC und - - - - das war’s dann auch schon wieder. Die Öl-Konzerne reden alles nieder und sich heraus, dass sie nicht anders könnten und regelrecht gezwungen würden, die Preise anzuheben.
Komisch nur, dass dieser Druck immer dann am größten scheint, wenn Feiertage oder Ferien vor der Tür stehen. Auch Freitag hoch und Montag runter hat sich fast eingeschliffen.

Nun sollen die Preise nur einmal am Tag geändert werden können und sind am Vortag anzugeben. Damit erreiche man eine Preisstabilität wenigstens über einen Tag.
Michmädchenrechnung! Denn wenn man nicht mehrfach am Tag die Preise erhöhen kann, (+0,01 früh/ +0,02 mittags/ +0,03 nachmittags), dann werden eben Preise vorgegeben, die den erwarteten Gewinn einspielen (+0,03 früh). So genügt man der beabsichtigten Preispolitik und hat gleichzeitig noch mehr Plus gemacht, als bisher.

Eine wirkliche Änderung der misslichen Situation kann nur erreicht werden, wenn es langfristige Sprit-Höchstpreise gibt oder der Anteil an Spritsteuern gesenkt wird, sobald ein festzulegendes Niveau überschritten wird.
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Gestern entnahm ich einer TV-Sendung, dass ein Spritpreisplus von einem Cent dem Staat eine Steuereinnahme von 400.000€ bringe. Also werden offensichtlich gegenwärtig Milliarden verdient.
Weil erhöhte Spritpreise sich aber zerstörerisch auf „Essen auf Rädern“ / Schulbusse / Taxi / Krankentransport und weitere Firmen auswirken, die von Fahrleistungen leben, wird die Zahl der Arbeitslosen sich erhöhen, welche dann wiederum von den gemachten staatlichen Einnahmen bezahlt werden müssen.
Darüber kann aber wohl niemamnd lachen!
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3 Kommentare
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Steffen Weiß aus Gera | 27.03.2012 | 11:00  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 27.03.2012 | 15:38  
16.680
Steffen Weiß aus Gera | 27.03.2012 | 16:45  
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