„Ich wähle nicht !“

Wie stark, trotzig, cool, überlegen das klingt!
Da rammeln sich viele die Hacken ab, um ihre Partei im richtigen Licht erscheinen zu lassen, reisen Politiker und solche, die es werden wollen durch Land, um für sich zu werben – aber „Ich wähle nicht“!

Für das „Warum?“ gibt es die unterschiedlichsten Begründungen oder Ausflüchte.
Wenn man mit Dingen in den letzten Jahren nicht einverstanden ist oder den ganzen Wahlmechanismus falsch findet, hätte man sich ja ausreichend für Änderungen oder Verbesserungen oder etwas Neues einsetzen, Mitstreiter werben und etwas auf die Beine stellen können, was dem entspricht – leichter natürlich „Ich wähle nicht!“

Dass eigene Pflänzchen weder sofort aufblühen und auch von den meisten Menschen als gut angesehen werden, ist sicher einleuchtend. So braucht es ebenso eine oft längere Zeit, bis politische neue Wege fest genug sind, darauf mit allen Menschen zu laufen – leichter gesagt als dies getan ist „Ich wähle nicht!“

Wenn dann die Wahl getroffen wurde und es ein Parlament gibt, wird man sich dahinter verstecken, nicht gewählt zu haben. Da höre ich schon „DIE habe ich nicht gewählt!“
Irrtum !!!!!!!
Weil man selbst nichts Besseres auf den Weg gebracht hat, weil man nicht so mitgewählt hat, dass andere gewählt wurden, hat man mit seinem „Ich wähle nicht!“ genau diejenigen von den Wählenden wählen lassen, über die man sich nun beschwert.

„Was hätte ich schon tun können!“ / „Da kann man als Einzelner eh nichts ändern!“
Und weitere solche Bemerkungen, welche von eigener Mitverantwortung ablenken sollen, lassen mir allerdings die Frage: „Was hätte es gebracht, wenn er doch gewählt hätte?“
Da ist es fast besser er wählt nicht – aber hält sich künftig mit jeder Kritik zurück, bis er selbst aktiv wird!
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Ich gehe wählen, habe soeben „mein Wahllokal“ so eingerichtet, dass es am morgigen Wahltag (vervollkommnet mit kleinen Blumentöpfchen auf strahlenden Servietten) für jeden der kommt eine angenehme freundliche Atmosphäre bietet.

Ich freue mich auf die Wähler!
Ob die 35 Nelken reichen werden für Erstwähler, Geburtstagskinder und hoch betagte Wähler, weiß ich nicht – hat bislang immer gereicht. (Wer die Nelken bezahlt? Ich privat – immer schon!)
Natürlich steht ein Teller mit Gummibärchen bereit für mitkommende Kinder (immer nachgefüllt).
Wenn es ein Wähler gerade ins Wahllokal geschafft hat, erwartet ihn gleich an der Tür ein Stuhl. Möchte er etwas Wasser trinken – bitte, steht bereit.

Aber auch diejenigen, welche mit mir den ganzen Tag im Wahllokal arbeiten, werden umsorgt – eben wie bei jeder gemeinsam mit mir bestrittenen Wahl im Wahllokal.



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Hannelore Grünler aus Artern | 26.09.2013 | 12:46  
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