Habe ich das richtig herausgehört - heutige Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus?

An dem Wahlsieg der SPD trotz Wahlrückgang und damit klarem Stand des aktuellen und künftigen Bürgermeisters gab und gibt es kein Zweifel.

Dass sich die Wahlergebnisse der CDU verbessert haben, ist ebenso deutlich.
Dadurch ergibt sich rechnerisch die stabilste Regierungsmehrheit für die Große Koalition (SPD / CDU).
Das Ziel der CDU, dem Spuk der „SPD / LINKE“ ein Ende zu bereiten, derart zu benennen, ist eine deutliche populistische Art. Vor dem Hintergrund, dass vor 10 Jahren nach dem Bankrott der Berliner Regierungs-CDU die SPD-LINKEN die Karre aus dem Dreck ziehen mussten, hätte ich mehr Zurückhaltung erwartet.

Das starke Wahlergebnis der Grünen kann nur begrüßt werden. Die hochtrabende Zielsetzung, die SPD zu überflügeln, ist als unsachlich benannte Wahltaktik zu sehen und wird zwar benannt ist allerdings doch einfach abzuhaken.
Schlimmer ist, dass Frau Kühnast (von den Grünen) nach misslungenem Erstreben der Berliner Regierung lieber in den Bundestag zurückkehrt, ist allerdings eine Verhöhnung ihres Wahlkampfes „für“ Berlin.
Wenn man sieht, dass die SPD-Grünen mehr auf eine 75 Sitze tendieren und nicht mit mindestens einem Sitz mehr die absolute Mehrheit erreichen könnten, leider nur so kommentiert wird, dass bei keiner Mehrheit nur die Große Koalition als Alternative stehe, bleibt zu fragen: Weshalb wird für diesen Fall die Konstellation SPD-Grüne-LINKE nicht ins Gespräch gebracht und somit die alte Politik einer Großen Koalition weiterhin hoffähig gemacht?

Die LINKEN haben "geringfühig verloren" - das stimmt wahrlich bei ca. -1,7% nicht. Dass die Querelen vor allem im Bundesvorstand, Äußerungen der Doppelspitze an dem Minus ihren großen Anteil haben, wie auch die unzureichend öffentlich gemachten Regierungserfolge, wurde überall berechtigt angesprochen. Die LINKE hat neben den Prozenten ganz schmerzlich den Mitregierungsanspruch verloren.

Aus den Reihen der SPD war wohltuend zu sehen, dass sie nicht auf ihrem bisherigen Koalitionspartner, den LINKEN, herum hackte. Inwieweit alte Politik oder Politikerhalt der Aufwärtsrichtung der letzten 10 Jahre oder gar eine neue Politik (SPD-Grüne-LINKE) versucht wird, bleibt abzuwarten.

Die Abwahl der FDP war abzusehen, wenn auch vielleicht nicht derart deutlich.
Bei der Elefantenrunde im ZDF stellt sich da die Frage, weshalb die FDP in der Gesprächsrunde vertreten war? Die gleiche Frage stellt sich für den Vertreter der CSU. Da werden noch zu deutlich und stark die alten Zöpfe gepflegt.

Mit dem Wahlerfolg der Piraten wäre eine Beteiligung dieser Partei an der Elefantenrunde folgerichtig wie wünschenswert gewesen!
Der hohe Wahlerfolg von 0 auf 9% ist sowohl verwunderlich hinsichtlich der Anzahl der Wähler als auch fraglich in der Einflussnahme auf das Abgeordnetenhaus.

Bleibt, dem amtierenden Bürgermeister Wowereit ein für Berlin glückliches Händchen zu wünschen.
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