Gegen Terror wird total falsch vorgegangen – an den Ursachen vorbei

Schärfere Kontrollen im Internet, stärkere Beobachtung der Rechten Szene in und außerhalb des Internets, gefordertes Verbot der NPD – das berührt und trifft nicht die Ursachen solcher Terroranschläge sondern nur deren Erscheinungsformen.

Da braucht man sich nicht wundern, dass uns immer neue Formen des Terrors treffen und wir immer nur hinterherlaufen.
Wohlgemerkt bin ich nicht gegen Maßnahmen, weiteren Terroranschlägen entgegen zu treten. Ganz im Gegenteil! Doch grundsätzlich ist das, was ich heute – vor dem Hintergrund des Attentats in Oslo – höre, eben der falsche Ansatz! Der Ruf nach mehr Macht gegen die Gewalt ist deshalb reiner Populismus, Stimmenfang.

Es ist wie mit einem Kriminalfilm: Man fiebert mit, dass und wie der Verbrecher gefunden, gestellt und zur Verantwortung gezogen wird. Die Frage, wie der Verbrecher zu einem solchen geworden ist, wird nicht gestellt, interessiert nicht, wird höchstens am Rande angedeutet.
Genau da ist aber der Ansatzpunkt der Terrorbekämpfung.Nicht „an Stelle von“ sondern begleitend als Hauptaktion zu sehen!

Wenn Horror / Menschenverachtung das Internet ebenso füllen, wie unser Alltag verroht, der Erziehung von Kindern und Jugendlichen oft auch und besonders es an guten Vorbildern fehlt, die Ellenbogengesellschaft sich weiter entwickelt, da hat man die Ursachen im Bündel – dort muss man ansetzen.
Doch wer will das und wer kann das wirklich?!


Wenn Politiker Personalfragen einer Wahl in den Mittelpunkt stellen, wo keine Wahl ansteht, wenn dadurch echte Aufgaben liegen bleiben, wer und womit soll da voran gehen und Probleme lösen?!
Wenn die deutsche Schulpolitik der Kleinstaaterei und gegenseitigen Besserwisserei die eigentliche Erziehung und Bildung zur Randerscheinung macht oder der Jugend das Lernen mit Horror verbinden lässt, was erwartet man da von der Entwicklungsrichtung der Jugend.
Hinzu kommt die fragliche Zukunft in der Gesellschaft - eher "auf Kosten der Gesellschaft".

Wenn die SPD heute wieder das Verbot der NPD in den Vordergrund holt, dann wird dadurch keine Ursache bekämpft, wenn das auch als „Wundbehandlung“ gelten mag.
Es ist das Augenmerk darauf zu richten, dass Menschen nicht den Verführungen der Rechten auf dem Leim gehen brauchen - es eine echte Alternative gibt.

Ich sehe da zu schwarz?
Na, dann warten Sie mal 3-4 Wochen ab, bis sich die Wogen geglättet haben und die Medien nichts mehr aus Terror-in-Oslo herausholen können.
Wenn dann wieder ein Anschlag die Menschheit in Atem halten wird, kann man hören, was alles verschärft zu tun sei und, dass man in der Vergangenheit leider zu wenig getan habe.
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