Gut oder Böse - das ist hier die Frage

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99423 W e i m a r Gotha, den 29.01.2016

Reaktion auf ihrer "Kulturseiten -Veröffentlichung" vom 28.01.2016 unter der Zeit-Geist - Überschrift: "Die Banalität des Bösen"

Die Banalität des Bösen

Peinliches Doku-Drama über Beate Zschäpe
VON FRANK QUILITZSCH
„Letzte Ausfahrt Gera - Acht Stunden mit Beate Zschäpe“ -
dieses Dokudrama, das zur bes­ten Sendezeit über den Bild­schirm flimmerte, war nicht nur ein einziges Ärgernis. Es war auch so überflüssig wie ein Kropf. Als wäre nicht schon schlimm genug, dass sich die „Nazi-Braut“ bei jedem Gerichtstermin vor den Angehörigen der NSU- Mordopfer mit drei An­wälten schmücken und ihre gefönte Mähne den „*?

Kameras darbieten darf. Neuerdings betritt die der Mittäterschaft An­geklagte den Saal mit einem süffisanten Lächeln, als wäre dies kein Gericht, sondern ihre Bühne: Beate Zschäpe Super­star.

Das ZDF gibt ihr noch eine zweite. Anderthalb Bildschirm- Stunden mit Zschäpe, da kann man nur froh sein, dass es nicht acht waren. Wozu der ganze Rummel? Um zu zeigen, wie die Frau im Sommer 2012 auf dem Weg zur Oma von vier Beamten durch Thüringen kutschiert wird? Wie sie mit Fußfesseln zur Toilette watschelt, obwohl sie gar nicht muss? Wie sie mit ihren Uwes schläft, nichts auf ihre Haare kommen lässt, wäh­rend sie Fragen nach den Mor­den offenbar kalt lassen?

Wahrscheinlich waren die Fil­memacher stolz, im Besitz von Notizen zu sein, die die BKA- Leute nach der Ausfahrt mach­ten. In denen nichts Substan­zielles steht. Keine neuen Er­kenntnisse. Nichtigkeiten nur, die akribisch vor dem Zuschau­er ausgebreitet werden. Die echte Beate Zschäpe ist viel­leicht naiv und gewiss nicht mit übermäßiger Intelligenz be­schlagen. Aber sie ist nicht dumm. Warum sollte sie vor den Beamten, die sich im Film als Psychologen aufspielen, ihr Schweigen brechen? Auch aus den Gerichtsszenen, die dazwi­schengeblendet werden, er­fährt man nichts, was man nicht schon wusste.

Als Zuschauer fragt man sich besorgt, wel­che Quotensau den öf­fentlich-rechtlichen ** Sender geritten hat, die Rechtsextremistin Bea­te Zschäpe ohne Not so in den Fokus zu rücken. Und dabei auch noch Fakten mit Fiktion zu vermischen. Da kann der große Bruder natür­lich auch nicht an sich halten: Die ARD dreht einen Zschäpe- Dreiteiler - mit Anna Maria Mü­he in der Hauptrolle. Und Cons- tantin Film will die Mordserie des NSU demnächst auf die große Kinoleinwand bringen.

Heinrich Breloer hat das Do­kudrama einst zur Blüte ge­bracht - mit „Die Manns“ und „Speer und Er“. Und auch „Uli Hoeneß - Der Patriarch“ von Christian Twente darf als ein Lehrstück gelten, denn es schil­dert den Aufstieg und Fall eines Fußballgotts. Doch wer ist Zschäpe? Das Dokudrama von Raymond Ley findet keine Ant­wort. Der Figur fehlt die Fallhö­he. „Vielleicht sollten wir mal über die



Sehr geehrte Frau Sommer,
da Ihr toller Mitarbeiter Frank Quilitzsch gestern, Sie waren so nett mich mit diesem Mann zu verbinden, nach kurzem Telefonat über seine keineswegs akzeptablen und hetzerischen Äußerungen unter obiger Überschrift, er wollte nicht begreifen, daß man sich so nicht in einer Zeitung gehenlassen kann, den Hörer auflegte, möchte ich diesem wohl noch sehr jungen und unerfahrenen Mann einige Worte sagen, die er sich zu Gemüte führen sollte.
Ich hätte auch nichts dagegen, wenn Sie das als Leserbrief veröffentlichen würden.

Gut oder Böse – das ist hier die Frage
Am 28.01.2016 konnte man auf der TLZ-Kulturseite als Zeit-Geist-Vorverurteilung die "Banalität des Bösen" lesen. Dazu sei dem Autor Folgendes gesagt:

Brav, brav lieber Herr Quilitsch – gut dressiert machen Sie in der Rubrik „Zeit-Geist“(!) mit diesem peinlichen Geschreibsel dem heutigen Politikal-Correktness-Zeitgeist wirklich alle Ehre!
Statt „Die Banalität des Bösen“, hätte man zu diesem politisch korrekten Geschwafel besser die Überschrift „Das wichtigtuerische Geifern eines Möchte-gern-Gutmenschen“ gewählt.

Offenbar ist dem sich hier so ereifernden Herrn Quilitzsch die Begrifflichkeit „Unschuldsvermutung“ unbekannt. Zur Wissenserweiterung : Diese ist nämlich anzuwenden, solange ein Beschuldigter (noch) nicht verurteilt ist. Und genau diesen Vorgaben folgte diese TV-Dokumentation und orientierte sich an Fakten(!) und nicht an Mutmaßungen, Weglassungen und Hinzufügungen.

Persönliche Hetztiraden sind am Stammtisch erlaubt, aber nicht in einer Zeitung, die sich einer seriösen Berichterstattung verpflichtet fühlt.
Das sollten auch die werten Damen und Herren der TLZ wissen.
Und ganz besonders Sie, Herr Quilitsch, sollten sich das hinter Ihre Ohren schreiben.

Harald von Fehr, Gotha

Mit freundlichen Grüßen
Harald von Fehr, Kooperationsleiter der UT-UD
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