Gemeinde zeigt Gesicht

Crawinkel: Bahnhofstraße | Mit der Sicherung des Vorkaufsrechtes will Crawinkel den Hauskauf durch bekannte Gothaer Rechte aushebeln|||


CRAWINKEL. „Wir wollen bei uns keinen Treffpunkt für Rechte haben“, sagt Crawinkels Bürgermeister Onno Eckert und nimmt so dem Verkauf des Hauses in der Bahnhofstraße 25 die Brisanz.

Die Eigentümerin hatte es im Dezember 2011 an zwei einschlägig bekannte Neo-Nazis aus Gotha verkauft. Der Notar informierte die Gemeinde, die sich jetzt, unter Einhaltung der Einspruchsfrist, das Vorkaufsrecht sicherte.
„Über die neuen Namen am Klingelschild kam ich schnell dahinter, welch extremes Gedankengut hier verbreitet werden sollte“, sagt Bürgermeister Eckert, der den Gemeinderat dafür sensibilisierte. In einer Sitzung am 25. Februar machten die Gemeinderäte Nägel mit Köpfen und beschlossen den Kauf des Hauses für insgesamt 110 000 Euro plus Nebenkosten.

„Weil wir noch keinen beschlossenen Haushalt hatten, konnten wir das Geld zum Glück mit einstellen und kommen so nicht in wirtschaftliche Schief­lage“, verrät Onno Eckert. „Darüber hinaus“, sagt Landtrat Konrad Gießmann „habe ich in einem Schreiben vom 14. Februar die Landesregierung um finanzielle Unterstützung gebeten. Eine Antwort darauf steht allerdings noch aus.“ Er ist, genau wie Polizeirätin Bianka Eschrich froh, dass sich hier nun kein rechter Treffpunkt mehr etablieren kann.

Gegen diesen Treff hatten am Wochenende auch 150 Crawinkler Bürger friedlich demonstriert. Bleibt zu hoffen, dass nun in Crawinkel wieder Ruhe einkehrt um weiteren Schaden von der Gemeinde und den Betreibern der Gaststätte abzuwenden.
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